Büro zu Wohnen ermöglichen - Wohnen und Arbeiten gemeinsam denken Alternativantrag der FDP-Fraktion zur Drucksache 22-2546
Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Ö 7.6.1
Altona benötigt dringend zusätzlichen Wohnraum. Gleichzeitig stehen Büroflächen leer oder entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Umnutzung geeigneter Büroflächen zu Wohnraum kann daher einen sinnvollen Beitrag zur Schaffung zusätzlicher Wohnungen leisten. Hierbei sollten auch die durch den Wohnungsbau-Turbo geschaffenen Instrumente des Baugesetzbuches genutzt werden, soweit deren Voraussetzungen im jeweiligen Einzelfall vorliegen.
Dabei muss jedoch jeder Standort einzeln betrachtet werden. Insbesondere in bestehenden Gewerbegebieten kann neu hinzukommende Wohnnutzung zu Konflikten mit vorhandenen Gewerbebetrieben führen. Die Schaffung von Wohnraum darf deshalb nicht dazu führen, dass funktionierende Gewerbestandorte geschwächt oder bestehende Betriebe in ihren Bestands- und Entwicklungsmöglichkeiten unangemessen eingeschränkt werden.
Gleichzeitig sollte die Diskussion nicht auf die Umnutzung bestehender Bürogebäude beschränkt bleiben. Gerade bei neuen Bebauungsplänen und der Überplanung bestehender Gebiete sollte stärker geprüft werden, ob eine zeitgemäße Mischung aus Wohnen und Arbeiten ermöglicht werden kann. An geeigneten Standorten können Mischgebiete, Urbane Gebiete oder andere Formen der Nutzungsmischung dazu beitragen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig notwendige gewerbliche Nutzungen zu erhalten. Darüber hinaus sollten Gewerbegebiete, die ihre ursprüngliche gewerbliche Funktion dauerhaft weitgehend verloren haben oder strukturell nicht mehr erfüllen, als mögliche Wohnungsbaupotenziale in den Blick genommen werden.
Die Bezirksversammlung Altona möge beschließen:
Das Bezirksamt wird gemäß § 19 Abs. 2 BezVG gebeten,
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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