22-1840

Anlage eines Tiny Forests beim Pumpwerk am Meddenwarf

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 18.05.2026 Regionalausschuss Lokstedt/Niendorf/Schnelsen Ö 17.1

Sachverhalt


Im Bereich Meddenwarf in Schnelsen bestehen Flächen, die im Zuge des Baus des
Schnelsen-Deckels ihre ursprüngliche Vegetation verloren haben und aktuell brachliegen. Gleichzeitig gibt es im Bezirk ein breites politisches Interesse an der Schaffung von
sogenannten Tiny Forests als Beitrag zur Klimaanpassung, Biodiversität und lokalen
Aufenthaltsqualität.

Im Rahmen eines gemeinsamen Vor-Ort-Termins wurden konkrete Potenziale identifiziert. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Flächen komplexe Rahmenbedingungen aufweisen:

  • Eigentumsverhältnisse zwischen Autobahn GmbH des Bundes und Freie und
    Hansestadt Hamburg
  • Vorhandensein technischer Infrastruktur (Pumpwerk, Regenrückhalte-/Abflussbecken)
  • Lärmschutzwand mit aktuell nicht funktionierender Begrünung
  • mögliche unterirdische Leitungen

Vor diesem Hintergrund ist eine abgestimmte, fachlich geprüfte Vorgehensweise erforderlich.

Petitum/Beschluss

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

  1. hinsichtlich der technischen Machbarkeit zu prüfen,
    1. ob auf bzw. im Umfeld des Abfluss- bzw. Regenrückhaltebeckens des Pumpwerks eine Bepflanzung grundsätzlich zulässig ist,
    2. in welchen Intervallen das Becken zu Wartungszwecken geöffnet wird und
      welche Auswirkungen dies auf eine mögliche Bepflanzung hätte,
    3. welche Schutzabstände zu Leitungen, Bauwerken und Infrastruktur
      einzuhalten sind.
  2. hinsichtlich der Eigentums- und Zuständigkeitsfragen zu klären,
    1. welche Flächenanteile der Autobahn GmbH des Bundes und welche der Stadt Hamburg zuzuordnen sind,
    2. ob beide Akteure grundsätzlich bereit sind, die Fläche für einen Tiny Forest zur Verfügung zu stellen.
  3. hinsichtlich der Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen,
    1. ob und unter welchen Bedingungen eine Umsetzung gemeinsam mit
      Initiativen wie Citizens Forests erfolgen kann,
    2. ob seitens der Autobahn GmbH des Bundes eine Unterstützung
      (z. B. Begrünung der Lärmschutzwand, ggf. auch finanziell) möglich ist.
  4. hinsichtlich eines zu entwickelnden Standortkonzepts zu prüfen,
    1. ob die Flächen beidseitig des Versorgungsweges geeignet sind,
    2. welche vorbereitenden Maßnahmen erforderlich sind
      (z. B. Bodenaufbereitung, Schutzmaßnahmen),
    3. wie die Fläche langfristig gesichert und entwickelt werden kann.
  5. hinsichtlich eines möglichen Alternativstandorts zu prüfen, ob Flächen auf dem Schnelsen-Deckel grundsätzlich für Tiny-Forest-Konzepte geeignet sind,
    insbesondere unter Berücksichtigung von:
    1. statischen Anforderungen (Deckelbauwerk),
    2. zulässigen Wurzeltiefen (z. B. Flachwurzler),
    3. Aufbau der Substratschichten,
    4. langfristiger Pflege und Unterhaltung.
  6. hinsichtlich der Einbindung lokaler Akteure zu prüfen, ob eine Kooperation mit den anliegenden Schulen und Kitas (z. B. Pflanzaktionen, Patenschaften, Pflege-
    begleitung) möglich wäre.
  7. hinsichtlich der Instandhaltung eines möglichen Tiny Forests zu prüfen, ob eine
    regelmäßige Reinigung und Pflege der Fläche gewährleistet werden kann und wer hierfür zuständig ist.

Andreas Stonus, Dr. Daniel Georg Werner, Rüdiger Kuhn und CDU-Fraktion

Melanie Starken, Annika Pfeifer, Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion
Ines Schwarzarius, Nadine Regling-Armi und SPD-Fraktion

Lokalisation Beta
Meddenwarf
Stadtteile

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Themen Beta

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