Verfahrensvorschlag Umgang mit kolonialen Straßennamen in Wandsbek Beschlussvorlage des Ausschusses für Haushalt, Sport und Kultur
Letzte Beratung: 08.10.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 9.2
- Ursprüngliche Vorlage (nicht-öffentlich) im Ausschuss für Haushalt, Sport und Kultur am 29.09.2026
- Mehrheitlich beschlossen bei Gegenstimme der CDU-Fraktion, der AfD-Fraktion und der Fraktion Die Linke
Hinsichtlich der Organisation der Ausschussbefassung mit dem Umgang kolonialer Straßennamen in Wandsbek wurde vorab mit der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung und der Leitung des Internen Service des Bezirksamtes ausführlich über die Konzeption beraten. Weitere fachliche Expertise haben das Amt 6 der Finanzbehörde sowie die BKM und das Staatsarchiv vorab zugeliefert.
Die fachliche Recherche und Einordnung und Bewertung des Organisationsaufwandes hat zu dem Ergebnis geführt, dass ein mehrstufiges Verfahren vorgeschlagen wird, um eine historisch-fachliche Einordnung belasteter Straßennamen vornehmen zu lassen. Dadurch soll eine Entscheidung der politischen Gremien vorbereitet werden, die auch vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Ressourcen darstellbar ist. Auch die verwaltungsinternen Zuständigkeiten sind hierbei berücksichtigt worden.
Vor diesem Hintergrund wird die Bezirksversammlung gebeten als Beschlussvorlage für die Bezirksversammlung zu beschließen:
a) auf Grundlage der Empfehlungen der „Fachstrategie zum Umgang mit kolonialen Straßennamen in Hamburg“ der Bezirksversammlung Wandsbek eine fachliche Expertise zur historischen Einordnung der Straßennamen Dominikweg, Neumann-Reichardt-Straße, Schweinfurthweg, Schimmelmannstraße / Schimmelmannstieg / Schimmelmannallee, Schatzmeisterstraße, Wißmannstraße und Wilsonstraße zur Verfügung zu stellen und die Arbeit der Bezirksversammlung Wandsbek im weiteren Prozess fachlich zu begleiten. Auf Basis dieser Expertise sollen die Entscheidungen zum weiteren Umgang mit den betroffenen Straßen vorgenommen werden,
b) im Ausschuss für Haushalt, Sport und Kultur über die Ergebnisse dieser fachlichen Expertise zu berichten,
c) sich im Rahmen der Erinnerungsarbeit und Dekolonisierung mit den einschlägigen Wandsbeker Baudenkmälern, wie dem Schimmelmannmausoleum, dem baulichen Ensembles der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne (Jenfelder Au) und dem sogenannten Tansania-Park weiterhin zu beschäftigen, die Stadtgesellschaft zu beteiligen und Perspektiven zu entwickeln, die zu einer angemessenen Einordnung dieser baulichen Zeitzeugen in die Stadtgeschichte beitragen.
Es können weiterführende Materialien oder Verweise sowie häufig gestellte Fragen (FAQ) bereitgestellt und Ansprechpartner*innen der jeweiligen (Prozess-)Zuständigkeit benannt werden.
keine Anlage/n
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