Attraktivität des Stadtteils wahren - Illegale Graffiti in Rahlstedt konsequent bekämpfen und präventiv entgegenwirken Antrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 04.11.2026 Regionalausschuss Rahlstedt Ö 6.4
Das Erscheinungsbild des Stadtteils Rahlstedt leidet zunehmend unter illegalen Graffiti-Schmierereien an Wänden, Zäunen und öffentlichen Infrastrukturen. Diese ungenehmigten Farbaufträge stellen keine Kunst dar, sondern eine handfeste Sachbeschädigung, die erhebliche Reinigungskosten für die öffentliche Hand und private Eigentümer verursacht.
Darüber hinaus tragen stark von Vandalismus betroffene Bereiche im öffentlichen Raum zu einem sinkenden subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger bei. Erfahrungen aus anderen Hamburger Stadtteilen zeigen, dass die bloße Beseitigung oft nicht ausreicht. Ein nachhaltiger Ansatz erfordert eine Kombination aus konsequenter Reinigung und dem Angebot legaler Gestaltungsflächen für Jugendliche und Künstler. Durch das Schaffen von legalen Flächen kann die Szene kanalisiert und der illegale Vandalismus nachweislich eingedämmt werden.
Das Jugendzentrums STARTLOCH ist in Hamburg-Rahlstedt ist eine der bekanntesten Anlaufstellen für legale Graffiti-Kunst im Hamburger Osten.
Seit Jahrzehnten bietet sie Jugendlichen sowie lokalen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zur legalen kreativen Entfaltung. Die Außenwände haben sich dadurch zu einer etablierten „Hall of Fame“ der Szene entwickelt. Die im Petitum vorgeschlagenen Einladung einer Vertretung dient dem Austausch über die aktuelle Arbeit und künftige Stadtteilprojekte der Einrichtung.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss Rahlstedt folgende Empfehlung für das Bezirksamt Wandsbek beschließen:
Umgehend wirksame Maßnahmen zur Beseitigung und Prävention von illegalen Graffiti im Stadtteil Rahlstedt einzuleiten. Hierzu gehören insbesondere:
1. Die zeitnahe Entfernung illegaler Graffiti an öffentlichen Gebäuden, Lärmschutzwänden und Versorgungsstationen bzw. die Beseitigung bei den jeweiligen Eigentümern (z. B. Deutsche Bahn, Stromnetz Hamburg) einzufordern.
2. Die Prüfung der Bereitstellung legaler Graffiti-Flächen ("Walls of Fame"), um kreative Potenziale geordnet zu lenken und illegale Schmierereien zu reduzieren.
3. Eine verstärkte Kooperation mit lokalen Akteuren, Schulen und der Polizei zur Sensibilisierung und Prävention
Es wird vorgeschlagen, eine Vertretung des Jugendzentrums STARTLOCH (Hamburg-Rahlstedt) in den Regionalausschuss einzuladen.
Der Regionalausschuss Rahlstedt ist über die Ergebnisse zu informieren.
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