Altona geht voran: Leerstehende Büroflächen in Wohnraum umwandeln Dringlicher Antrag der Fraktionen von DIE LINKE und Volt (NEUFASSUNG)
Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Ö 7.6
Während es in Altona an bezahlbarem Wohnraum mangelt, stehen viele Büroflächen leer. Trotz dieser bereits existierenden Leerstände werden weiterhin zahlreiche Büroflächen bei neuen Bauvorhaben geplant, da diese für Investor*innen und Bauherren lukrativer sind als Wohnungsbau, oder der Spekulation dienen – die Interessen des Gemeinwohls bei Planung und Genehmigung werden bei der Stadtplanung oftmals in den Hintergrund gedrängt. Maßnahmen wie beispielsweise eine Leerstandsteuer oder eine verbindliche Meldepflicht für längere Zeit leerstehende Gewerbeflächen existieren in Hamburg nicht, hamburgweit stehen bereits jetzt (Stand 1. Quartal 2026) rund 1,1 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Bereits im November/Dezember 2024 wies das Bezirksamt Altona in seiner „Bestands- und Potentialanalyse ungenutzter Gewerbeflächen in Altona“ zwei Standorte mit „hohem Büroleerstand“ aus.
Mit der neuen HBauO, dem Bau-Turbo und Förderprogrammen wie „Gewerbe zu Wohnen“ bestehen auch neue Umsetzungshilfen. Die Projekte „Pop-Up-Wohnen“ und „BüWo Sonninhof“ zeigen zudem Wege für eine vorübergehende Wohnnutzung. Nun sollten eine Übersicht über Büroleerstand im Bezirk Altona erstellt sowie konkrete Objekte ausgewählt und offene Fragen bezüglich Wirtschaftlichkeit, Förderung, steuerlicher Hemmnisse, Genehmigungsvoraussetzungen und geeigneter Mietmodelle beantwortet werden.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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