22-4250

Instandsetzung des Gedenksteins für die Wandsbeker Synagoge - sind weitere Arbeiten erforderlich? Kleine Anfrage vom 02.09.2026

Antwort zu Anfragen

Sachverhalt

1988 wurde im Dotzauerweg ein Gedenkstein für die Wandsbeker Synagoge eingeweiht. Die einst vergoldete Schrift des Gedenksteins hatte im Laufe der Jahre ihren Glanz verloren, zudem hatten Mineralablagerungen das Erscheinungsbild des Steins beeinträchtigt. Die CDU-Fraktion hatte sich daher mit Drs. 22-1459 für eine Instandsetzung eingesetzt.

In der Antwort auf die Kleine Anfrage Drs. 22-3112 teilte das Bezirksamt mit, dass die vorhandenen Versinterungen von einer Fachfirma mechanisch und bei Bedarf auch chemisch entfernt werden sollten. Im Anschluss sollte die Tafel gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt in Augenschein genommen und entschieden werden, ob weitere Maßnahmen erforderlich beziehungsweise wünschenswert sind.

Auf die erneute Nachfrage in Drs. 22-4121 teilte das Bezirksamt nun mit, dass die Arbeiten die Reinigung des Gedenksteins und der Bronzetafel bereits im April 2026 durchgeführt worden seien. Der Auftrag an den Steinmetzbetrieb sei abgeschlossen.

Die Reinigung hat zwar zu einer Entfernung der Mineralablagerungen geführt. Der Zustand des Gedenksteins erscheint jedoch weiterhin nicht zufriedenstellend. Insbesondere weist die Schrift weiterhin nicht das frühere Erscheinungsbild auf und ist nach wie vor nur schwer lesbar.


Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 07.09.2026

  1. Hat die in Drs. 22-3112 angekündigte gemeinsame Inaugenscheinnahme des Gedenksteins beziehungsweise der Tafel durch das Bezirksamt und das Denkmalschutzamt nach Abschluss der Reinigungsarbeiten stattgefunden?

a) Wenn ja, wann und zu welchem Ergebnis ist das Bezirksamt dabei gekommen?

Bezirksamt Wandsbek:

Die Denkmalbehörde ist grundsätzlich für das Objekt nicht zuständig. Gleichwohl hat das Bezirksamt Wandsbek den Kontakt zur Denkmalbehörde gesucht und eine zustimmende Kenntnisnahme zur Vorgehensweise bei der Instandsetzung eingeholt. Das Bezirksamt Wandsbek wird der Denkmalbehörde nach Abschluss der Arbeiten einen Ortstermin zur Begutachtung anbieten. Wann dieser Termin stattfinden wird, kann derzeit noch nicht benannt werden.

b) Wenn nein, warum nicht und wann soll diese erfolgen?

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt.

  1. Wie bewertet das Bezirksamt den jetzigen Zustand des Gedenksteins nach Abschluss der im April 2026 durchgeführten Arbeiten, insbesondere hinsichtlich der Lesbarkeit der Schrift?

Bezirksamt Wandsbek:

Die Reinigung der Oberfläche des Granitsteines konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die bisherige sanften Reinigungsversuche an der Bronzetafel erscheinen noch nicht ausreichend.

  1. Welche Erkenntnisse liegen dem Bezirksamt hinsichtlich der Bewertung des jetzigen Zustands durch das Denkmalschutzamt vor?

Bezirksamt Wandsbek:

Siehe Antwort zu Frage 1..

  1. Wurde seitens des Bezirksamtes geprüft, ob die Schrift wieder besser sichtbar gemacht beziehungsweise entsprechend ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild wiederhergestellt werden kann?

a) Wenn ja, welche Möglichkeiten wurden geprüft und mit welchem Ergebnis?

Bezirksamt Wandsbek:

Es soll bis Oktober 2026 ein weiterer Reinigungsversuch unter Verwendung chemischer Reinigungsmittel unternommen werden.

b) Wenn nein, warum nicht?

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt.


  1. Wurde insbesondere eine Erneuerung der Vergoldung der Schrift geprüft?

a) Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt.

b) Wenn nein, warum nicht?

Bezirksamt Wandsbek:

Es soll zunächst festgestellt werden, ob die Lesbarkeit mittels Reinigung in befriedigender Weise wiederhergestellt werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, ist beabsichtigt über eine auf Bronzearbeiten spezialisierte Kunstschmiede ein Angebot zur Instandsetzung der Bronzetafel einzuholen.

  1. Sind weitere Arbeiten am Gedenkstein beziehungsweise an der Bronzetafel vorgesehen?

a) Wenn ja, welche und wann sollen diese durchgeführt werden?

Bezirksamt Wandsbek:

Zur Bronzetafel siehe Antworten zu den Fragen 4. a) und 5. b). Am Granitstein sind die Arbeiten abgeschlossen.

b) Wenn nein, warum sieht das Bezirksamt angesichts der weiterhin nur schwer lesbaren Schrift keinen weiteren Handlungsbedarf?

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt.

Anhänge

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Dotzauer Weg

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