Frau Riebe eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und legt die Tagesordnung im vorgelegten Umfang fest.
Eine Bürgerin fragt in Bezug auf das Grundstück im Tangstedter Weg (TOP 4.2) nach den bisherigen Eigentumsverhältnissen.
Herr Behrens antwortet, dass das betreffende Grundstück zuvor im Eigentum der norddeutschen Rasenschule stand.
Der Planungsausschuss genehmigt die Niederschriften über die Sitzungen vom 25.11.2025 und 06.01.2026 einstimmig.
Zu diesem Tagesordnungspunkt sind Frau Scheliga, Herr Drews und Herr Huppertz vom Studierendenwerk Hamburg sowie Herr Moser von der Stiftung Azubiwerk anwesend.
Frau Scheliga stellt das Studierendenwerk Hamburg vor und geht dabei einleitend auf die Organisationsstruktur, die strategischen Unternehmensziele, die vielfältigen Leistungsbereiche und die Standorte ein. Ein besonderer Fokus wird auf die aktuellen Neubau- und Sanierungsprojekte gelegt, die im Kontext der studentischen Wohneinrichtungen realisiert werden.
Die Präsentation liegt der Niederschrift bei.
Danach übernimmt Herr Moser und fährt mit der Vorstellung der Stiftung Azubiwerk fort. Es werden die Organisationstruktur, Aufgabenbereiche und die strategischen Ziele erläutert. Anschließend stellt er die von der Stiftung derzeit unterhaltenen Standorten vor und legt dar, nach welchen Kriterien neue Standorte für Wohnanlagen ausgewählt werden.
Die Präsentation liegt der Niederschrift bei.
Es werden im Zuge der sich anschließenden Fragerunde folgende Themen angesprochen:
- Zusammenarbeit mit dem LIG (Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen) und der Bezirksverwaltung bzgl. freier Bauflächen u. Immobilien
- Anforderungen/ Auswahlkriterien für geeignete Bauflächen / Immobilien
- Verhältnis zwischen Studierendenwerk und Stiftung Azubiwerk
- Projektablauf: Anmietung, Verpachtung oder Ankauf / kein bevorzugter Zugang zu städtischen Grundstücken / Baureife erforderlich
Refinanzierung / finanzielle Ausstattung und staatliche Unterstützung / Beantragung gem. „Förderrichtlinie für Neubauten von Wohnanlagen für Studierende und Azubis“
der IFB (Hamburgische Investitions- und Förderbank)
- hohe Baukosten / Zugang zu günstigen Krediten
- Frauenanteil in den Wohneinrichtungen
- durchschnittl. Mietdauer / Übergangsfristen / Anschlusswohnen
- Mietpreisentwicklung
- Struktur der Bewohnerschaft (Handwerk, sonstige Ausbildungsberufe)
- Kooperationen zwischen den Betrieben (bzgl. Azubi-Wohnen)
- Bedarfserhebungen
Darüber hinaus äußern sich die Ausschussmitglieder u.a. wie folgt:
Frau Wolff unterstreicht den Bedarf an günstigem Wohnraum für junge Menschen im Bezirk – im Besonderen für Auszubildende, weil in Wandsbek viel Industrie und Gewerbe ansässig sei.
Herr Wasner betont ebenfalls das große Interesse der Koalition, dieses Thema in Wandsbek voranzubringen und regt an, auch weniger zentrale Lagen für studentisches Wohnen in Betracht zu ziehen.
Herr Behrens äußert sein Bedauern über die aus seiner Sicht mangelhafte finanzielle Unterstützung der Stadt bei der Realisierung von Wohnanlagen für Studierende und Auszubildende. Dies würde den in diesem Sektor ohnehin vorhandenen Engpass weiter verschärfen.
Frau Dr. Hochheim berichtet von einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung der Handwerkskammer Hamburg, auf der eindringlich auf die massiven Schwierigkeiten für Auszubildene bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum hingewiesen worden sei. Teilweise führten die Zustände sogar zur Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen. Unter Verweis auf einen von ihrer Fraktion zu dem Thema eingebrachten Antrag fordert sie, verstärkt städtische Grundstücke, wie etwa in Wandsbek an der Hammer Straße sowiein der Ziethenstraße, für preisgünstigen Wohnungsbau zu nutzen.
Herr Klein erläutert, dass die Bezirksverwaltung nicht über eigene Flächen verfüge, sondern die LIG als Ansprechpartnerin für öffentliche Flächen fungiere. Gleichwohl stünde man für Gespräche zur Verfügung und könne planrechtlich unterstützen. Er verweist auf zwei aktuelle Projekte des LIG in der Fabriciusstraße und am Friedrich-Ebert-Damm, die für Azubi-Wohnen vorgesehen seien.
Herr Blumenthal betont, dass Wohnanlagen für Studierende nicht zwangsläufig eine örtliche Nähe zur Universität aufweisen müssten, da durch das exzellente ÖPNV-Netz grundsätzlich eine gute Erreichbarkeit in Hamburg gegeben sei. Zudem sollte erwogen werden, sich an in Entwicklung befindlichen Planungen von Großprojekten anzuschließen, auch wenn dadurch u.U. die vom Azubiwerk avisierte Mindestanzahl von 150 Wohneinheiten unterschritten werde.
Herr Schweim entgegnet Frau Dr. Hochheim, dass die Idee, in der Hammer Straße Wohnraum für Auszubildende und Studierende zu schaffen, seinerzeit von keiner Fraktion thematisiert wurde und letztlich nicht Bestandteil der fortgeschrittenen Planung sei. Dies käme daher zu spät, eine nachträgliche Änderung würde einen erheblichen Eingriff in die Planung nach sich ziehen. Stattdessen wäre der Fokus darauf zu legen, gemeinsam mit dem LIG frühzeitig geeignete Flächen zu identifizieren.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss nimmt Kenntnis.
Anlagen
TOP 4.1 - Präsentation vom Studierendenwerk Hamburg (3867 KB)
TOP 4.1 - Vorstellung der Stiftung Azubiwerk (2588 KB)
Zu diesem Tagesordnungspunkt sind Frau Deckers vom Architekturbüro DK studio GmbH sowie Herr Hohr anwesend.
Frau Deckers stellt anhand einer Präsentation die optimierte Planung für das Wohnbauquartier an der Lohe und im Tangstedter Weg vor.
Die Präsentation liegt der Niederschrift bei.
Im Rahmen der sich anschließenden Fragerunde werden folgende Themen aufgegriffen:
- Mobilitätskonzept (Carsharing, Fahrradstellplätze, Busanbindung etc.)
- Fassadengestaltung
- Energiekonzept
- Wohnfläche
- Abstellräume als Ersatz für Kellerräume
- erwartete Bauzeit
Herr Halpap bewertet die Planung positiv. Er betont, dass zur Gewährleistung einer optimalen Erreichbarkeit eine Anbindung des neu entstehenden Wohnquartiers an das bestehende Busliniennetz angestrebt werden sollte.
Herr Heins lobt die Planung und hebt die klimafreundliche Holzbauweise hervor. Darüber hinaus begrüßt er ausdrücklich, dass das Vorhaben nicht nur geförderten Wohnraum schaffe, sondern auch den Erwerb von Wohneigentum ermögliche. Er wünscht eine möglichst zügige Umsetzung.
Herr Wasner zeigt sich erfreut darüber, dass das Projekt Duvenstedt 18 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und der Verzögerungen weitergeführt werde. Das vorliegende Konzept sei sehr überzeugend. Er bedankt sich und signalisiert, dass sich die Koalition für eine erfolgreiche Umsetzung einsetzen werde.
Herr Blumenthal untermauert die Worte seines Vorredners. Die Planung sei durchdacht und habe sich in Teilen zum ursprünglichen Entwurf nochmal verbessert.
Herr Buse bedankt sich für den vorliegenden Entwurf und betont, dass dieser im Vergleich zu vorherigen Vorschlägen, die seine Fraktion nicht überzeugten, deutlich besser sei. Die beabsichtigte Bebauung passe gut in den Stadtteil Duvenstedt und die Umgebung.
Herr Behrens begrüßt ebenfalls die vorgestellte Planung.
Frau Wolff lobt den gelungenen Wohnungsmix, der eine Vielfalt an Lebensformen abbilde. Ansprechend sei auch die helle und einladende Fassadengestaltung.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss nimmt Kenntnis.
Anlagen
TOP 4.2 - Duvenstedt 18_Präsentation_Gesamtkonzept (9080 KB)
Entfällt.
Herr Buse teilt mit, dass sich mit der am 02.02.2026 zu diesem Thema von der Behördefür Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) durchgeführten Informationsveranstaltung der Antrag erledigt habe.
Ergebnis:
Der Planungsausschuss stellt einvernehmlich fest, dass sich der Antrag durch Verwaltungshandeln erledigt hat.
Entfällt.
Es werden keine Themen für die Überweisung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz festgestellt.
Es werden keine jugendhilferelevanten Themen zur Überweisung in den Jugendhilfeausschuss festgestellt.
Keine Wortmeldungen.