22-1159.01

Stellungnahme zum Ersetzungsantrag der Volt Fraktion Drs.Nr.: 11-1090 Stand der Nutzung von Solarenergie auf Dächern im Bezirk Harburg

Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG

Letzte Beratung: 21.04.2026 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 2.1

Sachverhalt

bleibt wie gehabt

Petitum/Beschluss

Änderung des ersten Satzes des Petitums.

Die zuständige Fachbehörde BUKEA und die Harburger Verwaltung (soweit zuständig) werden gebeten, der Bezirksversammlung Harburg einen Bericht im zuständigen Fachausschuss KUV vorzulegen, der insbesondere folgende Punkte enthält:

Rest bleibt wie gehabt.

BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG

DER VORSITZENDE

23. Februar 2026

Die Behörder Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:

Der Hamburger Senat hat im Oktober 2025 die Photovoltaikstrategie (PV-Strategie) beschlossen. Diese ist ein klares Bekenntnis des Senats zum beschleunigten Ausbau von PV mit dem Ziel: Kräfte bündeln, koordiniertes Vorgehen ermöglichen[1]. Die Erstellung eines entsprechenden umfassenden Berichtes ist aus Sicht der BUKEA nicht realisierbar und wäre aufgrund der nachfolgenden Ausführungen beim Bezirksamt Harburg zu verorten.

Zu den einzelnen Petita der Drs. 22-1090 und 22-1159:

1. Bestandsaufnahme öffentlicher Solaranlagen

  • Angaben zum durchschnittlichen Einspeisepotenzial und Eigenverbrauchsanteil.
  • Laufende oder geplante Erweiterungen bzw. Neubauprojekte. Anzahl und Gesamtleistung der auf Gebäuden des Bezirks installierten Photovoltaik- und Solarthermieanlagen (nach Gebäudeart, ggf. Standortgruppen).

Die Informationen zum Einspeisepotenzial und dem Eigenverbrauchsanteilr öffentliche bestehende Gebäude liegen bei den Gebäudeverantwortlichen im Bezirk (Gebäudeverantwortliche). Gleiches gilt für laufende oder geplante Erweiterungen bzw. Neubauprojekte und bestehende PV- und Solarthermieanlagen.

Die konkrete Beantwortung der Fragen bzgl. des Bestandes kann durch das Bezirksamt erfolgen.

2. Bestandsaufnahme privater Solaranlagen

  • Übersicht über die im Bezirk gemeldeten privaten PV- und Solarthermieanlagen (nach statistischer Auswertung der Netzbetreiber bzw. der Bundesnetz-agentur).
  • Gesamtleistung und geschätztes Einspeisepotenzial.
  • Zeitliche Entwicklung (Zubau der letzten fünf Jahre).

Eine Übersicht über alle (u.a. nach Postleitzahlen) gemeldeten Anlagen ist über die Abfrage des Marktstammdatenregisters[2]glich. Die Daten sind öffentlich zugänglich, enthalten jedoch größtenteils keine Ortsangaben, sodass nur (ggf. nach Postleitzahlen) aggregierte Zahlen ermittelt werden können. Eine zeitliche Entwicklung des Zubaus ist grundsätzlich möglich.

3. Monitoring und Datenmanagement

  • Gibt es im Bezirksamt oder auf Landesebene ein Monitoring- oder Datenerfassungssystem zur Nutzung von Solarenergie?
  • Inwieweit werden Daten aus dem Marktstammdatenregister oder anderen Quellen bereits für bezirkliche Klimaplanung verwendet?

Auf Landesebene fragt die BUKEA die Bezirksämter regelmäßig bzgl. der Nutzung von PV auf eigenen Liegenschaften ab. Eine vollständige Übersicht über alle städtischen PV-Anlagen ist derzeit im Aufbau. Für das Berichtsjahr 2026 werden die steuerungsrelevanten Daten für Gebäude in der Nutzung der erweiterten Kernverwaltung (inkl. Landesbetriebe) voraussichtlich selbst durch die Datenverantwortlichen (Behörden, Landesbetriebe) im zentralen Immobilienkataster der Behörde für Finanzen und Bezirke (ImmobilienPort.HH) gepflegt und Anfang 2027 abgefragt. Zu den steuerungsrelevanten Daten zählen auch jene zum PV-Ausbau.

Informationen über bezirkliche PV-Anlagen liegen nach Kenntnisstand der BUKEA im Bezirk selbst vor.

r einen Gesamtüberblick nutzt die BUKEA das Marktstammdatenregister, welches jedoch nicht zwischen privaten und öffentlichen Gebäuden unterscheidet.

Die Daten zur konkreten Beantwortung der Fragen liegt im Bezirksamt Harburg vor bzw. können durch dieses ermittelt werden.

4. Potenzialanalyse und Handlungsempfehlungen

  • Einschätzung, welches ungenutzte Potenzial auf öffentlichen und privaten Dachflächen im Bezirk besteht.
  • Vorschläge, wie der Bezirk den weiteren Ausbau gezielt unterstützen könnte (z.B. Informationskampagnen, Förderprogramme, Pilotprojekte, Kooperationen mit Energiegenossenschaften).

Die BUKEA setzt derzeit die Beauftragung einer Potentialanalyse für öffentliche Gebäude[3] auf. Ergebnisse werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet. Die bereits seit 2023 vorliegende Solarpotenzialstudie des Cluster Erneuerbarer Energien zeigt eindeutig, dass die Potenziale in Hamburg bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind[4].

Vorschläge, wie der Bezirk (im Rahmen seiner Möglichkeiten) den Ausbau gezielt unterstützen kann, kann nur im Bezirk beantwortet werden. Die BUKEA ist aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt mit den Bezirken im direkten Austausch, da eine enge Zusammenarbeit, insb. im Rahmen der Umsetzung der PV-Strategie nicht nur wünschenswert, sondern nach Auffassung der BUKEA auch notwendig ist.

Fazit:

Der PV-Ausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch das Zusammenwirken verschiedener Akteur:innen erfolgreich umgesetzt werden kann. Fachbehörden, Bezirksämter, öffentliche und private Unternehmen, Verbände und Bürger:innen sind gleichermaßen gefragt, sich aktiv einzubringen.

Im Rahmen der PV-Strategie wird eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk und der BUKEA verfolgt.

Die Federführung zur Erstellung des Berichts liegt aus Sicht der BUKEA beim Bezirksamt Harburg. Sobald der BUKEA Daten über die Potenziale öffentlicher Gebäude zur Verfügung stehen, werden diese selbstverständlich an das Bezirksamt weiter gereicht. Ebenso steht die BUKEA jederzeit für einen fachlichen Austausch zur Verfügung.

gez. Böhm f.d.R.

Hille

Bera­tungs­reihen­folge
Lokalisation Beta
Bahn-Landwirtschaft Bezirk Hamburg e.V.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.