Eingabe: Verkehrs- und Lärmbelastung bei Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg - Krochmannstraße
Letzte Beratung: 28.09.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.2.17
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord informiert über folgende Bürgereingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte die nachfolgend geschilderte, regelmäßig bei Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg auftretende Verkehrssituation zugleich als Eingabe an die Bezirksversammlung Hamburg-Nord richten und bitte um Weiterleitung an den fachlich zuständigen Ausschuss.
Nachfolgend übersende ich Ihnen die ausführliche Schilderung des Sachverhalts:
ich wende mich als Anwohner der Krochmannstraße an Sie, da es bei größeren Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg regelmäßig zu erheblichen Verkehrsproblemen und damit verbundenen Lärm- und Sicherheitsbelastungen im unmittelbaren Wohnumfeld kommt.
Nach meiner Beobachtung wird die Krochmannstraße bei solchen Veranstaltungen im Bereich der Carl-Cohn-Straße durch eine Schranke für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Gleichzeitig bleibt die Zufahrt von der Seite Braamkamp zunächst geöffnet.
Dies führt regelmäßig dazu, dass zahlreiche Fahrzeuge vom Braamkamp in die Krochmannstraße einfahren, obwohl eine Weiterfahrt am anderen Ende nicht möglich ist. Mit zunehmendem Veranstaltungsverkehr entsteht dadurch innerhalb der Krochmannstraße ein erheblicher Rückstau. Im Bereich der Carl-Cohn-Straße versuchen Fahrzeuge zu wenden oder aneinander vorbeizufahren, während gleichzeitig weitere Fahrzeuge in die Straße einfahren.
Dadurch kommt es zu gegenseitigen Behinderungen und teilweise sehr unübersichtlichen Verkehrssituationen.
Hinzu kommt, dass die Krochmannstraße aus meiner Sicht ohnehin nur sehr eingeschränkt geeignet ist, zusätzlichen Parkraum für Besucher größerer Veranstaltungen aufzunehmen. Die vorhandenen Parkmöglichkeiten werden bereits im Alltag zu einem großen Teil von den Anwohnern genutzt. An Veranstaltungsabenden stehen daher nur wenige zusätzliche Stellplätze zur Verfügung. Dennoch fahren zahlreiche Besucher zur Parkplatzsuche in die Straße ein. Teilweise wird dabei auch in zweiter Reihe gehalten oder geparkt, wodurch sich die ohnehin beengte Verkehrssituation zusätzlich verschärft.
Der Nutzen, die Krochmannstraße für den allgemeinen Veranstaltungsverkehr offen zu halten, erscheint daher sehr begrenzt. Einer vergleichsweise kleinen Zahl möglicher zusätzlicher Parkplätze stehen erheblicher Parksuchverkehr, Rückstaus, Wendemanöver und die daraus entstehenden Belastungen gegenüber. Aus meiner Sicht sollte daher insbesondere geprüft werden, ob die Krochmannstraße bei größeren Veranstaltungen bereits an der Zufahrt vom Braamkamp für den allgemeinen Veranstaltungsverkehr gesperrt und die Zufahrt auf Anwohner bzw. Anlieger beschränkt werden kann.
Zusätzlich wird die von der Krochmannstraße abgehende, auf Google Maps als „T1890 / Tweetstücken“ bezeichnete und nur für Anlieger freigegebene Straße regelmäßig als Ausweich- und Parksuchroute genutzt. Fahrzeuge fahren dort entweder gezielt zur Parkplatzsuche hinein oder versuchen, auf diesem Weg dem Rückstau in der Krochmannstraße zu entkommen. Das bestehende Durchfahrtsverbot für Nicht-Anlieger wird nach meiner Beobachtung während größerer Veranstaltungen in erheblichem Umfang missachtet.
Für die Anwohner führt dies nicht nur zu einer erheblichen Verkehrs-, sondern insbesondere auch zu einer starken Lärmbelastung über mehrere Stunden.
Neben Motoren- und Rangiergeräuschen kommt es aufgrund der festgefahrenen Verkehrssituation immer wieder zu Hupen, Rufen und lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Fahrzeugführern. Hinzu kommt, dass Veranstaltungsbesucher bei der Anreise teilweise längere Zeit im Bereich der Wohnhäuser stehen oder sich dort aufhalten. Dabei wird zum Teil laut Musik aus Fahrzeugen abgespielt, laut gesprochen oder gerufen und einzelne Besucher sind erkennbar bereits alkoholisiert. In Verbindung mit dem gleichzeitig stockenden Verkehr, den Wendemanövern und dem Parksuchverkehr entsteht dadurch an Veranstaltungsabenden über längere Zeit eine erhebliche und unmittelbar wahrnehmbare Lärmbelastung direkt vor den Wohnhäusern.
Problematisch ist außerdem, dass die bestehende Anliegerregelung faktisch nur funktioniert, wenn Anwohner selbst auf das Durchfahrtsverbot hinweisen. Dies kann insbesondere an Veranstaltungsabenden zu unangenehmen oder konfliktträchtigen Situationen führen, zumal sich dort größere Besuchergruppen aufhalten und teilweise bereits Alkohol konsumiert wurde.
Es kann aus meiner Sicht nicht Aufgabe der Anwohner sein, die Einhaltung einer bestehenden Verkehrsregelung selbst durchzusetzen oder wiederholt Fahrzeugführer auf das Durchfahrtsverbot hinzuweisen. Wenn eine Straße nur für Anlieger freigegeben ist, sollte durch eine geeignete Verkehrsführung, eindeutige Beschilderung und gegebenenfalls zeitweise Kontrollen sichergestellt werden, dass diese Regelung auch tatsächlich funktioniert.
Ich möchte Sie daher bitten, die Verkehrsführung bei größeren Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg zu überprüfen. Insbesondere bitte ich um Prüfung,
Mir ist bewusst, dass die konkrete Ausgestaltung der Verkehrsführung durch die zuständigen Stellen fachlich festgelegt werden muss. Mir geht es daher nicht darum, eine bestimmte Maßnahme vorzugeben, sondern um eine wirksame Lösung des wiederkehrenden Problems.
Die derzeitige Situation, bei der erheblicher Veranstaltungsverkehr in die Krochmannstraße einfährt, obwohl der Abfluss am anderen Ende gleichzeitig unterbrochen ist und nur wenige zusätzliche Parkmöglichkeiten bestehen, erscheint aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Die daraus entstehenden Rückstaus, Wendemanöver, Ausweich- und Parksuchverkehre sowie die damit einhergehende erhebliche Lärm- und Sicherheitsbelastung beeinträchtigen die Anwohner regelmäßig über mehrere Stunden.
Ich wäre Ihnen daher dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, welche Stelle für die Planung bzw. Anordnung dieser temporären Verkehrsführung zuständig ist und ob eine Überprüfung bzw. Anpassung für zukünftige Veranstaltungen möglich ist.
Bei Bedarf kann ich die Situation vor Ort näher erläutern sowie Fotos oder eine Dokumentation während einer entsprechenden Veranstaltung zur Verfügung stellen.
Als Beispiel für die geschilderte Situation füge ich ein Foto bei, das während einer Veranstaltung aus einem Wohnhaus an der Krochmannstraße aufgenommen wurde. Rechts im Bild befindet sich die Einmündung T1890 / Tweetstücken; im oberen Bildbereich ist der Rückstau auf der Krochmannstraße in Richtung Carl-Cohn-Straße zu erkennen.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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