21-3529

Den entstandenen Freiraum vor dem ehemaligen Amerikanischen Konsulat verkehrlich neu ordnen und die schönste Fahrradstraße Hamburgs vor Durchgangsverkehr schützen!

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 20.03.2023 Kerngebietsausschuss Ö 4.2.2

Sachverhalt

Die Fahrradstraße Harvestehuder Weg und ihre Fortsetzung, das Alsterufer, sind ein voller Erfolg der Hamburger Radverkehrsförderung. Als Teil der Veloroute 4 bündeln beide Straßen wichtige Pendler*innenströme der Bezirke Eimsbüttel und Hamburg-Nord.

Nach dem Auszug des Amerikanischen Konsulats hat jedoch jüngst Pressberichterstattung für Verwirrung unter Verkehrsteilnehmer*innen gesorgt. Zwar ist die Durchfahrt für Kfz per Verkehrszeichenregelung untersagt, doch wird dies lt. Abendblatt durch Autofahrende mitunter ignoriert.

Die Qualität der Strecke entlang der Alster entsteht durch möglichst geringen Durchgangs-verkehr (vgl. Abendblatt 2023). Auch die Wissenschaft attestiert, dass Fahrradstraßen beson-ders dann eine hohe Akzeptanz erfahren, wenn sie möglichst wenig Durchgangs-Kfz-Verkehr führen (vgl. Hummel und Klein 2020; Gerlach 2021). Hiervon profitiert schließlich auch der Fußverkehr, da Radfahrende folglich die Fahrbahn nutzen und die Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr minimiert werden. Die Bezirksversammlung hatte hierzu am 28.04.2022 bereits einen grundsätzlichen Beschluss gefasst. (Drs. 21-2879)

Vor diesem Hintergrund soll schnellstmöglich an einer Lösung gearbeitet werden, die für alle Verkehrsteilnehmer*innen verständlich ist und den diskutierten Bereich – zum einen im Sinne des Alltagsradverkehrs und zum anderen für eine konfliktfreie Fortbewegung der zahlreichen Flaneur*innen und Jogger*innen – gestaltet, die jeden Tag die Alster nutzen.

Petitum/Beschluss

In Bezug auf die verkehrliche Situation am ehemaligen Amerikanischen Konsulat wird die Bezirksamtsleitung um Folgendes gebeten:

  1. Es soll kurzfristig ein Provisorium herbeigeführt werden, das dem Radverkehr die Durch­fahrt vor dem Konsulat ermöglicht und gleichzeitig den Autoverkehr wirksam unterbindet. Dieses Provisorium soll für alle Verkehrsteilnehmenden klar verständlich und sicher sein.
  2. Im gleichen Zuge soll der bisherige Radweg als Fußweg gekennzeichnet werden, damit die Zufußgehenden kurzfristig den Platz bekommen, den sie benötigen.
  3. Mittel- bis langfristig soll ein Umbau erfolgen, um mit einem endgültigen Rückbau der Sicherheitsvorkehrungen den parkähnlichen Charakter des bereits fertiggestellten Teils zu vollenden und dauerhaft eine attraktive Rad- und Fußverkehrsverbindung ohne Durchfahrt für motorisierte Fahrzeuge zu schaffen.
  4. Hinter dem ehemaligen soll in der Warburgstraße der östliche Bürgersteig (Alsterseite) wieder durchgängig begehbar gestaltet und die trennenden Zaunelemente dafür entfernt werden. Zudem soll in der Warburgstraße für den westlichen Bürgersteig (Moorweidenseite) die Möglichkeit des Befahrens des Bürgersteigs für Fahrradfahrer rund um die frühere Sperrung der Warburgstraße wieder aufgehoben werden, da die Warburgstraße wieder allgemein befahrbar ist.

In Anbetracht knapper Planungs- und Umbaukapazitäten soll hierzu eine Verständigung des Bezirksamts mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) über realistische Realisierungs­zeiträume initiiert werden.

Dem KGA ist über den Fortschritt in dieser Angelegenheit zu berichten.

Kathrin Warnecke, Carl-Maria Bohny und GRÜNE-Fraktion

Moritz Altner und SPD-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Lokalisation Beta
Harvestehuder Weg Alsterufer Warburgstraße

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Themen Beta

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