22-2595

Kinder- und Jugendbeteiligung stärken – Kooperationen mit Schulen im Bezirk ausbauen

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Baustein für eine lebendige Demokratie und gesetzlich in § 33 des Bezirksverwaltungsgesetzes (BezVG) sowie in § 8 SGB VIII verankert.

Bei der Beteiligung sind die Qualitätsstandards des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu berücksichtigen, dass „unterschiedliche Bedürfnisse je nach Alter, Geschlecht, ggf. Behinderung, sozialer, kultureller oder ethnischer Herkunft sowie Bildungsstand“ berücksichtigt werden.

Neben Einrichtungen der Jugendhilfe erfüllt insbesondere die Schule als Institution diese Anforderungen. Hier werden nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht – unabhängig von sozialem Hintergrund oder bisherigem Engagement.

Im aktuellen Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Eimsbüttel zeigt sich, dass eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Schule in den Jahren 2024-2025 punktuell stattgefunden hat.

Dabei bietet die Beteiligung junger Menschen weit mehr als die reine Einbindung in Planungsprozesse: Sie stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit, fördert Integration und ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, ihren eigenen Lebensraum aktiv mitzugestalten. Beteiligung darf kein Zufallsprodukt sein – sie muss verlässlich, zugänglich und alltagsnah organisiert werden.

Es gilt also auszuloten, wie bestehende Beteiligungsansätze weiterentwickelt, strukturell gestärkt und systematisch mit den Schulen sowie Institutionen im Bereich der Integration im Bezirk verzahnt werden können, um mehr junge Menschen zu erreichen und ihre Perspektiven nachhaltig in die Entscheidungsprozesse einzubinden.

Petitum/Beschluss

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, in den Ausschuss für Schule, Bildung und Integration eine:n Referent:in zu entsenden, um über bestehende Formen der Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk sowie über Möglichkeiten einer stärkeren Verzahnung mit schulischen Formaten und Formaten im Bereich der Integration zu berichten. Ebenso soll die Regionalbeauftragte, die für Kinder- und Jugendbeteiligung zuständig ist, eingeladen werden.

Hierbei sollen auch praktische Erfahrungen, bestehende Kooperationen sowie Herausforderungen und Rahmenbedingungen dargestellt werden.

Der Jugendhilfeausschuss soll über diese Sitzung informiert werden.


Nadine Regling-Armi, Simone Gastl und SPD-Fraktion Eimsbüttel

Christine Velmede, Juliane Papendorf, Rita Wolf und GRÜNE-Fraktion Eimsbüttel

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