Periodenprodukte für alle: Kostenfrei in Hamburg-Nord Antrag der GRÜNE-Fraktion
Letzte Beratung: 16.04.2026 Bezirksversammlung Ö 6.5
Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache:
Problem: Auch in Deutschland haben manche Menschen wenig Geld. Sie können sich Tampons oder Binden nicht immer leisten. Das kann krank machen. Viele schämen sich. Manche ziehen sich zurück.
Lösung: In einigen Toiletten im Bezirks-Amt gibt es seit 2024 umsonst Tampons und Binden. Der Test war gut. Es soll das in mehr Häusern vom Bezirks-Amt geben.
Wer das machen soll: Das Bezirks-Amt Hamburg-Nord soll das planen. Es soll sagen, was es kostet. Es soll später erzählen, ob es gut klappt.
Periodenarmut ist auch in einem wohlhabenden Land wie Deutschland Realität. Menschen mit geringem Einkommen können sich notwendige Periodenprodukte wie Tampons oder Binden nicht immer leisten. Dies kann zu gesundheitlichen Risiken, Schamgefühlen und sozialer Ausgrenzung führen.
Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat im Jahr 2024 am Standort Kümmellstraße 5-7 eigeninitiativ ein Pilotprojekt gestartet und dort öffentlich zugängliche Toiletten mit kostenfreien Menstruationsartikeln ausgestattet. Die Antwort auf eine Kleine Anfrage (Drs. 22-1543, [1]) zeigt, dass die Umsetzung grundsätzlich möglich ist, die Kosten für Spendersysteme überschaubar sind und bislang keine Probleme mit Vandalismus bekannt wurden. Der seit 2024 laufende Versuch ist nach bisherigem Kenntnisstand erfolgreich.
Gerade weil das Pilotprojekt funktioniert, ist es konsequent, die Installation entsprechender Spendersysteme nun in weiteren öffentlich zugänglichen Toiletten des Bezirksamts Hamburg-Nord vorzunehmen. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für eine dauerhafte Verstetigung zu schaffen.
Beschluss:
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird gebeten,
Für die GRÜNE Fraktion
Daniela Clément
Thorsten Schmidt
Nergis Zarifi
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.