Den entstandenen Freiraum vor dem ehemaligen Amerikanischen Konsulat verkehrlich neu ordnen und die schönste Fahrradstraße Hamburgs vor Durchgangsverkehr schützen!
Letzte Beratung: 20.03.2023 Kerngebietsausschuss Ö 4.2.2
Die Fahrradstraße Harvestehuder Weg und ihre Fortsetzung, das Alsterufer, sind ein voller Erfolg der Hamburger Radverkehrsförderung. Als Teil der Veloroute 4 bündeln beide Straßen wichtige Pendler*innenströme der Bezirke Eimsbüttel und Hamburg-Nord.
Nach dem Auszug des Amerikanischen Konsulats hat jedoch jüngst Pressberichterstattung für Verwirrung unter Verkehrsteilnehmer*innen gesorgt. Zwar ist die Durchfahrt für Kfz per Verkehrszeichenregelung untersagt, doch wird dies lt. Abendblatt durch Autofahrende mitunter ignoriert.
Die Qualität der Strecke entlang der Alster entsteht durch möglichst geringen Durchgangs-verkehr (vgl. Abendblatt 2023). Auch die Wissenschaft attestiert, dass Fahrradstraßen beson-ders dann eine hohe Akzeptanz erfahren, wenn sie möglichst wenig Durchgangs-Kfz-Verkehr führen (vgl. Hummel und Klein 2020; Gerlach 2021). Hiervon profitiert schließlich auch der Fußverkehr, da Radfahrende folglich die Fahrbahn nutzen und die Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr minimiert werden. Die Bezirksversammlung hatte hierzu am 28.04.2022 bereits einen grundsätzlichen Beschluss gefasst. (Drs. 21-2879)
Vor diesem Hintergrund soll schnellstmöglich an einer Lösung gearbeitet werden, die für alle Verkehrsteilnehmer*innen verständlich ist und den diskutierten Bereich – zum einen im Sinne des Alltagsradverkehrs und zum anderen für eine konfliktfreie Fortbewegung der zahlreichen Flaneur*innen und Jogger*innen – gestaltet, die jeden Tag die Alster nutzen.
In Bezug auf die verkehrliche Situation am ehemaligen Amerikanischen Konsulat wird die Bezirksamtsleitung um Folgendes gebeten:
In Anbetracht knapper Planungs- und Umbaukapazitäten soll hierzu eine Verständigung des Bezirksamts mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) über realistische Realisierungszeiträume initiiert werden.
Dem KGA ist über den Fortschritt in dieser Angelegenheit zu berichten.
Kathrin Warnecke, Carl-Maria Bohny und GRÜNE-Fraktion
Moritz Altner und SPD-Fraktion
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