Wann erfolgt die Instandsetzung des Gedenksteins für die Wandsbeker Synagoge im Dotzauerweg? Kleine Anfrage vom 09.02.2026
1988 wurde im Dotzauerweg (Verbindungsweg zwischen der Königsreihe und dem Wandsbeker Wochenmarkt) ein Gedenkstein für die Wandsbeker Synagoge eingeweiht. Die Synagoge wurde 1840 eröffnet. Bis Oktober 1938 wurde die Synagoge von jüdischen Gläubigen aufgesucht. Danach war ihnen dies durch die vorangegangene Schändung des Gebäudes nicht mehr möglich. Wenig später fiel sie einem Zwangsverkauf anheim. Das Synagogengebäude überstand zwar den Krieg wurde aber danach vernachlässigt und in den 1970ern letztlich abgerissen. Die Geschichte der Synagoge ist nachzulesen im von der Bezirksversammlung Wandsbek herausgegebenen Buch „Wandsbek erinnert an 1933-1945 – Wegweiser zu den Gedenkstätten“.
Die einst vergoldete Schrift des Gedenksteins hat ihren Glanz verloren und Mineralablagerungen haben der Optik des Steins zugesetzt. Deshalb hat sich die CDU-Fraktion mit einem Antrag (Drs. 22-1459) dafür eingesetzt, dass der Stein instandgesetzt wird. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. Die Verwaltung ließ im Juli 2025 mitteilen: „Die Wegeaufsicht beauftragt die Arbeiten. Die Belange/Hinweise des Denkmalschutzamtes werden bei der Ausführung/Reinigung berücksichtigt.“ (Drs. 22-1855).
Die Instandsetzung ist bislang (Stand: 6. Februar 2026) leider noch nicht vorgenommen worden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 17.02.2026
Bezirksamt Wandsbek:
Die Verzögerung steht im Zusammenhang mit der Auftragsabarbeitung des beauftragten Steinmetzbetriebes.
Bezirksamt Wandsbek:
Der beauftragte Steinmetzbetrieb hat zugesagt, mit der Ausführung der Arbeiten schnellstmöglich zu beginnen. Ein verlässlicher Termin kann seitens des Bezirksamtes nicht genannt werden.
Bezirksamt Wandsbek:
Die Versinterungen werden von einer Fachfirma mechanisch abgelöst und bei Bedarf auch chemisch entfernt.
Bezirksamt Wandsbek:
Von dem Denkmalschutzamt hat das Bezirksamt Wandsbek keine Vorgaben erhalten.
Im Anschluss wird die Tafel gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt in Augenschein genommen und entschieden, ob weitere Maßnahmen an der Tafel erforderlich / wünschenswert sind.
keine Anlage/n
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.
Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.