Antrag CDU betr. Blumenmädchen darf nicht aus dem Stadtbild verschwinden
Letzte Beratung: 08.09.2026 Hauptausschuss Ö 7.1
In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2025 wurden die beiden Bronzeskulpturen „Trauerndes Kind” und „Blumenmädchen” aus dem öffentlichen Raum in Harburg gestohlen. Während das „Trauernde Kind” inzwischen sichergestellt wurde und nach seiner Restaurierung auf dem Grundstück der St.-Johannis-Gemeinde wieder aufgestellt werden soll, bleibt das „Blumenmädchen” weiterhin verschwunden.
Das „Blumenmädchen“ stand auf einem Grundstück der SAGA. Auch wenn die formale Zuständigkeit bei der SAGA liegt, hat der Bezirk ein erhebliches kulturpolitisches Interesse an einer Wiederaufstellung des „Blumenmädchens”. Das Bezirksamt sollte diese Frage nicht allein der SAGA überlassen, sondern aktiv den Kontakt suchen.
Der Künstler Karl August Ohrt schuf über 40 Werke im öffentlichen Raum Hamburgs. Bereits während der NS-Zeit wurde sein Werk verfolgt: Eine 1935 im Hamburger Stadtpark aufgestellte Plastik wurde als „entartete Kunst” eingestuft und entfernt. Sein Werk sollte daher nicht ein zweites Mal aus dem öffentlichen Raum verschwinden.
Die Bezirksversammlung beschließt:
Das Bezirksamt wird gebeten,
1. sich zeitnah bei der SAGA als Grundeigentümerin zu erkundigen, ob und in welchem Zeitrahmen eine Neuaufstellung des „Blumenmädchens” – etwa in Form eines Nachgusses – möglich ist;
2. zu prüfen, in welcher Form sich der Bezirk für eine Wiederaufstellung des Kunstwerks einsetzen kann, etwa durch Unterstützung bei der Klärung von Gussformfragen im Nachlass Karl August Ohrts, finanzielle Unterstützung oder durch Vermittlung zwischen der SAGA und weiteren Beteiligten;
3. im Kulturausschuss über den Sachstand zu berichten.
Hamburg, am 04.09.2026
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