22-0508

Antrag zur Verbesserung der Attraktivität von Flohmärkten im Bezirk

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 26.06.2025 Bezirksversammlung Ö 9.22

Sachverhalt

Flohmärkte bieten eine wertvolle Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, gebrauchte Waren zu tauschen und stärken die lokale Gemeinschaft. Sie fördern das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und bieten eine Plattform für kreatives Recycling. Allerdings gibt es bei den Flohmärkten im Bezirk Eimsbüttel Optimierungspotenziale: Teilweise sind die bürokratischen Hürden zu hoch, die Infrastruktur vor Ort ist nicht immer bedarfsgerecht und die Sichtbarkeit der Märkte ließe sich verbessern. Zudem fehlt es an thematisch ausgerichteten Märkten, die für mehr Vielfalt und Attraktivität sorgen könnten.

Die Umsetzung gezielter Verbesserungsmaßnahmen könnte dazu beitragen, Flohmärkte im Bezirk Eimsbüttel als attraktive und nachhaltige Veranstaltungsform weiter zu fördern.

Petitum/Beschluss


Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, dem Ausschuss für Wirtschaft, Digitalisierung und Verbraucherschutz (WiDiV) bis Dezember 2025 eine Übersicht zur aktuellen Situation von Flohmärkten im Bezirk Eimsbüttel zu geben. Dazu sollen insbesondere folgende Aspekte dargestellt und erläutert werden:

1) Anzahl und Verteilung aktueller Flohmärkte im Bezirk (regelmäßig/sporadisch, öffentlich/privat organisiert);

2) Genehmigungsverfahren sowie bestehende Anforderungen für Veranstalter*innen;

3) Einschätzungen zur Entwicklung in den letzten Jahren (z. B. Standorte, Nachfrage, Rückmeldungen);

4) Hinweise zu bestehenden Herausforderungen oder Unterstützungsbedarfen seitens der Veranstalter*innen;

5) Zur Vertiefung der Perspektiven wird der Vorsitzende der Bezirksversammlung gebeten, darüber hinaus Veranstalter*innen lokaler Flohmärkte – etwa von Grindel e. V. und/oder dem Kulturverein Else-Rauch-Platz e. V. – in eine der kommenden Sitzungen einzuladen, um über ihre Erfahrungen zu berichten und mögliche Verbesserungsvorschläge einzubringen. Auf Grundlage der Bestandsaufnahme und des Austauschs erarbeitet die Bezirksamtsleitung eine Einschätzung, inwiefern folgende Maßnahmen rechtlich, organisatorisch und finanziell durchführbar sind:

a) Erweiterung der Flohmarktstandorte: Identifikation weiterer und Erweiterung bestehender Standorte, um eine größere Zahl von Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen und die Vielfalt der Angebote zu erweitern.

b) Vereinfachung bürokratischer Prozesse: Reduzierung bürokratischer Prozesse für Veranstalter*innen. Es sollte besonders geprüft werden, ob eine digitale Anmeldung und andere Vereinfachungen die Buchung erleichtern können.

c) Förderung der Bekanntheit durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit: Erarbeitung von Vorschlägen, wie die Bekanntheit der Flohmärkte erhöht werden kann. Es sollte untersucht werden, wie durch Social-Media-Präsenz (z.B. über den Instagram-Account des Bezirksamtes), lokale Flyer, Pressearbeit oder durch eine ausgebaute Präsenz auf der Webseite des Bezirksamtes (neben dem Angebot auf hamburg.de) ein breiteres Publikum angesprochen werden kann. Ausgeschlossen von diesen Maßnahmen sind gewerblich betriebene Flohmärkte.

d) Förderung von Themenmärkten: Prüfung von Möglichkeiten, Flohmärkte thematisch auszurichten (z.B. Vintage, Kunsthandwerk oder Kinderbedarf), um die Vielfalt zu steigern und das Einkaufserlebnis für die Besucher*innen zu bereichern.

e) Optimierung der Infrastruktur: Verbesserung infrastruktureller Rahmenbedingungen, um das Erlebnis für Käufer und Verkäufer angenehmer zu gestalten, beispielsweise durch bessere sanitäre Einrichtungen, Sitzgelegenheiten, Parkmöglichkeiten, Ausschilderungen und eine verbesserte Verkehrsanbindung. Wobei es ausdrücklich nicht darum gehen soll, neue Auflagen zu schaffen, sondern darum, die Veranstalter*innen dabei zu unterstützen, die Infrastruktur zu verbessern.

6) Die Ergebnisse samt Handlungsempfehlungen werden dem WiDiV-Ausschuss bis Ende 2025 vorgelegt. Auf Basis dieser Vorlage entscheidet der Ausschuss über konkrete Schritte zur Förderung attraktiver, nachhaltiger und vielfältiger Flohmärkte im Bezirk.

Matthias Blenski, Andreas Stonus und CDU-Fraktion
Luise Rosemeier und Grüne-Fraktion
Armita Kazemi und SPD-Fraktion

Lokalisation Beta
Else-Rauch-Platz
Stadtteile

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.