Kinder- und Jugendlichensprechstunde beim Bezirksamtsleiter
Letzte Beratung: 29.01.2026 Bezirksversammlung Ö 9.3
Im Bezirk Eimsbüttel wird seit längerer Zeit intensiv darüber diskutiert, Kinder und Jugendliche stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden. Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass Kinder und Jugendliche als unmittelbar Betroffene und als kommende Generationen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes spielen müssen und sollten.
Verschiedene Beteiligungsformate wurden bereits im Jugendhilfeausschuss vorgestellt, darunter die Teilnahme von Delegierten des Kreisschüler*innenrats sowie der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung der Diakonie.
Das Recht auf Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist nicht nur eine demokratische Verpflichtung, sondern auch gesetzlich im SGB VIII (und durch die UN-Kinderrechtskonvention) verankert. Innerhalb der Jugendhilfe sind Träger – ob kommunal oder frei – verpflichtet, Schutzkonzepte zu erarbeiten, die unter anderem auch das Recht auf Mitwirkung sicherstellen. Dieses Prinzip sollte unbedingt auch auf die politische Ebene des Bezirks übertragen werden.
Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen und gesellschaftlichen Anforderung bzw. Verpflichtung kommt der Bezirksebene eine besondere Vorbildfunktion zu. Die Etablierung eines direkten, niedrigschwelligen Dialogformats mit dem Bezirksamtsleiter kann einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Jugendbeteiligung leisten. Insbesondere eine regelmäßig stattfindende Kinder- und Jugendlichensprechstunde (z. B. quartalsweise) signalisiert Wertschätzung und eröffnet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Anliegen unmittelbar vorzutragen und aktiv in kommunale Planungen eingebunden zu werden.
Dieser Antrag orientiert sich an einem Antrag / Modell aus dem Bezirk Bergedorf (Drucksache 21-0763, vom 25.02.2021). Unter Berücksichtigung der vielfältigen Aufgaben des neuen Bezirksamtsleiters sowie einer notwendigen Einarbeitungsphase, wird die Umsetzung einer solchen Sprechstunde innerhalb des Jahres als realistisch und wünschenswert eingeschätzt.
Beschluss:
Myriam Schrank und Fraktion Die Linke in der Bezirksversammlung Eimsbüttel
keine
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