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Öffentliche Bouleplätze im Bezirk Wandsbek Kleine Anfrage vom 27.10.2026

Anfrage gem. § 24 BezVG (Kleine Anfrage)

Sachverhalt

Boule ist ein niedrigschwelliger Sport, den Menschen aller Altersgruppen ausüben können. Öffentliche Bouleplätze fördern Bewegung, Begegnung im Stadtteil und Gesundheitsvorsorge. Sie sind ohne hohe Kosten oder Hürden nutzbar.

Wandsbek ist mit rund 457.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der bevölkerungsreichste Bezirk Hamburgs und verfügt über zahlreiche Grün- und Parkanlagen. Ein vollständiger Überblick darüber, wo es im Bezirk öffentliche Bouleplätze gibt und in welchem Zustand sich diese befinden, liegt bislang nicht vor.

In der Antwort des Senats auf die Große Anfrage zur Active-City-Strategie (Bürgerschaftsdrucksache 22/17378) konnten für den Bezirk Wandsbek keine Angaben zur Anzahl der öffentlichen Boccia- und Boulebahnen gemacht werden, während für andere Bezirke entsprechende Zahlen vorlagen.

Im Bezirk Eimsbüttel wurden fünf öffentliche Bouleplätze im Verwaltungsvermögen des dortigen Fachamtes Management des öffentlichen Raums erfasst. Nach Angaben des Bezirksamtes liegen die Investitionskosten für eine neue Anlage mit zwei Bahnen bei rund 45.000 Euro (Drs. der Bezirksversammlung Eimsbüttel 22-2605).

Auch in Wandsbek gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Initiativen zur Schaffung zusätzlicher Bouleplätze. So war im Rahmen der Sanierung des Oldenfelder Bürgerparks die Anlage einer Boulebahn vorgesehen (Bürgerschaftsdrucksache 22/7095). Weitere Initiativen betreffen unter anderem die Wandseterrassen sowie den Katthorstpark und den Ohlendorff'schen Park in Volksdorf. Der CDU-Antrag zur Prüfung eines Bouleplatzes im Katthorstpark (Drs. der Bezirksversammlung Wandsbek 22-2502) wurde jedoch am 6. November 2025 im Regionalausschuss Walddörfer abgelehnt.

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt Wandsbek:

  1. Wie viele öffentlich zugängliche Bouleplätze befinden sich nach Kenntnis des Bezirksamtes im Bezirk Wandsbek? Bitte nach Stadtteil, Standort, Anzahl und Größe der Bahnen, Baujahr, Zustand und zuständiger Stelle für die Unterhaltung aufschlüsseln.
  1. In welchen Stadtteilen sind dem Bezirksamt keine öffentlich zugänglichen Bouleplätze bekannt?
  1. Welche privaten oder vereinsgetragenen Bouleanlagen, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sind, sind dem Bezirksamt bekannt?
  1. Welche Erkenntnisse liegen dem Bezirksamt über die Nutzung und Auslastung der bestehenden öffentlichen Bouleplätze vor? Sind Beschwerden über deren Zustand oder Nutzung bekannt?
  1. Welche Anfragen oder Anregungen aus der Bevölkerung, von Bürgerinitiativen oder Vereinen zur Errichtung oder Erweiterung öffentlicher Bouleplätze sind in den vergangenen fünf Jahren beim Bezirksamt eingegangen? Wie wurde damit jeweils umgegangen?
  1. Welche Standorte für neue Bouleplätze oder die Erweiterung bestehender Anlagen werden derzeit vom Bezirksamt geprüft oder geplant? Wie ist der jeweilige Sachstand?
  1. Welche geeigneten Standorte für die Einrichtung eines öffentlichen Bouleplatzes in Volksdorf sind dem Bezirksamt bekannt?
  1. Wie ist der Sachstand hinsichtlich der möglichen Einrichtung einer Boulebahn auf den Wandseterrassen (Drs. der Bezirksversammlung Wandsbek 22-1818.1 und 22-2289)? Wurde der entsprechende Planungsauftrag inzwischen in das Arbeitsprogramm des Bezirksamtes aufgenommen?
  1. Mit welchen Investitionskosten rechnet das Bezirksamt für die Errichtung eines öffentlichen Bouleplatzes mit zwei Bahnen beziehungsweise die Erweiterung einer bestehenden Anlage um eine Bahn? Welche jährlichen Unterhaltungskosten sind zu erwarten?
  1. Welche bezirklichen Finanzierungsmöglichkeiten bestehen für die Errichtung oder Erweiterung öffentlicher Bouleplätze? Wurden hierfür in den vergangenen fünf Jahren Fördermittel beantragt oder bewilligt? Falls ja, für welche Vorhaben und in welcher Höhe?
  1. Wurde die im Rahmen der Sanierung des Oldenfelder Bürgerparks (Hanni-Schult-Park) vorgesehene Boulebahn hergestellt? Falls ja, wann wurde sie fertiggestellt und in welchem Zustand befindet sie sich nach Kenntnis des Bezirksamtes?
  1. Verfügt das Bezirksamt inzwischen über eine vollständige Erfassung der öffentlichen Bouleplätze in seinem Zuständigkeitsbereich? Falls nein, welche Angaben fehlen?
  1. Inwieweit sind die vom Bezirksamt betreuten öffentlichen Bouleplätze barrierearm erreichbar und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet? Besteht aus Sicht des Bezirksamtes Verbesserungsbedarf?
  1. Welche Kooperationen mit Senioreneinrichtungen, Stadtteilzentren, Sportvereinen oder anderen Einrichtungen zur Nutzung oder Betreuung öffentlicher Bouleplätze sind dem Bezirksamt bekannt?
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