22-2141

Antrag der SPD-Abgeordneten Mehmet Kizil, Benizar Kizil, Markus Sass und Dennis Wacker betr.: Fahrrad-Reparaturstationen in Harburg endlich umsetzen - vorhandene Prüfergebnisse nutzen

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Bereits mit Antrag (Drs. 21-3470) wurde die Einrichtung öffentlich zugänglicher Fahrrad-Reparaturstationen im Bezirk Harburg thematisiert. Ziel war es, geeignete Standorte zu identifizieren, die entstehenden Kosten zu ermitteln und mögliche Modelle für die Betreuung und Unterhaltung solcher Stationen zu prüfen.

In der Stellungnahme vom 31.01.2025 (Drs. 21-3470.01) hat die Bezirksverwaltung bereits mehrere Standorte benannt, an denen die Einrichtung einer Fahrrad-Reparaturstation grundsätzlich vorstellbar ist.

Hierzu zählen insbesondere:

* Denickestraße auf Höhe der Technischen Universität Hamburg: Aufgrund der vorhandenen Bike-and-Ride-Anlage, der Nähe zur Universität sowie der Anbindung an die Veloroute wird dieser Standort als geeignet angesehen. Auch der AStA der TU Hamburg hatte bereits grundsätzliches Interesse an einer solchen Station signalisiert.

* S-Bahnhof Neugraben: Auf der Nordseite des Tunneldurchgangs ist die Einrichtung einer Reparaturstation aus Sicht der Tiefbauabteilung vorstellbar.

* Quartierseingang Vogelkamp: Auch dieser Standort wurde von der Verwaltung als mögliche Fläche für eine Reparaturstation benannt.

Die Stellungnahme macht deutlich, dass die Einrichtung solcher Stationen grundsätzlich möglich erscheint. Gleichzeitig verwies die Tiefbauabteilung auf fehlende Personalkapazitäten für die weitere Standortsuche, Beschaffung und Unterhaltung, weshalb das Vorhaben seinerzeit nur mit niedriger Priorität behandelt wurde.

Seit dieser Stellungnahme sind inzwischen mehr als eineinhalb Jahre vergangen. Die bereits vorliegenden Erkenntnisse sollten daher aufgegriffen werden, um das Vorhaben nun einen konkreten Schritt voranzubringen.

Öffentlich zugängliche Fahrrad-Reparaturstationen bieten Radfahrenden die Möglichkeit, kleinere Reparaturen eigenständig und kostenlos durchzuführen. Gerade bei alltäglichen Problemen wie einem platten Reifen, einer lockeren Schraube oder einer notwendigen Einstellung am Fahrrad können solche Stationen eine praktische Unterstützung sein.

Auch für Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Menschen mit geringem Einkommen stellen sie ein niedrigschwelliges Angebot dar.

Andere Hamburger Bezirke, darunter Bergedorf und Hamburg-Nord, haben bereits entsprechende Stationen realisiert. Auf die dort gewonnenen Erfahrungen hinsichtlich Beschaffung, Kosten und Unterhaltung kann zurückgegriffen werden.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die bereits benannten Standorte nicht erneut grundsätzlich zu prüfen, sondern die notwendigen Schritte für eine tatsächliche Umsetzung einzuleiten.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Harburg möge beschließen:

Die Bezirksverwaltung wird gebeten,

1. die bereits in der Drs. 21-3470.01 als grundsätzlich geeignet beziehungsweise vorstellbar benannten Standorte an der Denickestraße auf Höhe der TU Hamburg, am S-Bahnhof Neugraben sowie am Quartierseingang Vogelkamp hinsichtlich ihrer konkreten Umsetzbarkeit abschließend zu prüfen und dabei insbesondere die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Stellen vorzunehmen;

2. auf Grundlage dieser Prüfung die Errichtung von zunächst mindestens einer öffentlich zugänglichen Fahrrad-Reparaturstation im Bezirk Harburg vorzubereiten, wobei die bereits benannten Standorte vorrangig berücksichtigt werden sollen;

3. unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus den Bezirken Bergedorf und Hamburg-Nord ein möglichst ressourcenschonendes Konzept für die regelmäßige Kontrolle, Wartung und Unterhaltung der Stationen zu entwickeln;

4. dem Ausschuss für Mobilität und Inneres über die Ergebnisse sowie einen möglichen Zeitplan für die Errichtung der ersten Fahrrad-Reparaturstation zu berichten.

Lokalisation Beta
Denickestraße

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Themen Beta

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