Hamburgs Bezirke stärken – Bezirksverwaltungsreform bürgernah, transparent und orientiert an den Bedarfen der Bezirke für eine gute Verwaltung vor Ort umsetzen Gemeinsamer Antrag von SPD-, CDU- und FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 12.11.2026 Bezirksversammlung Ö 6.6
Die Hamburger Bezirksverwaltung feierte im Mai 2026 ihr 75-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung durch das Bezirksverwaltungsgesetz im Jahr 1951 stehen die Bezirksämter für eine bürgernahe und greifbare Verwaltung vor Ort. Mit über 330.000 Einwohnern gehört Hamburg-Nord zu den bevölkerungsreichsten Bezirken der Hansestadt.
Angesichts von Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel, komplexeren Verwaltungsaufgaben, finanziellen Herausforderungen, der fortschreitenden Digitalisierung und einer allgemein veränderten Sicherheitslage ist eine Modernisierung der Strukturen nach zwanzig Jahren notwendig. Die am 7. Mai 2026 vorgestellten Eckpunkte zur Bezirksverwaltungsreform unter dem Leitmotiv „Hamburgs Bezirke: Für die Menschen. Kompetent vor Ort. Digital für alle“ markieren hierfür einen wichtigen Startpunkt.
Besonders hervorzuheben sind dabei die Ziele:
- Stärkung der Budgetrechte: Erhöhung der Ressourcenverantwortung der Bezirksämter für eine flexiblere Mittelbewirtschaftung.
- Stärkung der Regionalbeauftragten: Intensivere Betreuung der Belange in den einzelnen Stadtteilen durch erhöhte Personalressourcen.
- Stärkung der Strukturen für Bürgerbeteiligung: Auf- und Ausbau professioneller Elemente der Bürgerbeteiligung in der Kernverwaltung der Bezirksämter.
- Interbezirkliche Zusammenarbeit: Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für Shared Services und agile Unterstützungseinheiten (Support Units).
- Ausbau lokaler Handlungsspielräume: Stärkung der Gestaltungsmöglichkeiten in der Bau- und Verkehrsplanung sowie der Sozialraumentwicklung.
- Digitalisierung: Einführung barrierefreier End-to-End-Prozesse zur Entlastung von Standardaufgaben oder regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben.
- Attraktivität als Arbeitgeber: Um im Wettbewerb um Fachkräfte zu bestehen, sind eine angemessene technische Ausstattung sowie wettbewerbsfähige Vergütungsstrukturen (wie die Hamburg-Zulage) unverzichtbar.
Für die CDU-Fraktion: Martin Fischer, Dr. Clarissa Bohlmann, Stefan Baumann,
Ralf-Martin Diedrich, Gunther Herwig, Philipp Kroll,
Martina Lütjens, Katharina Schwarz, Ekkehart Wersich,
Dr. Julia Wickert
Für die SPD-Fraktion: Tina Winter, Dr. Martin Albers, Martina Schenkewitz,
Angelina Timm, Eric Schabow, Daniela Kerkow, Carsten Gerloff,
Veit Krasnicke, Silvia Schmidt, Frederic Artus, Helen Hauser,
Jara Jovanovic
Für die FDP-Fraktion: Claus-Joachim Dickow, Lars Jessen, Konstantin Bonfert,
Ron Schumacher
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