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Eingabe: Extrem angespannte Parksituation im Komponistenviertel - Fehlplanung bei Fahrradstellplätzen und akuter Parkplatzmangel

Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Anwohner der Schumannstraße wende ich mich mit einer dringenden Eingabe zur aktuellen Parkraumgestaltung im gesamten Komponistenviertel an Sie. Die ohnehin kritische Parksituation im Quartier hat sich durch jüngste infrastrukturelle Maßnahmen des Bezirksamtes massiv und unnötig verschärft.

Die aktuelle Praxis bei der Schaffung von Fahrradstellplätzen im Viertel zeigt erhebliche Mängel in der Platzeffizienz. Exemplarisch zeigt sich dies in meinem direkten Wohnumfeld in der Schumannstraße (Abschnitt zwischen Herderstraße und Mozartstraße): Hier wurden kürzlich durch das Einlassen von Metallrahmen mindestens 8 bis 10 Pkw-Stellplätze ersatzlos gestrichen. Die Raumausnutzung dieser neuen Stellplätze ist vollkommen misslungen: Auf der Fläche eines einzigen Pkw-Stellplatzes wurden lediglich zwei bis drei Metallrahmen montiert, wodurch dort maximal vier bis sechs Fahrräder Platz finden. Bei einer durchdachten, platzeffizienten Gestaltung könnten auf derselben Fläche problemlos zehn Fahrräder untergebracht werden.

Zudem wurden zuvor bereits halbkugelförmige Fahrradständer aufgestellt, die ebenfalls zulasten des Pkw-Parkraums gingen. Freie Flächen, wie die Abstellräume vor den Straßenbäumen, werden für diese Infrastruktur komplett ignoriert. Ein tatsächlicher Mehrbedarf in dieser Dimension ist im Viertel nicht erkennbar; Fahrräder ließen sich stets flexibel in Innenhöfen, Kellern und Wohnungen unterbringen. Autos hingegen sind auf den öffentlichen Raum angewiesen. Wer nach 17:00 Uhr nach Hause kommt, findet im gesamten Quartier schlicht keinen legalen Parkplatz mehr. Die Folge sind ordnungswidriges Abstellen und erhebliche Bußgelder, die sich für die Betroffenen inzwischen auf existenzbedrohende 550 bis 580 Euro summieren können. Die Parkplatznot im Komponistenviertel wurde hier teilweise durch die Bezirkspolitik selbst geschaffen.

Vor diesem Hintergrund fordere ich die Bezirksversammlung und das Bezirksamt auf, folgende Maßnahmen für das gesamte Komponistenviertel zeitnah umzusetzen:

  1. Viertelweiter Rückbau und Optimierung: Die neu geschaffenen Fahrradstellplätze im gesamten Quartier müssen auf ihre tatsächliche Auslastung und Effizienz überprüft werden. Schlecht genutzte Fahrradplätze sind zugunsten des Pkw-Parkraums zurückzubauen. Die verbleibenden Fahrradzonen sind flächendeckend mit platzsparenden Ständern auszustatten, die eine maximale Anzahl an Fahrrädern auf minimaler Fläche erlauben.
  2. Konsequente Nutzung von Alternativflächen: Neue Fahrradständer dürfen nicht mehr zulasten von Pkw-Stellplätzen gehen, sondern müssen bevorzugt auf ohnehin für Pkw unnutzbaren Freiflächen (z. B. im direkten Umfeld von Straßenbäumen oder auf Gehwegnasen) errichtet werden.
  3. Einführung von Bewohnerparken im Quartier: Um den enormen Parkdruck zu regulieren und den Anwohnenden Vorrang zu gewähren, ist die Einführung einer Bewohnerparkzone für das Komponistenviertel prioritär umzusetzen. Hierbei muss planerisch sichergestellt werden, dass die verbleibende Anzahl an Stellplätzen für die gemeldeten Pkw der Anwohner rechnerisch auch tatsächlich ausreicht.

Da ich an der kommenden Sitzung voraussichtlich nicht persönlich teilnehmen kann, bitte ich um die Verlesung bzw. Berücksichtigung dieser Eingabe im Ausschuss. Ich stimme der Weitergabe meiner Kontaktdaten an die Fraktionen und Mitglieder des Ausschusses zum Zwecke der Bearbeitung zu.

Über eine schriftliche Rückmeldung zum Beratungsergebnis und zu den geplanten Schritten freue ich mich.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Isabel Permien

Anhänge

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Lokalisation Beta
Schumannstraße Herderstraße Mozartstraße

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