Mitteilung der Verwaltung zum Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! - Ergänzung / Umgestaltung der Gedenktafel für die Harburger und Wilhelmsburger Opfer des Faschismus im Rathaus Harburg
Letzte Beratung: 30.04.2026 Kulturausschuss Ö 7.1
Die Verfolgung von Menschen anderen Glaubens, anderer Herkunft, anderer Gesinnung oder mit Handicaps durch die Faschisten darf nicht aus dem Gedächtnis der zivilen Gesellschaft schwinden. In Harburg hilft hier mit viel Engagement die Initiative „Gedenken in Harburg“.
Ihre Liste an ermittelten Opfern des Faschismus wird Jahr für Jahr länger wie auch die Zahl der Stolpersteine mehr. Aber auch die Gedenktafel im Harburger Rathaus für die Opfer des Faschismus in Harburg und Wilhelmsburg sollte mit den nach neuesten Erkenntnissen hinzugekommenen Namen von Opfern aktualisiert werden.
Petitum/Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird gebeten, zusammen mit der Initiative „Gedenken in Harburg“ zu ermitteln, in welcher Form und mit welchen weiteren Namen die Gedenktafel für die Opfer des Faschismus im Harburger Rathaus zu erweitern und umzugestalten ist. Nachfolgend mögen die Ergebnisse samt einzuschätzender Kosten dem Kulturausschuss vorgelegt werden, um weitere Schritte zur Umsetzung einzuleiten.
Mitteilung der Verwaltung
Betriff: Drs. 21-0311 – „Harburg für Alle! – Ergänzung: Umgestaltung der Gedenktafel für die Harburger und Wilhelmsburger Opfer des Faschismus im Rathaus Harburg“
Sachverhalt
Im Harburger Rathaus befinden sich Gedenktafeln für die Harburger und Wilhelmsburger Opfer des Faschismus. Nach der Anbringung der Tafeln wurden etwa 90 weitere Opfer aus dem Hamburger Süden identifiziert, sodass eine Aktualisierung der Gedenktafeln notwendig ist.
Im oben genannten Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, gemeinsam mit der Initiative „Gedenken in Harburg“ zu ermitteln, in welcher Form und mit welchen weiteren Namen die Gedenktafeln für die Opfer des Faschismus zu erweitern und umzugestalten sind. Die Ergebnisse dieser Ermittlung sowie eine Kostenschätzung sollen dem Kulturausschuss vorgelegt werden, um weitere Schritte zur Umsetzung einzuleiten.
Mitteilung
Wie in der Drs. 21-0311.01 dargestellt, haben verschiedene Abstimmungen stattgefunden. Seither hat sich die Ausgangslage teilweise verändert: Die Künstlerin Hildegard Hurza, die die momentan vorhandenen Gedenktafeln seinerzeit erstellt hat, ist inzwischen verstorben.
Ein Austausch mit den Beteiligten, insbesondere der Initiative „Gedenken in Harburg“, hat verdeutlicht, dass eine rein digitale Erweiterung der Gedenktafeln nicht ausreichend ist und eine analoge Erweiterung angestrebt werden soll. Dabei soll auch eine Darstellung im Digitalen mitgedacht werden.
Eine Erweiterung könnte ggf. auf der den bisherigen Tafeln gegenüberliegenden Wand erfolgen. Hierbei wären jedoch folgende Schritte zu beachten:
Auch eine Erweiterung innerhalb des bestehenden Kunstwerkes könnte ggf. geprüft werden, jedoch wären mit dem Tod der ursprünglichen Künstlerin zunächst urheberrechtliche und anschließend gestalterische Fragen zu klären. Zudem würde die bestehende alphabetische Aufzählung der betreffenden Personen ggf. durchbrochen bzw. müsste eine Lösung hierfür erarbeitet werden.
Vor diesem Hintergrund hat das Bezirksamt recherchiert, wie hoch die Kosten für die Konzeptionierung der Erweiterung der Gedenktafeln wären. Das Bezirksamt geht von Kosten in Höhe von 6.000 Euro für die Konzeptionierung aus. Die darüber hinaus entstehenden Kosten für eine Umsetzung wären anschließend auf Grundlage der Konzeptionierung zu ermitteln. Für die Beauftragung der Konzeptionierung stehen dem Bezirksamt derzeit keine Mittel zur Verfügung.
Petitum
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Dr. Jobmann
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