22-0882

Leerstand kreativ nutzen: Bergedorf belebt das Karstadt-Haus - beschlossene Fassung

Antrag

Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 11.4

Sachverhalt

Antrag

der BAbg. Graßhoff, Feiler-Siegert, Cantay, Jobs – Fraktion Die Linke

Mit dem Erwerb der Karstadt-Grundstücke Am Markt 5 bis 7 und Sachsentor 33 bis 39 bietet sich die Chance, Bergedorfs Innenstadt neu zu beleben. Während für die freie Fläche Am Markt schon Planungen vorliegen, steht auf dem Grundstück Sachsentor 33 bis 39 noch das alte Karstadt-Gebäude leer und wurde in der Vergangenheit nur für Übungen der Polizei genutzt. Bis die Planungen für eine neue Nutzung abgeschlossen sind, werden noch einige Jahre vergehen. Wie schon in den vergangenen Jahren häufig angedacht, eignet sich das Karstadt-Haus bis dahin für eine temporäre kreative Zwischennutzung der verschiedensten Formate. Die Ideen reichen von einer künstlerisch-kulturellen Nutzung der bildenden und darstellenden Kunst, einem Handwerkermarkt, einer Markthalle, in der Produkte aus der Region verkauft werden, Stadtteilkino, Musikveranstaltungen und Gastronomieangeboten. Auch bieten die Räume Platz für Angebote sozialer Träger. Das leestehende Karstadt-Gebäude kann so zu einem kulturellen Anlaufpunkt im Herzen Bergedorfs werden.

Um diese Ideen Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es aber verschiedenster Voraussetzungen, die vom Brandschutz, Strom- und Wasseranschlüssen, Hausmeisterservice bis hin zu einem Team von Organisator*innen und Koordinator*innen reichen, die mit Kosten verbunden sind. Wichtig ist uns, die Erfahrungen der Hamburger Kreativgesellschaft zu nutzen, die im Zusammenhang mit dem Programm „Freifläche“ gesammelt wurden.

Petitum/Beschluss

Der Beschlussvorschlag wird wie folgt geändert:

Das Bezirksamt wird aufgefordert:

  1. Den Stadtentwicklungsausschuss unter Zuladung des Ausschusses für Wirtschaft, Handel und Tourismus, insbesondere die ‚Lenkungsgruppe Wirtschaft‘, mit der inhaltlichen Auseinandersetzung zu möglichen Zwischennutzungen des ehemaligen Karstadt-Gebäudes zu befassen. Bei Bedarf sollen der Grundeigentümer LIG sowie die Objektverwalterin Sprinkenhof AG zugeladen werden.
  1. Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Kreativ Gesellschaft in den Stadtentwicklungsausschuss unter Zuladung des Ausschusses für Wirtschaft, Handel und Tourismus und/oder in die ‚Lenkungsgruppe Wirtschaft‘ einzuladen, um über ihre Erfahrungen mit der kulturellen und kreativen Zwischennutzung des Karstadt Sport-Gebäudes zu berichten und Anregungen für mögliche Nutzungsformate in Bergedorf zu geben.
  1. gemeinsam mit dem Grundeigentümer LIG ein inhaltliches Konzept für eine mögliche Zwischennutzung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes und der Fläche des abgebrochenen Bergedorfer Karstadt-Sport zu entwickeln und den LIG aufzufordern, die hierfür erforderlichen organisatorischen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu prüfen bzw. zu schaffen.
  1. den LIG aufzufordern, der Bezirksversammlung verschiedene Szenarien einer möglichen Zwischennutzung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes und der Fläche des abgebrochenen Bergedorfer Karstadt-Sport darzustellen. Hierbei sollen insbesondere Konzepte einer Belebung durch Sportnutzungen, Kultur- und Kreativschaffende, lokale Initiativen, Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie Angebote mit Verzehrmöglichkeiten betrachtet werden. Für die jeweiligen Szenarien sind die wesentlichen Chancen, Herausforderungen, Kosteneinschätzungen sowie die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung darzustellen. Die erwarteten laufenden Kosten für den reinen Gebäudeunterhalt und den Unterhalt der Abbruchfläche im jeweiligen Ist-Zustand sollen dabei gegenübergestellt werden.
  1. dem Stadtentwicklungsausschusses unter Zuladung des Ausschusses für Wirtschaft, Handel und Tourismus zu berichten.
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Sachsentor
Stadtteile

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.