Vorläufige Protokollfassung, Änderungen durch Beschluss des Regionalausschusses möglich
Herr Reiffert (Vorsitzender) begrüßt die anwesenden Gäste und weist vorab darauf hin, dass die gezeigte Präsentation dem Protokoll beigefügt werde. Darin enthaltene Visualisierungen stellten jedoch lediglich Planungsstände dar und würden deshalb nicht veröffentlicht.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH), Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) und Herr Feige (Center Manager Hamburger Meile) stellen sich anschließend vor.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erläutert, dass das Unternehmen ursprünglich eine zusätzliche Veranstaltungsfläche habe schaffen wollen und dabei auf die Räumlichkeiten in der Hamburger Meile aufmerksam geworden sei. Gemeinsam mit dem Center-Management sei daraus die Idee entstanden, dort eine neue Live- und Eventlocation zu etablieren. Aufgrund der bevorstehenden Schließung des bisherigen Standorts des Docks werde nun geplant, den Namen „Docks“ übergangsweise in der Hamburger Meile fortzuführen. Ziel sei es, den traditionsreichen Veranstaltungsort mit seinem Schwerpunkt auf Live-Musik und Konzerten zu erhalten und das bestehende Veranstaltungsangebot dort fortzuführen.
Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass die Suche nach einer weiteren Veranstaltungsfläche bereits vor der aktuellen Situation begonnen habe. Hintergrund seien die wirtschaftlichen Schwierigkeiten kleinerer Veranstaltungsstätten infolge gestiegener Kosten gewesen, während größere Locations mit höheren Kapazitäten weiterhin stark nachgefragt würden. Da das Docks den bisherigen Standort spätestens zum 31.03.2027 verlassen müsse und die Markthalle die freiwerdenden Räume übernehmen solle, würde ohne Ersatz eine bedeutende Konzertbühne in Hamburg verloren gehen. Er betont, dass die Club- und Konzertkultur erhalten bleiben solle.
Weiter führt Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) aus, dass in der neuen Location ein breites Veranstaltungsangebot vorgesehen sei. Dieses umfasse unter anderem klassische Konzerte, Kinderveranstaltungen, Theateraufführungen, Charity-Veranstaltungen, Lesungen, Poetry Slams, Comedy, nationale und internationale Live-Konzerte, Auftritte von Nachwuchsbands, Firmenveranstaltungen sowie Clubveranstaltungen.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) stellt anschließend die Erfahrungen der Betreiber vor. Er sei seit mehr als 21 Jahren in der Veranstaltungsbranche tätig und habe Veranstaltungen unterschiedlichster Größenordnungen organisiert. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) berichtet ebenfalls von mehr als 27 Jahren Berufserfahrung, unter anderem als Geschäftsführer der Großen Freiheit 36 sowie seit 2023 auch des Docks. Beide verfügten gemeinsam mit ihrem Team über umfangreiche Erfahrungen im Betrieb von Konzert- und Veranstaltungsstätten.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erläutert die wesentlichen Eckdaten der geplanten Location. Diese solle eine Fläche von rund 714 Quadratmetern erhalten und - je nach Veranstaltungsformat - Platz für bis zu 945 Besucherinnen und Besucher bieten. Die Veranstaltungsstätte werde vollständig barrierefrei geplant. Als besondere Vorteile nennt er die gute Erreichbarkeit mit U-Bahn und Bus sowie die vorhandenen Parkmöglichkeiten. Darüber hinaus biete die Einbindung in die Hamburger Meile den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Einkaufen, Gastronomie und Veranstaltungsbesuch miteinander zu verbinden. Zudem könne mit dem Standort auch ein Publikum angesprochen werden, das Veranstaltungen auf der Reeperbahn bislang eher gemieden habe.
Im Anschluss erläutert Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) die bisherigen Planungen zum Gebäude. Vorgesehen seien unter anderem eine Bühne, Gastronomiebereiche, sanitäre Anlagen, Backstagebereiche sowie ein innenliegender Raucherbereich. Der Eingangsbereich solle über eine Schallschutzschleuse von der Adolph-Schönfelder-Straße aus erfolgen. Durch die Schallschutzschleuse solle der Eingangsbereich in Richtung Hamburger Straße gezogen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation betrifft den Schallschutz und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der Nachbarschaft. Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, sämtliche gesetzlichen Vorgaben zum Schall- und Immissionsschutz würden eingehalten. Hierzu befinde man sich bereits in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt. Die Schallschutzschleuse solle verhindern, dass Schall unmittelbar nach außen dringe. Warteschlangen würden in Richtung Hamburger Straße geführt, um den Vorplatz und die angrenzende Wohnbebauung möglichst wenig zu belasten.
Darüber hinaus sei vorgesehen, während der meisten Veranstaltungen keinen freien Wiedereinlass zu ermöglichen und einen innenliegenden Raucherbereich einzurichten. Dadurch solle der Publikumsverkehr im Außenbereich deutlich reduziert werden. Die Besucherinnen und Besucher würden außerdem gezielt auf bestehende Parkmöglichkeiten hingewiesen. Zusätzlich solle ausreichend Sicherheitspersonal eingesetzt werden, um den Einlass zu organisieren, den Vorplatz ruhig zu halten und nach Veranstaltungsende für einen zügigen Abfluss der Gäste zu sorgen. Auch die Sauberkeit des Umfeldes solle regelmäßig kontrolliert und sichergestellt werden.
Abschließend präsentiert Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erste Visualisierungen der geplanten Räumlichkeiten. Diese zeigten unter anderem die Schallschutzschleuse, den innenliegenden Raucherbereich, den Bühnenbereich sowie weitere Funktionsräume. Er weist darauf hin, dass es sich hierbei ausschließlich um vorläufige Planungsentwürfe handele.
Herr Reiffert (Vorsitzender) bedankt sich für die Vorstellung und eröffnet anschließend die Fragerunde.
Ein Bürger begrüßt zunächst die frühzeitige Information über das Vorhaben. Er habe anfangs befürchtet, dass eine Diskothek mit rund 1.000 Gästen entstehen solle, und verweist auf negative Erfahrungen mit einer früheren Shisha-Bar. Dort habe es regelmäßig Probleme durch Falschparker, Lärm, Verunreinigungen und störendes Verhalten im Umfeld gegeben. Zwar halte er das Docks grundsätzlich für eine gute Konzertlocation, sehe jedoch das Risiko, dass sich vergleichbare Probleme wiederholen könnten.
Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) entgegnet, dass das geplante Konzept nicht mit dem früheren Betrieb vergleichbar sei. Es werde weder Außenbeschallung noch einen dauerhaften Aufenthalt der Gäste im Außenbereich geben. Durch die Schallschutzschleuse und das geplante Besucherlenkungskonzept solle sichergestellt werden, dass sich die Gäste geordnet zur Veranstaltung begäben und das Gelände anschließend wieder verließen. Nach den Erfahrungen aus dem Betrieb anderer Konzertlocations handele es sich überwiegend um Konzertpublikum, das nüchtern anreise und nach Veranstaltungsende unmittelbar den Heimweg antrete. Anders als auf der Reeperbahn gebe es am geplanten Standort zudem kaum Anreize, sich nach den Veranstaltungen länger im Umfeld aufzuhalten.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass sich das Publikum deutlich von den früheren Besuchern der Shisha-Bar unterscheide. Die Altersstruktur sei je nach Veranstaltung sehr unterschiedlich und reiche von Familienveranstaltungen bis hin zu Konzerten mit überwiegend älterem Publikum. Aus den Erfahrungen mit dem Docks und der Großen Freiheit 36 sei bekannt, dass die Gäste nach Veranstaltungsende in der Regel direkt nach Hause gingen.
Ein weiterer Bürger äußert Zweifel daran, dass sich Verkehrs- und Parkprobleme vermeiden ließen. Er befürchte, dass Besucherinnen und Besucher überwiegend in den umliegenden Wohnstraßen parken würden. Zudem erkundigt er sich nach den geplanten Veranstaltungszeiten und fragt, ob die Polizei bereits in die Planungen eingebunden sei. Herr Reiffert (Vorsitzender) erläutert, dass die Polizei nicht grundsätzlich an jedem Gewerbegenehmigungsverfahren beteiligt werde.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, dass in der Kommunikation ausdrücklich auf die Parkmöglichkeiten im Parkhaus der Hamburger Meile sowie auf die gute Anbindung mit Bus und U-Bahn hingewiesen werden solle.
Frau Kunert (Seniorenbeirat) erkundigt sich nach der Barrierefreiheit der geplanten Veranstaltungsstätte, insbesondere nach barrierefreien Toiletten und einer entsprechenden Gestaltung der Sitzbereiche. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, dass die gesamte Anlage barrierefrei geplant werde. Dazu gehörten auch barrierefreie Sanitäranlagen. Die gezeigten Darstellungen seien lediglich Visualisierungen; bei der weiteren Planung werde die Barrierefreiheit umfassend bestmöglich berücksichtigt.
Auf Nachfrage von Frau Kunert (Seniorenbeirat) erläutert Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) außerdem, dass die Schallschutzschleuse möglichst weit bis zur Hamburger Straße geführt werden solle, um Besucherströme vom Vorplatz fernzuhalten und den Lärmschutz weiter zu verbessern.
Herr Pönitz (Volt) fragt, ob eine Kombination von Eintrittskarten mit Parktickets vorgesehen sei, um die Nutzung des Parkhauses gezielt zu fördern. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) antwortet, dass dieser Gedanke bereits bestehe, aufgrund der unterschiedlichen Veranstalter jedoch noch abgestimmt werden müsse. Ergänzend verweist er darauf, dass Anwohnerparkregelungen - wie sie bereits im Umfeld der Reeperbahn bestünden - gegebenenfalls ebenfalls zur Entlastung der Wohnstraßen beitragen könnten. Herr Pönitz (Volt) erkundigt sich außerdem nach dem baurechtlichen Stand des Vorhabens. Herr Bode (Verwaltung) erklärt, dass derzeit das Baugenehmigungsverfahren laufe. Über dessen Ausgang könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.
Auf Nachfrage von Herrn Reiffert (Vorsitzender) berichtet Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH), dass bereits Abstimmungen mit dem Bezirksamt stattgefunden hätten. Der Schwerpunkt liege derzeit auf dem Schallschutz- und Betriebskonzept. Dieses umfasse neben technischen Maßnahmen auch organisatorische Regelungen zu Besucherlenkung, Müllentsorgung sowie dem Verhalten vor, während und nach Veranstaltungen. Ziel sei es, Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft weitestgehend auszuschließen.
Herr Reiffert (Vorsitzender) spricht anschließend die Möglichkeit an, dass Anwohnende bei Problemen während einer Veranstaltung unmittelbar Kontakt aufnehmen könnten.
Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, dass entsprechende Ansprechpartner und Kontaktdaten zur Verfügung gestellt würden. Aus dem Betrieb anderer Veranstaltungsstätten bestehe bereits Erfahrung im regelmäßigen Austausch mit Anwohnenden und im Umgang mit Beschwerden. Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass während jeder Veranstaltung ein verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort anwesend sei, der bei Problemen unmittelbar reagieren könne.
Herr Reiffert (Vorsitzender) hält abschließend fest, dass entsprechende Kommunikationswege für die Nachbarschaft vorgesehen seien, und ruft anschließend die nächsten Wortmeldungen auf.
Ein Bürger erklärt, er begrüße die Pläne grundsätzlich. Er freue sich, dass der Name „Docks“ erhalten bleibe und sehe die Betreiber aufgrund ihrer Erfahrung als geeignet an, die neue Location zu führen. Er erkundigt sich, ob es sich bei dem Vorhaben lediglich um eine Übergangslösung handele. Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erläutert, ursprünglich sei unabhängig vom Docks eine neue Veranstaltungsstätte geplant gewesen. Sollte das Docks zu einem späteren Zeitpunkt wieder einen anderen Standort erhalten, solle die neue Location dennoch dauerhaft von der M.T.M. GmbH als Live-Veranstaltungsstätte weiterbetrieben werden.
Ein weiterer Bürger berichtet, dass er unmittelbarer Anwohner sei und aufgrund der Erfahrungen mit dem früheren Betreiber erhebliche Bedenken habe. Er befürchte, dass Besucherinnen und Besucher trotz der vorgestellten Konzepte in den umliegenden Straßen nach Parkplätzen suchen, sich dort aufhalten und dadurch Lärm sowie weitere Belastungen für die Nachbarschaft verursachen würden. Dies lasse sich seiner Ansicht nach nicht vollständig verhindern. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) entgegnet, dass er die Sorgen nachvollziehen könne und keineswegs ausschließen wolle, dass es einzelne Probleme geben könne. Nach den Erfahrungen aus vergleichbaren Konzertbetrieben sei jedoch nicht zu erwarten, dass sich Besuchergruppen dauerhaft im Wohngebiet aufhielten oder dort größere Störungen verursachten. Konzerte begännen in der Regel gegen 19 Uhr und endeten meist gegen 22 Uhr.
Der Bürger fragt daraufhin, ob Anwohnende im Bedarfsfall unmittelbar Kontakt aufnehmen könnten, etwa wenn sich Besucher in den Wohnstraßen aufhielten. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, ein direkter Austausch mit der Nachbarschaft gehöre bereits an anderen Standorten zum Betriebskonzept. Dort verfügten zahlreiche Anwohnende über seine Kontaktdaten und Probleme würden gemeinsam mit den Behörden und der Polizei kurzfristig bearbeitet.
Herr Reiffert (Vorsitzender) weist darauf hin, dass sich das Projekt noch in einer frühen Planungsphase befinde. Bis zu einer möglichen Eröffnung verblieben noch mehrere Monate. Ziel der Vorstellung sei es gerade, frühzeitig Hinweise und Bedenken aus der Nachbarschaft aufzunehmen, damit diese in die weiteren Planungen einfließen könnten.
Herr Feige (Center Manager Hamburger Meile) betont, dass das neue Konzept nicht mit dem früheren Betrieb in den Räumlichkeiten vergleichbar sei. Gemeinsam mit der Hamburger Meile habe man sich bewusst für erfahrene Betreiber entschieden, um einen professionellen Veranstaltungsbetrieb sicherzustellen. Er hebt hervor, dass sowohl er selbst als auch die Betreiber bereit seien, ihre Kontaktdaten für einen direkten Austausch mit der Nachbarschaft zur Verfügung zu stellen. Aus seiner Sicht zeige dies die Bereitschaft, auftretende Probleme ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden. Gleichzeitig bittet er darum, die negativen Erfahrungen mit dem früheren Betreiber nicht auf das neue Vorhaben zu übertragen.
Darüber hinaus erläutert Herr Feige (Center Manager Hamburger Meile), dass das Parkdeck bereits heute rund um die Uhr geöffnet sei. Lediglich die Tiefgarage schließe derzeit um 22 Uhr. Diese werde allerdings nicht von der Hamburger Meile, sondern von Contipark betrieben. Für die weiteren Planungen solle geprüft werden, ob Gespräche über eine Ausweitung der Öffnungszeiten möglich seien.
Ein weiterer Bürger berichtet als Anwohner der Straße gegenüber dem Parkdeck von bereits heute bestehenden Verkehrs- und Parkplatzproblemen. Er befürchtet, dass sich diese durch die Veranstaltungen weiter verschärfen würden, da Besucher bereits vor Veranstaltungsbeginn nach Stellplätzen suchten und nach Veranstaltungsende zusätzlicher Fahrzeugverkehr entstehe. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, dass auch das bisherige Docks in einem Wohngebiet betrieben werde und dort entsprechende gesetzliche Vorgaben einzuhalten seien. Zwar seien die örtlichen Rahmenbedingungen unterschiedlich, dennoch sehe er es als Aufgabe der Betreiber an, geeignete Maßnahmen zu entwickeln und diese bei Bedarf fortlaufend anzupassen. Als mögliche Ansätze nennt er unter anderem eine intensive Kommunikation zur Nutzung des Parkhauses, Gespräche mit Contipark über längere Öffnungszeiten sowie Regelungen zum Bewohnerparken.
Herr Reiffert (Vorsitzender) ergänzt, dass die Ausweisung neuer Bewohnerparkgebiete in Hamburg derzeit lediglich aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen pausiert habe. Künftig könnten entsprechende Gebiete wieder eingerichtet werden. Sollte aus dem Quartier ein entsprechender Wunsch bestehen, könne dies auch für die politische Beratung von Bedeutung sein.
Eine Bürgerin äußert anschließend ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Parksituation und des zusätzlichen Verkehrs. Insbesondere die nächtliche Abfahrt zahlreicher Fahrzeuge aus dem Parkhaus sowie mögliche Aufenthalte von Besucherinnen und Besuchern im Umfeld würden aus ihrer Sicht zu einer zusätzlichen Belastung der Anwohnerschaft führen. Zudem hält sie einen Vergleich des Standortes mit der Reeperbahn aufgrund der unterschiedlichen städtebaulichen Situation für nicht geeignet.
Eine weitere Bürgerin regt an, den weiteren Planungsprozess weiterhin öffentlich zu begleiten und die erarbeiteten Konzepte zu einem späteren Zeitpunkt erneut im Regionalausschuss vorzustellen, damit Anwohnende Rückmeldungen geben könnten. Darüber hinaus erkundigt sie sich, ob neben dem regulären Veranstaltungsbetrieb auch eine Einbindung des Stadtteils vorgesehen sei, beispielsweise durch die Nutzung der Räumlichkeiten für Stadtteilinitiativen, Jugendbands oder andere kulturelle Angebote sowie durch Vergünstigungen für Anwohnende.
Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt, dass bereits heute Nachwuchsförderung, Charity-Veranstaltungen und Kooperationen mit lokalen Initiativen Bestandteil des Veranstaltungskonzepts seien. Eine Einbindung des Stadtteils sowie die Bereitstellung der Räumlichkeiten für entsprechende Veranstaltungen seien ausdrücklich gewünscht und grundsätzlich vorgesehen.
Frau Fuchs (Die Linke) bedankt sich für die Präsentation und stellt mehrere Fragen. Sie erkundigt sich nach dem Umfang der geplanten Barrierefreiheit und fragt insbesondere, ob auch Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen sämtliche Bereiche wie Bühne, Garderoben und Sanitäranlagen uneingeschränkt nutzen könnten. Darüber hinaus fragt sie nach dem Toilettenkonzept und möglichen Maßnahmen, um lange Wartezeiten insbesondere für Frauen zu vermeiden. Außerdem interessiert sie, ob die Anreise mit dem Auto aktiv reduziert werden solle und worauf sich die Zuversicht gründe, dass sich die neue Veranstaltungsstätte wirtschaftlich erfolgreich betreiben lasse.
Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erläutert, dass die Detailplanung noch nicht abgeschlossen sei. Die gesetzlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit würden vollständig erfüllt und nach Möglichkeit darüberhinausgehende Lösungen umgesetzt. Auch Bühne, Backstage-Bereiche und Künstlergarderoben sollten barrierefrei zugänglich sein. Hinsichtlich der Sanitäranlagen verweist er darauf, dass unter anderem flexible Konzepte wie FLINTA*-Toiletten geprüft würden. Im Bereich nachhaltiger Mobilität arbeite das Unternehmen bereits gemeinsam mit dem Clubkombinat an Maßnahmen zur Förderung einer möglichst umweltfreundlichen Anreise. Die wirtschaftliche Zuversicht begründet Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) mit der stabilen Nachfrage nach Veranstaltungsstätten dieser Größenordnung sowie mit den Synergieeffekten durch den Betrieb weiterer Veranstaltungsorte und die gemeinsame Nutzung von Personal und technischer Ausstattung.
Ein Bürger berichtet anschließend von erheblichen Lärmbelastungen durch den früheren Betrieb in den Räumlichkeiten. Insbesondere tieffrequente Schwingungen hätten sich über die Gebäudekonstruktion auf die Wohnungen übertragen und seien trotz verschiedener Messungen und Gutachten nie vollständig behoben worden. Er fragt, wie künftig sichergestellt werden solle, dass vergleichbare Belastungen ausgeschlossen würden.
Ein weiterer Bürger erkundigt sich nach der Rolle des Parkhausbetreibers Contipark und fragt, ob beispielsweise eine Kombination aus Veranstaltungsticket und Parkticket möglich wäre, um die Nutzung des Parkhauses attraktiver zu machen.
Eine Bürgerin begrüßt das Vorhaben grundsätzlich. Sie freue sich darüber, dass wieder kulturelles Leben in die Hamburger Meile einziehen solle, und weist darauf hin, dass Konzert- und Veranstaltungsbesuche häufig auch positive Effekte für die umliegende Gastronomie hätten.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erklärt zum Thema Schallschutz, dass eine moderne Beschallungsanlage mit sogenannter Cardioid-Technik vorgesehen sei, bei der Schall gezielt in den Veranstaltungsraum gelenkt werde. Ergänzend seien umfangreiche Schallschutzmaßnahmen wie schallgedämmte Wände und Decken geplant. Während der Bauphase solle die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft und bei Bedarf weiter angepasst werden. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass heute mithilfe von Simulationen und schalltechnischen Gutachten bereits im Vorfeld sehr genaue Berechnungen möglich seien. Je nach Anforderungen könnten Veranstaltungsräume technisch weitgehend vom Gebäude entkoppelt werden. Ziel sei es, die Belastungen für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten.
Der betroffene Bürger weist darauf hin, dass aus früheren Messungen bereits detaillierte Erkenntnisse über problematische Frequenzbereiche vorlägen. Er regt an, diese Erfahrungen frühzeitig in die Planung einzubeziehen, da insbesondere tieffrequente Geräusche in den Wohnungen dauerhaft wahrnehmbar gewesen seien.
Herr Feige (Center Manager Hamburger Meile) erläutert anschließend, dass Contipark ein eigenständiges Unternehmen sei und das Parkhaus unabhängig bewirtschafte. Zwar könne die Hamburger Meile keine Vorgaben für das Geschäftsmodell machen, aufgrund der engen Zusammenarbeit bestehe jedoch die Möglichkeit, gemeinsame Lösungen - etwa hinsichtlich der Parkraumbewirtschaftung - zu erörtern.
Herr Reiffert (Vorsitzender) fasst zusammen, dass sich die Diskussion inzwischen über mehr als eine Stunde erstreckt habe und bereits zahlreiche Hinweise gesammelt worden seien. Er hält fest, dass der weitere Austausch mit den Anwohnenden fortgesetzt werden könne und auch eine erneute Befassung des Regionalausschusses sinnvoll erscheine, sobald die Planungen weiter konkretisiert worden seien. Anschließend ruft er die nächsten Wortmeldungen auf.
Eine Bürgerin weist zunächst darauf hin, dass ein Antrag bei der Bürgerschaft auf Förderung der Umbaumaßnahmen gestellt worden sei. Sie führt aus, dass sich derzeit mehrere Beteiligte, darunter ECE, die Polizei, das Bezirksamt und M.T.M., mit dem Vorhaben befassen würden.
Ein Bürger ergänzt, dass sich das Projekt noch in einer frühen Phase befinde, jedoch M.T.M. hinsichtlich der Vermietung und der Umbauphase offenbar bereits weit fortgeschritten seien. Die Behörden seien aus seiner Sicht bislang noch nicht ausreichend mit dem Thema vertraut, da es sich um ein neues Verfahren handele. Er schlägt vor, dass mögliche Anforderungen für den späteren Betrieb bereits frühzeitig berücksichtigt werden sollten. Dazu regt er insbesondere an, den Außenbereich und den angrenzenden Parkbereich zwischen Hamburger Straße und Schleidenpark gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen abzusichern, damit es dort nicht zu Verunreinigungen oder Ansammlungen von Personen komme. Dies könne aus seiner Sicht als mögliche Auflage für die Betriebserlaubnis aufgenommen werden. Zudem schlägt er eine Ticketpflicht beziehungsweise Anreize zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs vor, falls Besucherinnen und Besucher mit dem Auto anreisen würden.
Herr Reiffert (Vorsitzender) stellt daraufhin klar, dass lediglich der Umstand, dass einzelne Mitarbeitende des Bezirksamtes nicht mit jedem Detail des Vorhabens vertraut seien, nicht bedeute, dass die Verwaltung des Bezirksamtes nicht beteiligt sei. Die für den Bauantrag zuständige Verwaltung beschäftige sich mit dem Verfahren und sei entsprechend eingebunden.
Herr Priewe (Polizei) nimmt ebenfalls eine Klarstellung vor und erklärt, dass die Polizei mit dem eigentlichen Verfahren zur möglichen Ansiedlung des Veranstaltungsortes grundsätzlich nichts zu tun habe. Er habe eingeräumt, dass ihm das Vorhaben bislang nicht bekannt gewesen sei, jedoch dürfe daraus nicht geschlossen werden, dass die Polizei ihre Aufgaben nicht wahrnehme oder sich dem Thema entziehe.
Eine Bürgerin äußert anschließend ihre Bedenken hinsichtlich der Verkehrssituation im Wohngebiet. Sie erklärt, selbst in der Adolph-Schönfelder-Straße zu wohnen und die dortige Belastung durch den bestehenden Verkehr bereits als hochzuempfinden. Sollte zusätzlicher Verkehr insbesondere über die Desenißstraße geführt werden, könne dies problematisch werden, da es sich um eine Wohnstraße mit Anwohnerinnen und Anwohnern handele, deren Schlafzimmer teilweise zur Straße ausgerichtet seien. Sie habe betont, dass die Menschen sich bewusst für ein ruhigeres Wohnumfeld entschieden hätten und nicht mit einer regelmäßig hohen Belastung durch Veranstaltungen rechnen möchten.
Eine weitere Bürgerin stellt Fragen zum Eingangsbereich des geplanten Veranstaltungsortes. Sie thematisiert insbesondere die Dimensionierung der vorgesehenen Schallschutzschleuse. Bei Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen stelle sich aus ihrer Sicht die Frage, wie viele Menschen gleichzeitig in der Schleuse Platz finden könnten. Gerade zu Konzertbeginn würden viele Gäste zeitgleich eintreffen und sich vor dem Einlass sammeln wollen. Sie äußert die Befürchtung, dass sich Personen möglicherweise vor der Schleuse aufhalten und dadurch Lärm oder Müll im Wohngebiet entstehen könnten. Die angebotene private Telefonnummer für Beschwerden bezeichnet sie zwar als freundlich, jedoch wolle sie nicht regelmäßig in die Situation kommen, mehrfach pro Woche wegen Lärm oder Verschmutzungen anrufen zu müssen. Sie habe betont, dass sie gerade wegen der ruhigen Wohnlage dort wohne und nicht in einem Ausgehviertel wie der Schanze oder auf dem Kiez.
Eine Bürgerin vertritt die Ansicht, dass sich der Stadtteil in den vergangenen Jahren negativ entwickelt habe und beispielsweise durch bestimmte Nutzungen zunehmend belastet werde. Ein traditionsreicher Veranstaltungsort wie das „Docks“ könne aus ihrer Sicht jedoch eine positive Entwicklung fördern und den Stadtteil aufwerten. Sie betont, dass man den Besucherinnen und Besuchern zutrauen müsse, sich im öffentlichen Raum angemessen zu verhalten. Sie ergänzt, dass sie sich über die mögliche Rückkehr des „Docks“ freue, da dieser Veranstaltungsort bereits lange bestehe und international bekannt sei.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) erläutert daraufhin, dass der Antrag auf Förderung der Umbaumaßnahmen tatsächlich gestellt worden sei und derzeit geprüft werde. Eine städtische Förderung könne jedoch nur erfolgen, wenn auch das Bezirksamt dem Vorhaben zustimme und die notwendigen Genehmigungen erteilt würden. Beide Verfahren müssten miteinander vereinbar sein. Hinsichtlich der Verkehrssituation habe er erklärt, dass die Hinweise zu Parkplätzen aufgenommen würden. Es werde geprüft, ob beispielsweise Möglichkeiten mit dem nahegelegenen Parkhaus geschaffen werden könnten. Da sich das Projekt noch in der Planungsphase befinde, würden die geäußerten Bedenken in die weitere Konzeptentwicklung einfließen. Zudem wolle man Anreize schaffen, damit Besucherinnen und Besucher verstärkt den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Besonders die gute Anbindung durch die U-Bahn, insbesondere die U3 sowie den Nachtverkehr, stelle aus seiner Sicht eine gute Alternative zur Anreise mit dem Auto dar.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) führt anschließend zur Schallschutzschleuse und zum Eingangsbereich aus, dass die derzeitige Darstellung lediglich eine Planungsskizze sei. Der Umgang mit dem in diesem Bereich vorhandenen Eingang zum Versorgungsamt befinde sich noch in Abstimmung. Ziel sei es, die Schallschutzschleuse möglichst weit nach vorne bis zur Hamburger Straße zu führen. Dadurch solle ein Großteil der Besucherinnen und Besucher bereits dort aufgefangen und die Einlasssituation besser gesteuert werden. Er betont, dass nicht vorgesehen sei, dass Gäste nach Veranstaltungen in Richtung Adolph-Schönfelder-Straße ausweichen und sich dort aufhalten würden. Sollte dies dennoch vorkommen, sehe er dies als Verantwortungsbereich des Veranstalters, der durch ein Sicherheitskonzept und einen entsprechenden Ordnungsdienst geregelt werden müsse. Zudem würden nach Veranstaltungsende keine Getränke mehr nach außen verkauft. Getränke müssten innerhalb der Räumlichkeiten ausgetrunken werden, sodass Besucherinnen und Besucher ohne Becher oder offene Getränke das Gebäude verlassen würden. Er erklärt ergänzend, dass es keine Verkaufsöffnung nach außen geben werde, über die Getränke im Außenbereich ausgegeben werden könnten. Dies solle ebenfalls dazu beitragen, mögliche Konflikte und Lärmbelastungen im Umfeld zu vermeiden.
Herr Pönitz (Volt) bedankt sich für die Vorstellung und die Beantwortung der zahlreichen Fragen. Er führt aus, dass er bereits Erfahrungen mit anderen Betrieben an unterschiedlichen Standorten gesammelt habe und dass ein regelmäßiger Austausch mit anderen Veranstaltungsorten und Verbänden stattfinde. Herr Steinicke (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass der Veranstalter mit verschiedenen Einrichtungen und Standorten im Austausch stehe, unter anderem mit einem Veranstaltungsort in Bremen, der ebenfalls in einem sensiblen Umfeld liege. Dort würden Erfahrungen im Umgang mit Behörden und Anwohnerinnen und Anwohnern ausgetauscht.
Herr Stumbilich (Geschäftsführer M.T.M. GmbH) ergänzt, dass ein regelmäßiger Austausch mit anderen Locations stattfinde, sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung als auch der betrieblichen Entwicklung. Zudem nehme man regelmäßig an Treffen der Veranstaltungsbranche teil, um Erfahrungen und Lösungen zu verschiedenen Fragestellungen auszutauschen.
Herr Baumann (CDU) erklärt anschließend, dass er die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner nachvollziehen könne und auch selbst gewisse Bedenken habe. Gleichzeitig sei für ihn wichtig, dass es sich nach den bisherigen Vorstellungen nicht um einen klassischen Großraumclub oder eine Diskothek handele, sondern um einen Veranstaltungsort mit Schwerpunkt auf Konzerten. Besonders hinsichtlich der Verkehrssituation habe er gefragt, ob bereits untersucht worden sei, wie viele Besucherinnen und Besucher tatsächlich mit dem Auto zu Konzerten anreisen würden oder ob der überwiegende Teil den öffentlichen Nahverkehr nutze. Er weist darauf hin, dass viele Konzertbesucherinnen und -besucher bewusst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen würden, da sie beispielsweise alkoholische Getränke konsumieren möchten. Zudem sei aus seiner Sicht wichtig, in der Kommunikation deutlich zu machen, dass kein neuer Großraumclub oder ein neues Ausgehviertel entstehe, sondern ein anderer Veranstaltungsort mit einem eigenen Konzept.
Herr Steinicke betont daraufhin, dass es sich nicht um einen Techno-Club oder eine Großraum-Diskothek handeln solle, sondern um eine Event- und Veranstaltungsfläche mit Schwerpunkt auf Live-Konzerten. Innerhalb des Konzeptes werde geprüft, welche Veranstaltungen hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten geeignet seien und welche möglicherweise nicht durchgeführt werden könnten. Er erklärt, dass es bereits Erhebungen über das Mobilitätsverhalten von Konzertbesucherinnen und -besuchern gebe, unter anderem über den Austausch mit dem Clubkombinat. Zwar könne er aktuell keine konkreten Zahlen nennen, wolle diese aber gegebenenfalls nachreichen. Nach seinen Erfahrungen reise der überwiegende Teil der Hamburger Konzertbesucherinnen und -besucher sowie Personen aus dem Umland mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Lediglich bei einzelnen Veranstaltungen mit einem älteren oder überregionalen Publikum könne der Anteil der Autofahrenden höher sein. Als Beispiel nennt er eine Veranstaltung mit Marianne Rosenberg, bei der ein größerer Anteil mit dem Auto angereist sei. Gleichzeitig räumt er ein, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass künftig auch eine größere Anzahl an Autos im Umfeld vorhanden sein werde.
Frau Seelis (GRÜNE) bedankt sich zunächst für die Transparenz seitens der Vorhabenträger und erklärt, dass dies aus ihrer Sicht ein Beleg dafür sei, dass diese glaubwürdig auftreten und den Austausch suchen würden. Sie führt aus, dass sie verstanden habe, dass der geplante Standort hinsichtlich seiner Größe gut zum Konzept passe. Die Suche nach einem geeigneten Ort habe demnach längere Zeit gedauert, bis nun ein Standort mit einem entsprechenden Vermieter gefunden worden sei, der bereit sei, das Vorhaben zu unterstützen.
Sie begrüßt insbesondere den Ansatz, frühzeitig mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Ein regelmäßiger Austausch im Quartier könne aus ihrer Sicht dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen. Sie hebt hervor, dass bereits dadurch Vertrauen geschaffen worden sei, dass die Möglichkeit eröffnet wurde, Fragen zu stellen und Bedenken direkt anzusprechen. Sie lobt den konstruktiven Umgang der Bürgerinnen und Bürger mit dem Thema und erklärt, dass trotz einzelner kritischer Punkte eine sachliche Diskussion geführt worden sei.
Frau Seelis (GRÜNE) bewertet anschließend einen Punkt kritisch und erklärt, dass sie die Idee eines kostenlosen Parkens beziehungsweise entsprechender Anreize für die Anreise mit dem Auto nicht unterstützen könne. Sie weist darauf hin, dass beispielsweise vergünstigte HVV-Tickets aus ihrer Sicht eher einen Anreiz bieten könnten, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, und nicht die Anreise mit dem Pkw fördern sollten. Als Beispiel für einen Kulturstandort in einem Wohngebiet habe sie Kampnagel genannt. Dort gebe es ebenfalls eine kulturelle Nutzung in einem dicht besiedelten Umfeld, gleichzeitig bestünden Angebote wie ein Parkhaus und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Herr Artus (SPD) bedankt sich für die Beteiligung der Anwesenden und die Zeit, die in die Diskussion investiert worden sei. Er betont, dass auch die Politik die geäußerten Hinweise, Aufträge und Vorschläge aufnehmen werde. Ziel müsse es sein, ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln, das für den Stadtteil möglichst viele Vorteile und möglichst wenige Nachteile mit sich bringe.
Er erklärt, dass die SPD-Fraktion auf Landesebene das Vorhaben über den Sanierungsfonds zum Schutz und Erhalt beliebter Kulturangebote unterstütze. Er führt aus, dass Kulturförderung angesichts der aktuellen Diskussionen über mögliche Kürzungen eine wichtige Rolle spiele und die Zukunft der Kulturförderung insgesamt derzeit nicht abschließend absehbar sei. Vor diesem Hintergrund begrüße er das Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung eines kulturellen Angebotes.
Herr Artus (SPD) regt zudem an, den begonnenen Austausch fortzuführen. Das Angebot der Vorhabenträger, erneut zu einem späteren Zeitpunkt für Gespräche zur Verfügung zu stehen und im Austausch zu bleiben, sei aus seiner Sicht sinnvoll. Er schlägt vor, bei weiteren Gesprächen auch die Anwohnerinnen und Anwohner einzubeziehen, damit die verschiedenen Perspektiven weiterhin berücksichtigt werden könnten. Zudem regt er an, das Thema der Parkplatzsituation und der Verkehrsanbindung weiter zu prüfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Vorhabenträger sollten sich weiterhin mit weiteren Ideen und Vorschlägen direkt an die Beteiligten wenden können.
Herr Reiffert (Vorsitzender) bedankt sich ebenfalls für den konstruktiven Austausch und erkennt an, dass die Diskussion aufgrund der akustischen Bedingungen und der äußeren Umstände teilweise herausfordernd gewesen sei. Für zukünftige Termine solle nach Möglichkeit eine bessere Lösung gefunden werden.
Er schlägt vor, einen weiteren Termin durchzuführen, sobald die Vorhabenträger konkretere Informationen zum weiteren Planungsstand und zu den einzelnen offenen Punkten vorlegen könnten. Sobald absehbar sei, wann entsprechende Ergebnisse vorlägen, solle ein entsprechendes Signal gegeben und ein neuer Termin vereinbart werden. Dieser Termin solle auch öffentlich beziehungsweise medial angekündigt werden, damit interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hätten, sich über den aktuellen Stand zu informieren.
Herr Reiffert (Vorsitzender) weist abschließend darauf hin, dass die Präsentation - mit Ausnahme der Zeichnung - online zur Verfügung gestellt werde. Auch das Protokoll werde nach Abschluss der Beratungen nach den Ferien veröffentlicht und könne anschließend eingesehen werden. Er betont nochmals, dass die eingebrachten Hinweise und Anmerkungen für die weitere politische Befassung wichtig seien.
Anlagen
Präsentation Powerpoint Regionalausschuss ohne Visualisierungen (158 KB)