Pilotprojekt - Kostenlose Periodenartikel für Eimsbüttel
Die Menstruation ist ein natürlicher Bestandteil des Lebens vieler Menschen und dennoch bis heute mit Scham, Tabus und finanziellen Hürden verbunden. Fehlender oder erschwerter Zugang zu Periodenartikeln kann dazu führen, dass Betroffene in ihrem Alltag eingeschränkt werden – sei es in der Schule, am Arbeitsplatz oder bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen. Vor dem Hintergrund dieser Hürden zur Teilhabe sollten Menstruationsprodukte zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehören. Kostenlose Menstruationsprodukte mit einem niedrigschwelligen Zugang leisten einen konkreten Beitrag zu mehr Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit.
Vor diesem Hintergrund soll im Hamburg-Haus in Hamburg-Eimsbüttel ein Pilotprojekt zur kostenlosen Bereitstellung von Periodenartikeln auf den Toiletten umgesetzt werden. Besuchende sollen dort unkompliziert und kostenlos auf Tampons und Binden zugreifen können, wenn kurzfristig Bedarf entsteht.
Das Pilotprojekt soll durch die Bezirksversammlung Eimsbüttel mit Sondermitteln finanziell unterstützt werden. Ziel ist es, die Nutzung des Angebots sowie dessen Akzeptanz und praktische Umsetzbarkeit über einen festgelegten Zeitraum zu evaluieren. Dabei soll untersucht werden, ob die Bereitstellung der Produkte den Bedürfnissen der Nutzerinnen entspricht, wie das Angebot angenommen wird und welche organisatorischen Erfahrungen sich aus der Umsetzung ergeben.
Bei erfolgreichem Verlauf des Pilotprojekts soll geprüft werden, das Konzept auf weitere öffentliche Einrichtungen im Bezirk Eimsbüttel auszuweiten. Perspektivisch könnten insbesondere Schulen sowie weitere öffentliche Gebäude mit kostenlosen Periodenartikeln ausgestattet werden.
Für das Projekt werden von der Bezirksversammlung Sondermittel in Höhe bis zu EUR 2.500,- zur Verfügung gestellt.
Kordula Leites, Armita Kazemi, Hadi Mourad, Simone Gastl und SPD-Fraktion
Juliane Papendorf, Falk Schmidt-Tobler und GRÜNE-Fraktion
Keine Orte erkannt.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Keine Themen erkannt.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.