Es werden keine Ergänzungen oder Änderungswünsche vorgetragen. Die Tagesordnung wird festgestellt.
Nach einleitenden Worten von Herrn Wehmeyer berichten Vertreter der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) mit einer Präsentation (s. Anlage zu Drucksache 22-1159) ergänzend zur vorliegenden Stellungnahme.
Der Bericht beinhaltet
Wesentliche Punkte des Berichtes:
Folgend informiert Herr Rutschewski über PV-Anlagenbei öffentlichen Gebäuden im Bezirk, die im Verwaltungsvermögen des Bezirksamtes liegen.
Folgend informiert er über Dachflächen weiterer Gebäude in Verwaltung des Bezirksamtes und deren Strategie für die Installation von PV-Anlagen.
PV-Strategie
Abschließend berichten die Vertreter der BUKEA zur PV-Strategie, mit der sich der Senat durch Beschluss im Oktober 2025 ein neues Ziel gesetzt habe, um den Photovoltaikausbau voranzutreiben. Mit der Strategie sei ein Ausbaukorridor geschlossen worden, der für die nächsten Jahre verfolgt werde. Bis 2035 solle die erreichte Gesamtleistung zwischen 1 bis 1,5 GWp betragen.
Unter Federführung der BUKEA finde fortan ein enger Austausch zwischen den relevanten Stakeholdern in den verschiedenen Themenbereichen statt.
In der anschließenden Diskussion werden insbesondere folgende Punkte angesprochen:
Der Antrag wird für erledigt erklärt.
Siehe Ausführungen zu Drucksache 22-1159.
Siehe Ausführungen zu Drs. 22-1159.
Der Antrag wird für erledigt erklärt.
Bericht Arbeitsstand Klimaanpassungskonzept
Herr Wehmeyer weist einleitend darauf hin, dass der Bericht über den Arbeitsstand des Klimaanpassungskonzeptes (KLAK) heute noch unter der Überschrift des IKK stehe. Da die Klimaanpassung aber auf gleicher Ebene mit dem IKK stehe, werde spätestens mit Fertigstellung des KLAK mit eigenständigem Tagesordnungspunkt dazu berichtet.
Ein Vertreter der bgmr Landschaftsarchitekten GmbH informiert anhand einer Präsentation (s. Anlage zu Drucksache 21-0557.14) über den Arbeitsstand des KLAK. Er stellt die gesamte Analyse und die Hotspots vor, gibt einen Ausblick in die Strategie und die sich daraus abzuleitenden Maßnahmen mit deren Auswirkungen und Effekten. Abschließend gibt er einen Einblick in die Beteiligung.
Nach dem Bericht werden insbesondere folgende Punkte angesprochen:
Vorstellung des energetischen Quartierskonzeptes Heimfeld-Eißendorf (Präsentation siehe Anlage zu Drs. 22-0557.14)
Ein Vertreter von ZEBAU (Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH) informiert, das energetische Quartierskonzept Heimfeld-Eißendorf sei in einer Arbeitsgemeinschaft zusammen mit Averdung Ingenieure & Berater GmbH bearbeitet worden, die heute zum Wärmeteil berichten werden.
Das Quartier wurde hinsichtlich der Sanierungspotenziale der Gebäude betrachtet.Zudem wurde untersucht, wie sich die Potentiale für eine leitungsgebundene Wärmeversorgung in diesem Bereich darstellen. Die Ergebnisse werden heute vorgestellt.
Der Quartiersansatz
Grundsätzlich seien räumliche Fragen immer auch integral zu betrachten. Das heißt, die Themen Klimaanpassung, Mobilität, Wärmenetze, Biodiversität und auch Gebäudemodernisierung sollten gemeinsam gedacht und geplant werden, um beispielsweise Straßenräume nicht mehrmals zu öffnen.Dies sei der Quartiersansatz, der hier durch die KfW gefördert werde.
Auftraggeber für dieses Projekt seien die BUKEA und das Bezirksamt Harburg. Die lokalen Akteure vor Ort, die TUHH und die Wohnungswirtschaft waren intensiv in das Projekt einbezogen.
Der Zeitstrahl habe vor einem Jahr begonnen und ende in Kürze.
Es werden kurzdie einzelnen Arbeitsschritte für die Erstellung einer Grundlage erläutert, um die Potenziale für eine leitungsgebundenen Wärmeversorgung in dem Quartier erheben zu können.
Eine Vertreterin von Averdung Ingenieure & Berater GmbH berichtet nachfolgend über die netzgebundene Energieversorgung in dem Quartier. Sie informiert mit Karten (s. auch Präsentation, Folien15 – 25) über die durchgeführten Untersuchungen, welche Wärmenetzversorgung technisch und wirtschaftlich dort möglich sei.
Haupterkenntnisse
- Es könnten konkurrenzfähige Wärmepreise erzielt werden
- CO2 -Emissionen können zukünftig aufgrund der vorgeschlagenen Maßnahmen sinken
- Durch die Nutzung von Potentialflächen außerhalb des Quartiers könnten Flächenkonkurrenzen innerhalb des Quartiers reduziert und Abhängigkeiten von Brennstoffen verringert werden
- Durch den Bezug von Abwärme könnten die Wärmepreise gesenkt werden
- Synergien mit dem Bau anderer Trassen sollten zentral koordiniert werden (Glasfaser, Stromnetz, etc.)
Herr Rutschewski führt auf Nachfrage aus, die Konzepte würde in der Absicht erstellt, dass man in die Umsetzung komme. Er halte es für sehr wichtig, dass die Akteure dieses Quartiers zusammenkommen, um das Projekt gemeinsam anzugehen. Die Verwaltung wolle in deren Sinne die wirtschaftlichen und technischen Synergien heben und ein gemeinschaftliches großes Wärmenetz aufbauen, wo dann alle von profitieren.Dieses Konzept seidabei sehr hilfreich, weil das Bezirksamtu.a. die Partner an einen Tisch bringe. Zum anderen sei die Verwaltung auch mit den Wärmeversorgern im Gespräch und mache mit dem Konzept dort Werbung, sich zu beteiligen. Das schwierigste Themaseijedoch die Flächenverfügbarkeit, insbesondere in dieser hochverdichteten Lage.Deshalb seien die Kolleginnen auf der Suche nach Flächen und führten dazu mit unterschiedlichsten Institutionen Gespräche.
Im Anschluss an die Berichte werden Fragen wie folgt beantwortet:
- Es gebe in dem Quartier einzelne kleine Nahwärmenetze, aber der Großteil eines Wärmenetzes müsste neu gelegt werden. Deshalb sei dieses Gebiet auch ausgewählt worden, weil vorab ein hoher Wärmebedarf prognostiziert wurde, es bisher aber keine durchgehende Wärmenetzinfrastruktur gebe.
- In Arbeitsgruppen sei die Formulierung der Ausschreibungsmodalitäten, wie z.B. der Korridor für CO2-Emissionen, Preisstruktur, intensiv diskutiert worden, um eine Förderung zu erhalten. Der Wohnungswirtschaft sei sicherlich daran gelegen, eine möglichst langfristig sichere Preisstruktur und Kostentransparenz zu gewährleisten. Allerdings stehe der Prozess noch ganz am Anfang. Ebenso wichtig sei weiter zu sensibilisieren, dass die Gebäudebestände auch energetisch ertüchtigt werden.
Anschließend folgt der regelhafte Bericht zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes im Bezirk Harburg (Präsentation s. Anlage zu Drucksache 21-0557.14).
Herr Rutschewski stellt zunächst die Kolleginnen des Klimateams und deren Tätigkeitsbereiche vor. Folgend informieren die Kolleginnen kurz über die einzelnen Projekte:
- Energiekonzept Binnenhafen (Eine Broschüre zum Thema lag während der Sitzung aus und konnte bei Interesse mitgenommen werden.): Das Konzept sei abgeschlossen und der Endbericht werden aktuell vom Klimateam geprüft. Zum weiteren Vorgehen sei das Gespräch mit den Energieversorgern vorgesehen. Für die Bereiche des Binnenhafens, wo Potential für Wärmenetze gesehen wurde, solle gemeinsam überlegt werden, ob dort von Seiten der Energieversorger Interesse besteht ein Projekt zu initiieren. Parallel werde in der Begleitgruppe Binnenhafen weiter über den aktuellen Stand informiert.
- Energetisches Quartierskonzept Heimfeld-Eißendorf: Das Konzept wurde dem Ausschuss bereits vorgestellt und stehe jetzt kurz vor der Finalisierung. Am 29. April 2026 finde die öffentliche Abschlussveranstaltung in der TUHH ab 18 Uhr statt. Dort werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit nochmal präsentiert und in den Kontext der kommunalen Wärmeplanung gesetzt. Außerdem bemühe man sich als Bezirksamt für die Beantragung eines Sanierungsmanagements über Bundesfördermittel, um dann die Umsetzung des Konzeptes auch zu begleiten und zu koordinieren.
- Integriertes Klimaschutzkonzept Harburg: Eine Zuwendung für die Fortsetzung der Umsetzung des IKK wurde bei der ZUG gGmbH beantragt und bis zum 31.01.2028 bewilligt. Alle sechs Handlungsfelder (Klimafreundliches Bezirksamt, Stadtentwicklung, Energie, Mobilität, Wirtschaft und Kommunikation/Vernetzung) werden vom Klimateam bearbeitet.
- Klimaschutz – Erneuerbare Energien: Die Beratungskampagne „Abwärmepotenziale nutzen“ und die „PV- Beratungskampagne Gewerbe“ seien bereits abgeschlossen. Aktuell laufe die „Informations- und Beratungskampagne PV“ in allen Bezirken. Hier wurde aktiv geschaut, wie ergänzend zu der Solarpflicht für Neubauten auch die Installation von PV-Anlagen an Bestandsgebäuden, hier insbesondere die Fassaden und Balkone, befördert werden könnte.
- Energetische Stadtplanung: Schwerpunkt sei die Wärmeplanung für ganz Hamburg (s. auch Bericht der BUKEA zur Hamburger Wärmeplanung in der Sondersitzung am 24.03.2026). Hier werde insbesondere bei der Thematik des Flächenbedarfs eine besondere Herausforderung gesehen.
- Klimafolgenanpassung (KLAK): Ergänzend zu dem heutigen Bericht wird nochmal hervorgehoben, dass mit dem KLAK ein strategischer Leitfaden geschaffen werden solle, damit das Thema Klimaanpassung in jedem Projekt von Anfang an mitgedacht und auch platziert werde. Damit dies gelinge, werde primär an der Entwicklung einer Verstetigungsstrategie und eines Controllingkonzeptes gearbeitet.
- Entsiegelungsmanagement: Derzeit werde ein umsetzungsorientiertes Entsiegelungskonzept für den gesamten Bezirk erarbeitet, mit dem systematisch entsiegelte Potenziale identifiziert, geeignete Flächen bewertet und daraus dann prioritäre Reaktionen abgeleitet werden können. Darauf aufbauend sollen konkrete Maßnahmen und Pilotprojekte entwickelt werden, insbesondere für Straßenräume und Plätze, um eine tragfähige Überführung in die Umsetzung zu ermöglichen. Perspektivisch sei vorgesehen, Entsiegelung systematisch in zukünftige Planungen zu integrieren und eng mit der Klimaanpassung zu verzahnen.
- Mobilität: 2024 wurde das Mobilitätskonzept Heimfeld-Eißendorf abgeschlossen. Eine zentrale Maßnahme in dem Konzept sei die Prüfung einer Umgestaltung des Heimfelder Platzes gewesen. Die durchgeführte verkehrstechnische Untersuchung stehe jetzt kurz vor dem Abschluss und die Ergebnisse sollen dem zuständigen Ausschuss der BV dann alsbald präsentiert werden. Zum Thema Quartiersgarage bei der TUHH habe sich herausgestellt, dass die bauliche Sanierung deutlicher umfangreicher ausfalle als erwartet. Im Laufe dieses Jahres werde eine differenzierte Kostendarstellung erarbeitet, die dann Implikationen für eine mögliche Öffnung der Garage mit sich bringe. Die Ergebnisse werden im Spätsommer dieses Jahrs erwartet, um dann hoffentlich mit der Maßnahme fortfahren zu können. Zum Thema Parkraummanagement sei die Verwaltung weiter in Gesprächen und prüfe eine Umsetzung.
Der Ausschuss nimmt Kenntnis.
Der Ausschuss stimmt dem Antrag mit der nachfolgenden Änderung des Petitums einstimmig (bei Enthaltung FDP und AfD) zu. Außerdem treten die SPD,GRÜNE und Die Linke Harburg dem Antrag bei.
„Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Harburg beschließen:
Die Bezirksversammlung Harburg erkennt die Mit-Verantwortung beim Erreichen der Klimaneutralität an.
Nötige frühzeitigere Planungs- und Implementierungsschritte, sollen sozial gerecht und ökologisch, sowie wirtschaftlich und finanziell ausgewogen gestaltet werden.
Die Bezirksverwaltung wird gebeten auf die Realisierung des Harburger Klimaschutzkonzepts und Veränderungen im Zuge ambitionierterer Klimaziele einzugehen.
Es sollen außerdem Realisierungsvorschläge zu den folgenden Punkten erarbeitet werden und im Rahmen der Zuständigkeit folgende Ansätze bewegt, sowie regelmäßig im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz berichten werden:
1. Dauerhafte grünflächenschonende Flächenumwidmung zugunsten des Umweltverbunds,
insbesondere die Attraktivierung des Bus-, Rad- und Fußverkehrs.
2. Tempo-30, das Schwammstadtkonzept, und die “Stadt der kurzen Wege” als direkter und kostengünstiger Emissionshebel.“
3. Elektrifizierung über einen proaktiven Ladeinfrastrukturausbau.
4. Lokale Energiekonzepte und Bürger*innen-Empowerment zur Förderung
nachhaltiger, dezentraler Energieversorgung mit flankierenden Informations-
und Bildungsangeboten.
5. Nachverdichtung und B-Plan-Anpassung für weniger Neuversiegelung,
Entsiegelung und Sanierung des Gebäudebestands (Smarte Lösungen) sowie Entsiegelung von Plätzen und, wo möglich, Gehwegen.
6. Zentrale Steuerung und ein jährliches CO 2 -Monitoring (Governance).
7. Emissionsreduktionsstrategie in Kooperation mit dem Hamburger Gewerbe bzw. Industrie.
8. Begrünung des öffentlichen Raums, z.B. durch Pflanzenkübel oder begrünte Fassaden und Dächer.“
Die Bezirksversammlung wird um Nachvollziehung gebeten.
Der Antrag wird mit der vorliegenden Stellungnahme für erledigt erklärt.
Siehe Ausführungen zu Drs. 22-1324.
Der Antrag wird für erledigt erklärt.
Es liegt nichts vor.
Es werden keine Themen angesprochen.