Antwort Anfrage SPD betr. Ladesäulen für Elektro-Pkw
Letzte Beratung: 14.03.2023 Hauptausschuss Ö 1.12
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Pkw ist ein wichtiger Baustein, um die Emissionen des Verkehrssektors zu verringern. Defekte und nicht nutzbare Ladesäulen gerade in der Harburger Innenstadt sind dabei ärgerlich. Es daher fragwürdig, dass die Fahrzeuge vom hvv hop diese knappen Plätze ebenfalls belegen. Hier stellt sich die Frage, ob dieses neue und grundsätzlich gute Verkehrsangebot keinen eigenen Platz zum Laden der Elektro-Fahrzeuge hat.
Wir bitten um Beantwortung:
1. Wie viele öffentliche Ladesäulen gibt es offiziell im Bezirk?
2. Sind alle öffentlich gefördert?
3. Wie viele sind gerade außer Betrieb?
4. Werden zur Gesamtzahl die Säulen auf Betriebsgelände mitgerechnet? Wenn ja, warum kann man sie dann nicht nutzen?
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende 08.02.2023
Die Behörde für Wissenschaft und Innovation beantwortet die Anfrage der SPD-Fraktion (Drs. 21-2753) wie folgt:
1. Wie viele öffentliche Ladesäulen gibt es offiziell im Bezirk?
Die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur besteht nicht nur aus den städtischen, von der Stromnetz Hamburg GmbH (SNH) betriebenen Ladesäulen, sondern auch aus Ladesäulen, die von privaten Betreibern auf privatem oder öffentlichem Grund errichtet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Insbesondere im privaten Bereich ist ein großes Wachstum zu verzeichnen, sodass neben öffentlichem Grund verstärkt Flächen wie Parkhäuser, Supermarktparkplätze und Tankstellen für den Aufbau von Ladesäulen genutzt werden. Die Fragen wurden teilweise auf der Grundlage von Auskünften der SNH beantwortet.
Eine Aufschlüsselung nach Bezirken liegt nur für die städtischen, also von der SNH betriebenen Ladesäulen vor. Derzeit (Stand 28. Februar 2023) gibt es 29 städtische Ladesäulen im Bezirk Harburg, davon zwei DC- und 27 AC-Ladesäulen.
Eine Auflistung aller öffentlich zugänglicher Ladesäulen nach Postleitzahl ist öffentlich auf der Website der Bundesnetzagentur einsehbar (https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/E-Mobilitaet/start.html). Die Bundesnetzagentur weist auf Ihrer Seite darauf hin, dass die Liste die Ladeeinrichtungen aller Betreiberinnen und Betreiber beinhaltet, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur vollständig abgeschlossen und einer Veröffentlichung im Internet zugestimmt haben. Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladeeinrichtungen in Deutschland ist daher größer als auf der Website dargestellt.
2. Sind alle öffentlich gefördert?
Von den zu Frage 1 angegebenen 29 städtischen Ladesäulen sind elf öffentlich gefördert.
Daten zu Ladesäulen privater Betreiber liegen nicht vor.
3. Wie viele sind gerade außer Betrieb?
Derzeit (Stand 28.02.2023) ist eine der städtischen Ladesäulen in Harburg außer Betrieb.
Daten zu Ladesäulen privater Betreiber liegen nicht vor.
4. Werden zur Gesamtzahl die Säulen auf Betriebsgelände mitgerechnet? Wenn ja, warum kann man sie dann nicht nutzen?
Nein. Die in Frage 1 angegebenen städtischen Ladesäulen sind alle öffentlich zugänglich. Auch bei den auf der Website der Bundesnetzagentur angegebenen Ladesäulenhandelt es sich ausschließlich um öffentlich zugängliche Ladesäulen. Ladesäulen, die auf Privatgelände errichtet wurden und nicht öffentlich zugänglich sind, sind somit in der unter Frage 1 angegebenen Gesamtzahl nicht enthalten.
Gez. Heimath
F.d.R. Martens
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