Eingabe: Park- und Verkehrssituation rund um Ohlsdorfer Straße / Carl-Cohn-Straße
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich als Anwohner der Ohlsdorfer Straße im Bereich nördlich des Jahnrings an die Bezirksversammlung, da sich die Park- und Verkehrssituation in unserem Wohngebiet zunehmend zuspitzt.
Bereits im normalen Alltag besteht hier ein erheblicher Parkdruck. Tagsüber werden viele Stellplätze nach meiner Beobachtung von Beschäftigten bzw. Schüler:innen der Polizei genutzt. An Veranstaltungstagen der Sporthalle Hamburg kommen insbesondere in den Abendstunden zahlreiche ortsfremde Fahrzeuge hinzu. Obwohl die Zufahrt in das Quartier von einigen Seiten durch Schranken bzw. Durchfahrtverbote eingeschränkt ist, lässt es sich über andere Zufahrten problemlos erreichen. Entsprechend entsteht vor Veranstaltungen inzwischen erheblicher Parksuchverkehr in den Wohnstraßen.
Für die Anwohner bedeutet dies zunehmend lange Parkplatzsuchen und teils erhebliche Entfernungen zwischen Wohnung und abgestelltem Fahrzeug. Gleichzeitig belastet der immer wieder kreisende Parksuchverkehr das Wohngebiet durch vermeidbaren Verkehr, Lärm und Emissionen und macht die Situation in den teilweise engen Straßen unübersichtlicher, insbesondere für Fußgänger und Radfahrende.
Aktuell verschärft die Baustellensituation in der Carl-Cohn-Straße das Problem zusätzlich, da dort eine größere Zahl von Parkplätzen nicht zur Verfügung steht. Die zwischen Krochmannstraße und Henry-Budge-Straße aufgestellten Haltverbotsschilder weisen nach wie vor eine Befristung bis zum 31.08.2026 aus. Die Baustelleneinrichtung besteht heute, am 17.09.2026, jedoch weiterhin.
In diesem Zusammenhang bitte ich um Klärung, auf welcher Grundlage die Flächen aktuell weiterhin für die Baustelle gesperrt sind. Sollte die entsprechende Genehmigung verlängert worden sein, stellt sich zudem die Frage, weshalb die Beschilderung mehr als zwei Wochen später noch immer nicht angepasst wurde und bis wann die Einschränkungen nun tatsächlich bestehen sollen.
Darüber hinaus möchte ich anregen, die Verkehrssituation im Quartier rund um die nördliche Ohlsdorfer Straße und die angrenzenden Wohnstraßen grundsätzlich zu überprüfen. Aus meiner Sicht sollte insbesondere betrachtet werden, wie der erhebliche gebietsfremde Park- und Parksuchverkehr durch die Sporthalle und die Polizei reduziert werden kann und ob beispielsweise eine bessere Zufahrtssteuerung, Bewohnerparken oder andere Maßnahmen geeignet wären.
Mir geht es dabei nicht um einen garantierten Parkplatz vor der Haustür, sondern um eine angemessene Balance zwischen den unterschiedlichen Nutzungen des öffentlichen Raums. Viele Anwohner sind zumindest zeitweise auf ein Auto angewiesen und sollten eine realistische Chance haben, dieses in zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung abzustellen. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind. Auch Handwerks- oder Pflegedienste finden tagsüber teilweise kaum noch Stellmöglichkeiten in der Nähe ihrer Einsatzorte.
Mit Beginn der Veranstaltungssaison in der Sporthalle und dem gleichzeitigen Fortbestehen der Baustelle ist die Belastung derzeit besonders deutlich spürbar. Ich würde mich daher freuen, wenn die zuständigen Stellen die Situation prüfen und mir sowohl zum tatsächlichen Ende der Baustelleneinschränkungen als auch zu möglichen Maßnahmen gegen den zunehmenden Park- und Parksuchverkehr eine Rückmeldung geben könnten.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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