Fragesteller: Jörn Frommann, Dr. Gunter Böttcher und Roland Hoitz
Die Schaffung und der Erhalt von bezahlbarem Wohnraum gehören zu den drängendsten sozialen Herausforderungen im Bezirk Hamburg-Mitte. Seit dem Jahr 2020 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau durch gestiegene Zinsen, Materialengpässe, Inflation und den Fachkräftemangel drastisch verschärft. Diese Punkte haben u.a. direkte Auswirkungen auf die Realisierung von Bauvorhaben.
Besonders alarmierend ist die Situation im geförderten Wohnungsbau. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern und eine Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte zu verhindern, setzt sich Hamburg traditionell ambitionierte Ziele, unter anderem durch das Instrument des sogenannten Drittelmixes. Es steht jedoch zu befürchten, dass die Kluft zwischen erteilten Baugenehmigungen und tatsächlichen Baufertigstellungen (der sogenannte Bauüberhang) gerade im Segment des geförderten Wohnungsbaus wächst und gleichzeitig immer mehr Wohnungen aus der Preisbindung fallen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
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Wie viele Baugenehmigungen für Wohnungen wurden in den Jahren 2020 bis 2025 und im bisherigen Verlauf von 2026 im Bezirk Hamburg-Mitte insgesamt erteilt (bitte jahresweise aufschlüsseln)?
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Wie viele Fertigstellungsmeldungen für Wohnungen gingen in den jeweiligen Kalenderjahren 2020 bis 2026 sowie im bisherigen Verlauf 2026 ein (bitte jahresweise aufschlüsseln)?
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Wie hoch war der Anteil der geförderten Wohnungen (1. bis 3. Förderweg) an den unter Frage 1 und 2 genannten Baugenehmigungen und Fertigstellungsmeldungen (bitte absolut sowie prozentual nach den einzelnen Kalenderjahren seit 2020 aufschlüsseln)?
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Wie verteilen sich die genehmigten sowie die fertiggestellten geförderten Wohnungen seit 2020 auf den 1. Förderweg (für geringe Einkommen) und den 2. Förderweg (für mittlere Einkommen; bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
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In welchen Stadtteilen des Bezirks Hamburg-Mitte wurden seit 2020 die meisten geförderten Wohnungen genehmigt bzw. fertiggestellt, und wo gab es im gleichen Zeitraum keine oder kaum Aktivitäten im sozialen Wohnungsbau (bitte um eine detaillierte Auflistung nach Stadtteilen)?
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Bei wie vielen der seit 2020 genehmigten Wohnungsbauprojekte (ab der relevanten Projektgröße) wurde die Vorgabe des Hamburger Drittelmixes (je ein Drittel geförderter Mietwohnraum, frei finanzierter Mietwohnraum und Eigentumswohnungen) vollumfänglich eingehalten, und in wie vielen Fällen wurden Ausnahmen oder Befreiungen gewährt (bitte Begründungen für Ausnahmen nennen)?
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Wie hoch ist nach Kenntnis des Bezirksamtes aktuell der sogenannte Bauüberhang im geförderten Segment im Bezirk Hamburg-Mitte – also die Anzahl der bereits genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten bzw. noch nicht begonnenen Sozialwohnungen –, und wie viele dieser Projekte gelten derzeit als 'ruhend' oder 'blockiert'?
- Wie viele Wohnungen im Bezirk Hamburg-Mitte sind seit 2020 aus der gesetzlichen Sozialbindung gefallen, und wie viele Wohnungen werden nach aktuellen Prognosen bis zum Jahr 2030 aus der Bindung auslaufen?
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Wie hoch war die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Bauanträgen für geförderten Wohnungsbau im Vergleich zu frei finanzierten Wohnungsbauprojekten im Bezirk in den einzelnen Jahren seit 2020 (gemessen vom Einreichen der vollständigen Unterlagen bis zur finalen Genehmigung)?