22-0942.01

Antwort auf Kleine Anfrage nach § 24 BezVG Fraktion Die Linke betr.: Jugendsprechstunden der Bezirksamtsleitung

Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes

Letzte Beratung: 14.10.2025 Hauptausschuss Ö 4.9

Sachverhalt

Das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung ist in Artikel 12 der UN- Kinderrechtskonvention festgeschrieben und im §8 SGB VIII sowie im §33 BezVG geregelt. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, an politischen Entscheidungsprozessen, die sie und ihr Umfeld direkt betreffen, mitzuwirken. Die Partizipation junger Menschen wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv aus: Das Erleben demokratischer Prozesse und das Gefühl der Selbstwirksamkeit stärkt ihre Persönlichkeit und legt den Grundstein dafür, ein fester Teil in unserer Demokratie zu werden.

Partizipation stärkt auch die Bindung zum eigenen Stadtteil und kann dazu motivieren, selbst politisch aktiv zu werden. In Harburg gab bzw. gibt es hierzu u.a. die Jugend-Sprechstunde der Bezirksamtsleitung, bei der Kinder und Jugendliche eigene Vorschläge und Anliegen anbringen können.

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

1. Wie viele Sprechstunden wurden seit deren Einführung durchgeführt?

2. Wo fanden die Sprechstunden jeweils statt?

3. Wurden die Jugend-Sprechstunden beworben? Wenn ja, wo und wie? Wenn nicht, wieso nicht?

4. Wie viele Kinder und Jugendliche haben sich jeweils daran beteiligt?

5. Was waren die Hauptanliegen der jungen Menschen?

6. Wie viele und welche Anliegen konnten vom Bezirksamt Harburg positiv bearbeitet werden?

7. Trägt, aus Sicht des Bezirksamtes, die Kinder- und Jugendsprechstunde zu mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei? Wenn ja, wie soll dies fortgeführt werden? Wenn nicht, wieso nicht und hat das Bezirksamt andere Ideen, um die Beteiligung zu erhöhen?

8. Wird der neue Bezirksamtsleiter diese Sprechstunden fortsetzen? Wenn ja, wo und wie? Wenn nicht, wieso nicht und plant er stattdessen ähnliche oder andere Formate?


FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg

22. September 2025



Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der Fraktion DIE LINKE, Drs. 22-0942, wie folgt Stellung:

1. Wie viele Sprechstunden wurden seit deren Einführung durchgeführt?

Für Kinder- und Jugendliche wurden seit April 2022 gesonderte Termine eingerichtet. Die Anzahl wurde statistisch nicht erhoben.



2. Wo fanden die Sprechstunden jeweils statt?


Die Sprechstunden wurden überwiegend im Büro der Bezirksamtsleitung angeboten. Darüber hinaus wurde eine Sprechstunde auf Wunsch der Schülerschaft in einer Schule und eine weitere Veranstaltung unter Beteiligung der Bezirksversammlung Harburg gemeinsam mit einer Schule durchgeführt.



3. Wurden die Jugend-Sprechstunden beworben? Wenn ja, wo und wie? Wenn nicht, wieso nicht?


Die Sprechstunden wurden über SocialMedia-Kanäle, per Flyer sowie auf der Homepage des Bezirksamtes Harburg beworben.



4. Wie viele Kinder und Jugendliche haben sich jeweils daran beteiligt?


Die Anzahl wurde statistisch nicht erhoben. Neben Einzelterminen haben auch Termine mit Gruppen stattgefunden.



5. Was waren die Hauptanliegen der jungen Menschen?


Eine detaillierte Auskunft ist nicht möglich, da es sich um vertrauliche Gespräche handelt.



6. Wie viele und welche Anliegen konnten vom Bezirksamt Harburg positiv
bearbeitet werden?


Siehe Antwort zu 5.





7. Trägt, aus Sicht des Bezirksamtes, die Kinder- und Jugendsprechstunde zu
mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei? Wenn ja, wie soll dies
fortgeführt werden? Wenn nicht, wieso nicht und hat das Bezirksamt andere
Ideen, um die Beteiligung zu erhöhen?

Grundsätzlich tragen alle Angebote, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, ihre Anliegen an die Verwaltung zu adressieren, zu einer besseren Beteiligung bei. Daher ist es auch dem neuen Bezirksamtsleiter ein wichtiges Anliegen, sich direkt und persönlich mit möglichst vielen Kindern und Jugendlichen des Bezirks auszutauschen. In welcher Form dies konkret geschehen wird, ist derzeit noch nicht abschließend entschieden.

8. Wird der neue Bezirksamtsleiter diese Sprechstunden fortsetzen? Wenn ja,
wo und wie? Wenn nicht, wieso nicht und plant er stattdessen ähnliche oder
andere Formate?

Siehe Antwort zu 7.

i.V. Queckenstedt

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