Stellungnahme zum Antrag Fraktion Die Linke betr.: Information, Beratung und Herdenschutz in Harburg stärken
Letzte Beratung: 24.03.2026 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 5.1
In der Region rund um Harburg, besonders im Bereich Süderelbe und Richtung Niedersachsen, kommt es zunehmend zu Wolfsbewegungen. Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart. Gleichzeitig gibt es im Bezirk auch Flächen mit Weidetierhaltung, sowie viele Menschen, die die dortige Natur und Landschaft zur Erholung nutzen. Daraus ergeben sich Fragen zu Aufklärung und Umgang mit dem Wolf.
Weidetierhalter*innen benötigen verlässliche Informationen und Unterstützung beim Herdenschutz. Auch viele Bürger*innen wünschen sich eine sachliche Orientierung, um Unsicherheiten zu reduzieren. Durch klare Beratung, gute Information und eine Zusammenarbeit mit bestehenden Strukturen in Niedersachsen, können Konflikte vermieden und ein verantwortungsvolles Zusammenleben ermöglicht werden.
1. Das Bezirksamt Harburg wird gebeten, gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden ein regionales Beratungsangebot aufzubauen oder sich an bestehenden Netzwerken zu beteiligen, welches bei Monitoring, Beratung und Schadensfällen unterstützt.
2. Das Bezirksamt Harburg wird gebeten, den fachlichen Austausch mit den zuständigen Stellen in Niedersachsen zu vertiefen um Erfahrungen, Monitoringdaten und Abläufe bei Begutachtungen nutzen zu können.
3. Das Bezirksamt Harburg informiert Weidetierhalter*innen im Bezirk aktiv und leicht zugänglich über Fördermöglichkeiten zum Herdenschutz, sowie über Beratungsangebote und Anlaufstellen.
4. Für die Öffentlichkeit im Bezirk Harburg wird ein verständliches Informationsangebot erstellt. Dieses soll Grundlagenwissen zum Verhalten von Wölfen, Hinweise zum richtigen Umgang mit ihnen und Möglichkeiten des Herdenschutzes vermitteln. Dies kann zum Beispiel über Informationsveranstaltungen und über digitale Angebote erfolgen.
5. Das Bezirksamt Harburg berichtet im Herbst 2026, sowie anschließend nach Bedarf, im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz über Erfahrungen, Entwicklungen und durchgeführte Maßnahmen. Hier soll auch eine Statistik über bisherige Wolfssichtungen und Nachweise durch Risse, Losung oder sonstige Spuren vorgestellt werden. Dafür sollen auch Daten der BUKEA und der Polizei herangezogen werden.
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
DER VORSITZENDE
23. Februar 2026
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Die BUKEA hat bereits ein Beratungsangebot mit 7 ausgebildeten Wolfsbetreuer*innen in enger Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Wolfsmanagement. Die Wolfsbetreuer*innen führen das Monitoring durch und beraten bei Wolfsbegegnungen, Wolfsrissen und beim Herdenschutz. Sie sind rund um die Uhr über das Nottelefon (in Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein) erreichbar. Die Wolfsbetreuer nehmen regelmäßig an Schulungen teil und sind bundesweit vernetzt. Ein zusätzliches Angebot ist nicht erforderlich.
Das Wolfsmanagement der BUKEA (Wolfsbetreuer*innen) sind bereits in engem Austausch mit den zuständigen Stellen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie bundesweit. Die dortigen Erfahrungen fließen in die Beratungen mit ein. Das Monitoring erfolgt nach bundesweiten Standards.
Die Wolfsbetreuer*innen der BUKEA informieren und beraten vor Ort, per Telefon und E-Mail sowie über die Webseite Der Wolf kehrt zurück - hamburg.de
Ein solches Angebot existiert bereits über die Webseite Der Wolf kehrt zurück - hamburg.de
im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz über Erfahrungen, Entwicklungen und durchgeführte Maßnahmen. Hier soll auch eine Statistik über bisherige
Wolfssichtungen und Nachweise durch Risse, Losung oder sonstige Spuren vorgestellt.
Die Statistik kann hier tagesaktuell eingesehen werden: Der Wolf kehrt zurück - hamburg.de
Wenn gewünscht, kann seitens der BUKEA im Ausschuss berichtet werden.
gez. Böhm f.d.R.
Hille
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