22-0802

Ideenwerkstatt in den Plangebieten Niendorf 93 und 95 umsetzen

Antrag

Letzte Beratung: 01.04.2025 Stadtplanung Ö 7.1

Sachverhalt

Durch die Bebauungsplanungen Niendorf 93 und 95 sollen grundsätzlich die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine maßvolle Nachverdichtung im Nahbereich der U-Bahn-Haltestelle Joachim-Mähl-Straße sowie für eine verbesserte Einbindung des Plangebiets in das grüne Wegenetz geschaffen werden. Von Beginn an jedoch wurden Verwaltung und Politik mit Ein­gaben der Niendorfer konfrontiert, die leider nicht erfolgreich im Bebauungsplan Niendorf 93 umgesetzt worden sind. Am 30.05.2024 hat daher die Bezirksversammlung Eimsbüttel beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Verfahrensziele anzupassen. Im Ergebnis wurde im Februar 2025 eine Ideenwerkstatt durchgeführt. Das Ergebnis der Ideenwerkstatt muss nun in das Verfahren einfließen, ohne die bereits 2024 gesetzten Ziele (Drs. 21-4760) aus den Augen zu verlieren.

Petitum/Beschluss


  1. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, die Verwaltung anzuweisen, die nachfolgen­den Än­derungen des Verfahrens zu prüfen und dem Stadtplanungsausschuss (StaPla) im An­schluss entsprechende Beschlussvorlagen zu unterbreiten:
    1. Das Plangebiet des Bebauungsplans Niendorf 95 wird im Westen südlich der Joachim-Mähl-Straße bis zur Wendlohstraße, südlich der Graf-Anton-Weg als Begrenzung (Plangebiet B-Plan Niendorf 93) ausgeweitet.
    2. Die Verfahrensziele für Niendorf 95 werden im Aufstellungsbeschluss für das neue Plangebiet angepasst: Eine “glichst verdichtete, nutzungsgemischte und mehr­geschossige Bebauungen in einem urbanen Maßstab” als pauschales Ziel soll durch ein differenziertes Planungsziel ersetzt werden, welches die Unterschiede im Plan­gebiet widerspiegelt. Dafür sollen der Erhalt einer abwechslungsreichen, offenen und begrünten Wohnbebauung und die Vermeidung nachbarschaftlicher Konflikte bei der erwünschten Nachverdichtung, sowie Maßnahmen der Klimaresilienz und der Energie­wende als positive Verfahrensziele zusätzlich aufgenommen werden.
    3. Im Bebauungsplanentwurf für das neue Plangebiet sollen die Bauhöhen insbeson­dere entlang der Paul-Sorge-Straße konkretisiert und differenziert werden, um die unterschiedlichen städtebaulichen Situationen widerzuspiegeln und ein qualitativ hoch­wertiges, offenes und abwechslungsreiches Stadtbild sicherzustellen. Die Baugrenzen sollen überprüft werden, um bei rückwärtigen Bebauungen zu gliedern und nachbar­schaftliche Konflikte durch gegenseitige Verschattungen zu minimieren. Die Zugäng­lichkeit der Grünverbindung („Parkanlage“) soll überprüft und ggf. optimiert werden.

Ali Mir Agha, Stephan Heymann und GRÜNE-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
01.04.2025
Ö 7.1
Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Wendlohstraße Graf-Anton-Weg Paul-Sorge-Straße

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