Stellungnahme zum gemeinsamen Antrag SPD - GRÜNE betr. Quartiersbus Marmstorf - Langenbek prüfen!
Letzte Beratung: 14.04.2020 Hauptausschuss Ö 3.9
In Marmstorf liegt südöstlich des Dorfkerns ein Siedlungsbereich (Hitzenbergen / Garbersweg), der sehr lange Wege zu einer Bushaltestelle (bis zu 1,4 km) aufweist. Auch in Langenbek werden die Fußwege weit, wenn man nicht in der Nähe der Winsener Straße oder Gordonstraße wohnt. Dies gilt auch für Menschen, denen das Laufen schwer fällt, wie beispielsweise Bewohner und Bewohnerinnen des Altenheims am Frankenberg. Da die vorhandenen Straßen oft nicht so breit sind bzw. auch von Pkw zugeparkt sind, wäre dort der Einsatz von normalen HHA-Bussen nur schlecht möglich. Auch muss die Nachfrage als nicht so groß eingeschätzt werden. vor dem Hintergrund sollte der HVV prüfen, ob ein Quartiersbus (für bis zu 35 Fahrgäste) eingerichtet werden kann.
Die Bezirksversammlung möge beschließen
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung und die Bezirksverwaltung werden gebeten, sich bei der BWVI und dem HVV dafür einzusetzen, dass die Einrichtung einer Kleinbuslinie (als Quartiersbus) zwischen Marmstorf, Hülsenstieg – Up den Wiemen – Am Frankenberg – Buchholzer Weg – Herbert-Thörl-Weg geprüft wird.
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende
30.03.2020
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Bei den genannten Bereichen in Marmstorf und Langenbek handelt es sich um Bereiche mit lockerer Wohnbebauung, die Erschließungsdefizite (weite Fußwegeentfernung zur nächsten Haltestelle) aufweisen. Ausschlaggebend dafür ist die derzeit nicht gegebene Befahrbarkeit der Straßen mit Linienbussen.
Im Zuge des Hamburg-Taktes sind für die Bereiche Buchholzer Weg, westlicher Rönneburger Kirchweg und der Straße Am Frankenberg zukünftig Angebote mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorgesehen. In diesen Abschnitten ist geplant, StadtBus-Linien einzusetzen. Diese Überlegungen sind aber vorbehaltlich einer genaueren Prüfung auf Befahrbarkeit der Straßenzüge sowie betrieblicher Umsetzbarkeit.
Bei dem östlichen Abschnitt des Rönneburger Kirchwegs bis Herbert-Thörl-Weg sowie dem Siedlungsbereich (Hitzenbergen / Garbersweg) handelt es sich um entferntere, dünner besiedelte Bereiche, für die zurzeit keine Busanbindung vorgesehen ist. Diese Gebiete können sich aber zur Erschließung durch flexible Bedienformen eignen.
Sowohl Quartierbuslinien mit kleineren Fahrzeugen als auch On-Demand-Angebote zur Ergänzung des Linienverkehrs befinden sich aktuell in der Erprobung. Über die weitere Ausgestaltung dieser Angebotsformen wird im Zuge der Weiterentwicklung des Hamburg-Taktes, mit der Zielperspektive 2030 auf Basis der durch die Pilotlinien und -angebote gewonnenen Erkenntnisse, zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die weiteren Entwicklungen im öffentlichen Nahverkehr im Bezirk Harburg stehen zudem alle unter dem Vorbehalt, dass die Infrastruktur in zentralen Bereichen Harburgs sowie die Busanlage am Bahnhof Harburg ausgebaut wird, um zusätzlich verkehrende Linien und Fahrzeuge aufnehmen zu können.
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gez. Heimath
f.d.R.
Riechers
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