Wann verabschieden sich die rosa Abfallsäcke in Altona? Auskunftsersuchen von Dana Vornhagen, Lars Andersen, Gesche Boehlich und Yohana Hirschfeld (alle Fraktion GRÜNE)
Letzte Beratung: 09.11.2026 Ausschuss für Wirtschaft, Klima und Verbraucherschutz Ö 8.5
In eng bebauten Quartieren gehörten die rosa Abfallsäcke zur Entsorgung von Restmüll bei Haushalten ohne eigene Restmülltonne oder bei gelegentlichem Mehrbedarf lange dazu. Durch die Installation von modernen Abfallsystemen wie oberirdische Müllboxen und unterirdische Unterflursysteme konnte die Stadtreinigung Hamburg die Sackabfuhr immer weiter reduzieren. Die Installation wird präferiert auf den zum Wohnraum gehörigen Grundstücken vorgenommen, bei Platzmangel erfolgt sie auf öffentlichem Grund.
Laut Berichterstattung im August 2026 konnte das Projekt „Weg mit den rosa Säcken“ im Bezirk Altona nahezu abgeschlossen werden. Dies ist ausdrücklich zu begrüßen, denn durch das Projekt sind die Abfälle besser vor Witterung, Tieren und Vandalismus geschützt. Zudem wird die Geruchsbelästigung reduziert und durch ein größeres Fassungsmögen als herkömmliche Mülltonnen können Leerintervalle optimiert werden.
Wir bitten die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft gemäß § 27 BezVG um Beantwortung der folgenden Fragen:
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) beantwortet unter Beteiligung der Stadtreinigung Hamburg (SRH) die Fragen wie folgt:
Zu 1:
In Altona wurden 42 Unterflursysteme und 161 Müllboxen errichtet. Die Akzeptanz dieser Systeme ist sehr standortabhängig, insgesamt lässt sich feststellen, dass die errichteten Unterflursysteme und Müllboxen genutzt werden
Zu 2:
Aktuell erfolgt die Müllentsorgung noch in 761 Benutzungseinheiten über rosa Müllsäcke. Der Anlage können die Straßen und die jeweiligen Benutzungseinheiten entnommen werden. Hier ist anzumerken, dass u.a. in Blankenese in Absprache mit dem Bezirksamt Altona die Entsorgung über Säcke bestehen bleiben soll. Auch für Gewerbeeinheiten wird die Entsorgung weiterhin über Säcke erfolgen.
Zu 3 + 4:
Die Aussage, die Umsetzung in Altona sei fast abgeschlossen, ist so zu verstehen, dass kein Bezirk komplett „sackfrei“ werden wird. Das ist u.a. auf die rechtlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen, laut derer die SRH nur für Wohnungen beziehungsweise wohnungsbezogene Entsorgungssysteme Alternativen schaffen kann. Für Blankenese wurde zudem entschieden, dauerhaft an der Sackabfuhr festzuhalten, siehe auch Antwort zu 2. Die besonderen örtlichen Gegebenheiten lassen dort keine praktikable Alternative zu, gleichzeitig ist die Disziplin der Anwohner:innen beim Umgang mit den Säcken sehr hoch, sodass die Sackabfuhr dort nicht jene Probleme verursacht, die teilweise aus anderen Stadtteilen bekannt sind. Vor diesem Hintergrund wird die Umstellung in Altona von der SRH als weitgehend abgeschlossen betrachtet.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
Tabelle Müllentsorgung über rosa Müllsäcke
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