Öffentliche Bouleplätze im Bezirk Eimsbüttel weiterentwickeln
Boule ist ein niedrigschwelliger Sport, der von Menschen aller Altersgruppen genutzt werden kann. Öffentliche Bouleplätze fördern Bewegung, Begegnung im Stadtteil und die Gesundheitsvorsorge und sind ohne hohe Kosten oder Hürden nutzbar.
Aus der Antwort des Bezirksamts Eimsbüttel auf die Kleine Anfrage „Öffentliche Bouleplätze im Bezirk Eimsbüttel“ (Drs. 22-219) geht hervor, dass sich im Verwaltungsvermögen des Fachamts Management des öffentlichen Raums (MR) derzeit fünf öffentlich zugängliche Bouleplätze befinden. Diese liegen in den Stadtteilen Eidelstedt (Spielplatz
Halstenbeker Weg), Stellingen (Stadtpark Eimsbüttel, Hagenbeckstraße/Högenstraße), Eimsbüttel (Parkanlage Bei der Apostelkirche/Hellkamp und Lindenpark, Amandastraße/Bellealliancestraße) sowie Schnelsen (Dorothea Buck Park, Jungborn). Weitere Stadtteile sind bisher nicht versorgt. Neue Bouleplätze würden nach Angaben des Bezirksamts Investitionskosten von rund 45.000 Euro für zwei Bahnen verursachen.
Auf Grundlage des Beschlusses der Bezirksversammlung vom 30.01.2026 (Drs. 22-0558 „Aufwertung für den Voßbarg in Niendorf Nord“) hat das Fachamt MR einen möglichen Standort für einen neuen Bouleplatz in der Parkanlage Jütenweg/Reinhold Meyer Straße in Niendorf Nord identifiziert. Die Finanzierung ist bislang nicht gesichert.
Aus der Einwohnerschaft liegt ein Vorschlag des Bürgers Torsten Weisheit als Sprecher einer Bürgerinitiative vor, im Park am Kaifu Ufer (Isebekpark) im Zuge der laufenden Wiederherstellung der Flächen einen Bouleplatz einzurichten. Vorgeschlagen ist insbesondere die Fläche zwischen den beiden Brücken am Isebekkanal neben dem „Platz der Bücherverbrennung“. Nach Einschätzung der Initiative ist die Bodenfläche bereits gut geeignet und mit einfachen Maßnahmen nutzbar zu machen.
Zugleich wird die Bouleanlage in der Parkanlage Bei der Apostelkirche/Hellkamp intensiv genutzt, so dass dort aus Sicht der Antragstellenden der Bedarf nach mindestens einer zusätzlichen Boulebahn besteht. Aus dem Kreis aktiver Boulespielerinnen und -spieler besteht außerdem der Wunsch, Ligaspiele im Bezirk Eimsbüttel auszutragen. Nach Empfehlungen der Pétanque Verbände werden hierfür an einem Standort in der Regel mindestens sechs wettkampftaugliche Bahnen als sinnvoller Mindestumfang angesehen. Eine entsprechend ausgestattete Anlage gibt es im Bezirk bisher nicht.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine gezielte Weiterentwicklung der Boule-Infrastruktur im Bezirk Eimsbüttel angezeigt.
Der Bezirksamtsleiter wird gebeten in Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern zu prüfen,
Matthias Blenski und CDU-Fraktion
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