22-1992

Spiel-, Skate- und Bolzplätze in Bramfeld/Farmsen Eingabe

Eingabe

Letzte Beratung: 24.09.2025 Jugendhilfeausschuss Ö 4.1

Sachverhalt

Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe in der Nähe der Grundschule Bramfeld. Am Wochenende haben wir […] den Inselpark Wilhelmsburg besucht. Mein Sohn war begeistert von den Sportmöglichkeiten, der Skateanlage und den Spielmöglichkeiten. Er ist der Überzeugung, dass solche Angebote wie im Inselpark in unserer Umgebung fehlen. Und ich gebe meinem Sohn Recht: An der Kreuzung Bengelsdorfstraße/Turnierstieg gibt es eine Skate- und Bolzanlage. Es ist dort trostlos. Ich komme in der Woche fast täglich nachmittags vorbei und es ist nie viel los. Wenn es regnet, laufen die Kuhlen der Skateanlage voll mit Wasser; insbesondere im Herbst, wenn das Laub nicht entfernt wird. Der Bolzplatz besteht aus Beton, aus dem an den aufgeplatzten Stellen das Grün heraus wuchert. Er wird dennoch regelmäßig genutzt. Eine Skateanlage, die so gut gemacht ist, wie die im Inselpark, wäre dort toll!

Bestimmt könnten sich für diese auch die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schulen begeistern. In unserer direkten Umgebung gibt es wenige kreative und erst Recht keine inklusiven Spielplätze: Der Spielplatz am Appelhoff Weiher ist schön, aber für Kinder ohne ihre Eltern nicht mal eben zu erreichen. Größere Kinder, ab Grundschulalter, kommen dort nur bedingt auf ihre Kosten. Das Gleiche gilt für den Spielplatz am Bramfelder See und den Giraffenspielplatz in Barmbek/Steilshoop. Der Spielplatz Tegelweg/Am Luisenhof in Farmsen ist schön für kleinere Kinder. Aber bei der dortigen vorhandenen Fläche könnte man ein richtiges Bewegungsparadies wie im Baakenpark oder im Lohsepark erschaffen. Oder gar ein zweites Planten und Blomen! Wasser gab es dort anscheinend mal. So ist er lieblos, ohne Konzept und größeren Kindern zu langweilig. An der U-Bahn-Trasse im Barmwisch gibt es einen Spielplatz, der teilweise dringend renoviert werden müsste. Aber immerhin gibt es dort eine Tischtennisplatte und einen Basketballkorb. Die Spielplätze an der Steilshooper Alle zwischen der Bramfelder Chaussee und der Ellernreihe sind trostlos und langweilig. So lange die Kinder mit einer Schaukel und Sand zum Buddeln zufrieden sind, kann der Spielplatz gegenüber des Bramfelder Sportvereins gut genutzt werden. Allerdings könnte er eine Modernisierung vertragen. Danach haben vor allem Kinder ab dem Grundschulalter dort wenig bis gar keinen Spaß. Der zweite Spielplatz bietet leider nicht viel. Die Trampoline erfreuen sich einer gewissen Beliebtheit. Die Seilrutsche ist in die Jahre gekommen und das Klettergerüst ist aus Metall und wird gerne mit Farbe angeschmiert. Ich frage mich immer wieder, warum Klettergerüste aus Metall verwendet werden: Wenn es regnet oder das Gerüst noch nass ist, rutschen die Kinder ab. Wenn es heiß ist, verbrennen sie sich die Finger. Wenn es kalt ist, frieren die Finger gefühlt daran fest. Dann gibt es noch den Spielplatz gegenüber der Osterkirche, in der Grünanlage, die die Steilshooper Allee mit der Fabriciusstraße verbindet. Ein Ort der Langeweile. So etwas einfallsloses ist mir seit meiner eigenen Kindheit nicht mehr begegnet. Und auch dort gibt es genug Platz für einen kreativen, inklusiven Spielplatz. Der schlimmste Spielplatz ist für mich aber der an der Kreuzung Bramfelder Chaussee/Haldesdorfer Straße, direkt neben der Aral Tankstelle. Bei dem Spielplatz fehlen mir einfach die Worte. Die Spielplätze der SAGA, in dem Grünzug hinter der Grundschule Bramfeld und der Kita Hegholt, wurden gerade renoviert und erfreuen einige Kinder. Aber die Stadt Hamburg sollte die Bereitstellung von Spielplätzen meiner Meinung nach nicht anderen überlassen. Spielplätze sind ein Ort des Miteinanders, der Gemeinschaft. Ein Ort an dem Freundschaften geknüpft werden. Die Kinder spielen dort miteinander - unabhängig von Hautfarbe, Religion und Behinderungen. Sie können auf dem Spielplatz ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Und sie lernen dort wichtige Bewegungsabläufe, bestenfalls Spaß an Bewegung und damit auch an Sport. Und all dies wird immer wichtiger in Zeiten von Rassismus, Intoleranz und mangelnder Bewegung mit den gesundheitlichen Folgen. Kinder brauchen gute Spielplätze, die sie fördern und ihnen Spaß bereiten.

Es würde mich sehr freuen, wenn die Bezirksversammlung sich mit den Spielplätzen, ihrem Zustand und ihren Entwicklungsmöglichkeiten in Bramfeld, Farmsen und Steilshoop beschäftigen würden. Und dazu gehört für mich auch, sich in anderen Bezirken Hamburgs oder in anderen Städten über Spielplätze und deren Gestaltung zu informieren. Wir waren vor einigen Jahren in Berlin - außerhalb der Touristengebiete. Dort gab es wunderbare Spielplätze. Ich hoffe, dass Ihnen Kinder und ihre Bedürfnisse am Herzen liegen und Sie sich ernsthaft der Sache annehmen. Schauen Sie sich die genannten Spielplätze am Besten einmal selbst an. Fragen Sie sich dabei bitte, ob Kinder jeden Alters dort Spaß haben können, schauen Sie sich den Zustand an und fragen Sie sich, ob die Spielplätze noch zeitgemäß sind. Nur, weil die Spielplätze schon immer so waren, bedeutet dies nicht, dass sie gut sind und immer so bleiben müssen.

Mit freundlichen Grüßen

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