Errichtung Wildtierauffangstation Klövensteen Antrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 08.04.2026 Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport Ö 17
Hamburg ist eine Großstadt mit weitläufigen Grün- und Waldflächen. Diese weisen einen großen Bestand an Wildtieren auf, und zwar auch in freier Wildbahn.
Füchse, Biber, Wildschweine, Rothirsche, Damwild, Wildkaninchen, Marder, aber auch Möwen, Gänse, Kiebitze, und Seeadler besitzen ihr Habitat in der Großstadt.
Die Bevölkerungszahl in Hamburg steigt kontinuierlich an. Durch die damit verbundene zunehmende Urbanisierung von Flächen des Hamburger Stadtgebiets kommt es zwangsläufig zu Unfällen mit Wildtieren bzw. zum Auffinden von kranken oder verunfallten Wildtieren auf dem Hamburger Stadtgebiet. Bürgerinnen und Bürger, Polizei, Feuerwehr und andere Einsatzkräfte stehen in solchen Fällen regelmäßig vor der Frage, wohin diese Tiere für eine fachgerechte Versorgung verbracht werden können.
Was vom Menschen gut gemeint ist, stellt die städtischen Einrichtungen vor große Probleme; so sind die öffentlichen Tierheime beim Abliefern von Wildtieren häufig überfüllt, Wildtierauffangstationen sind ohnehin rar.
In der Hansestadt Hamburg betreibt das Tierheim Süderstraße e.V. im Auftrag der Stadt eine Wildtierauffangstation. Diese Wildtierauffangstation ist nicht nur regelmäßig überfüllt, sondern weist zudem einen gravierenden Sanierungsstau auf. Sie befindet sich dementsprechend bekanntermaßen in einem desolaten Zustand.
In Ermangelung von Plätzen für verletzte/ verunfallte Wildtiere in der Hansestadt Hamburg fährt die Hamburger Polizei verletzte/ verunfallte Wildtiere zum Teil zu entsprechenden Auffangstationen nach Niedersachsen. Dieses Prozedere ist umständlich, kostet Geld und dient
zudem nicht gerade dem Tierwohl, um das es hier schließlich geht.
Soweit für einzelne Tierarten gesonderte Auffangstationen (z.B. das Hamburger Schwanenwesen, den Eichhörnchennotruf oder die Igelstation Bergedorf) in der Hansestadt Hamburg existieren, vermögen diese den Bedarf nur minimal abzudecken.
Es bedarf mithin höchst dringlich einer Entlastung der Wildtierauffangstation in der Süderstraße.
In anderen Bundesländern werden Tierauffangstationen auch von Wildparks betrieben, was sich unter Praktikabilitätsgesichtspunkten förmlich aufdrängt.
Eine Rückfrage beim Revierförster des Wildgeheges Klövensteen hat ergeben, dass man sich dort die Errichtung einer Wildtierauffangstation sehr gut vorstellen könne. Laut Auskunft des Revierförsters sind alle notwendigen Strukturen dort bereits vorhanden und mit dem vorhandenen Personalbestand könnten die mit einer Wildtierauffangstation verbundenen Mehraufgaben abgedeckt werden.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport der Bezirksversammlung, wie folgt zu beschließen:
Das Bezirksamt wird nach § 19 BezVG gebeten,
Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport wird um Zustimmung und Weiterleitung an die Bezirksversammlung gebeten
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