Antwort auf Anfrage der FDP-Fraktion zu Bike- und Carsharing-Angeboten im Bezirk Harburg
Letzte Beratung: 13.02.2024 Hauptausschuss Ö 4.8
Beim Kampf gegen den Klimawandel kommt der Mobilitätswende eine große Bedeutung zu. Ein Aspekt ist dabei das Carsharing. Der Einfluss des Carsharings auf die Mobilitätswende ist dabei umstritten. Dabei befinden wir uns noch ganz am Anfang dieser Entwicklung. Zurzeit kann daher noch kein endgültiges Urteil über das Carsharing gefällt werden.
In gleicher Richtung verläuft die Entwicklung beim Bikesharing, wobei die Investitionssummen wesentlich niedriger liegen. Hierbei gibt es sehr unterschiedliche Modelle, die heute noch alle unterstützt werden sollten, bis sich herausstellt, welche sich endgültig durchsetzen werden.
Wichtig beim Bike- wie beim Carsharing ist die Verfügbarkeit dort, wo ein Bedarf besteht. Dafür wäre ein Konzept für den Bezirk Harburg sinnvoll.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Gibt es ein Konzept für Bike- und Carsharing-Angebote im Bezirk Harburg?
2. Wenn ja, wie sieht es aus?
3. Sind Planungen für die Weiterentwicklung der Angebote vorhanden?
4. Ein großes Problem sind oft die Abstellmöglichkeiten nach Nutzung. Wie wird damit umgegangen?
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
23. Januar 2024
Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion, Drs. 21-3517, wie folgt Stellung:
Zusätzlich zu den Aktivitäten privater Anbieter beschäftigt sich auch die Stadt mit geförderten Bike- und Carsharingangeboten, um die verfügbaren Angebote zu verbessern. Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) finanziert, konzeptioniert und betreut StadtRAD Hamburg als stationsgebundenes Bikesharing-System.
Im Rahmen des Forschungsprojekts KoGoMo (Stärkung der kommunalen Governance für die Umsetzung von neuen Mobilitätsangeboten in Kooperation mit privaten Anbietern) entwickelt das Bezirksamt Harburg in Zusammenarbeit mit der BVM, der Hochbahn, der TU Hamburg und anderer Kooperationspartner ein räumliches Konzept für neue Mobilitätsangebote im Bezirk Harburg. Die Ergebnisse befinden sich noch in der Aufstellung. Außerdem werden im Klimaschutzkonzept Harburgs Sharing-Angebote thematisiert und Standortvorschläge entwickelt.
Siehe Antwort zu 1.
Ja, BVM, Bezirksamt Harburg und die Hochbahn (switch) planen die Weiterentwicklung von StadtRAD und der switch-Punkte in Harburg. Darüber hinaus gibt es Planungen bei privaten Anbietern, die dem Bezirksamt nicht bekannt sind.
Für Freefloating-Angebote der Privatanbieter gilt das Abstellen innerhalb der jeweiligen Geschäftsgebiete innerhalb des öffentlichen Parkraumangebots.
Entliehene Sharing-Fahrzeuge standortgebundener Angebote wie z.B. von Cambio müssen an der Station, an der sie entliehen wurden, auch wieder abgestellt werden.
Hier wird im Rahmen des Forschungsprojekts KoGoMo untersucht, wie sich das Abstellen für stationsbasiertes Carsharing an HVV-Switch Standorten sichern lässt.
Eine enstprechende Evaluierung durch Hochbahn und TU Hamburg wird zur Zeit für den Standort Am Centrumshaus durchgeführt.
i.V. Trispel
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