Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Ersatz von maroden Ruhebänken und Aufstellung weiterer Ruhebänke im Naturschutzgebiet Fischbeker- und Neugrabener Heide
Letzte Beratung: 22.01.2020 Regionalausschuss Süderelbe Ö 7.6
Antrag der Abgeordneten Arend Wiese, Holger Böhm (SPD) und Fraktion
Vor einigen Jahren wurden im Naturschutzgebiet Fischbeker- und Neugrabener Heide einige Ruhebänke aufgestellt. Diese wurden aus Naturmaterialien, also aus zurechtgesägten Baumstämmen erstellt. Einige sind nun aber in einem Zustand, dass sie kaum oder gar nicht mehr nutzbar sind.
Das Gebiet wird seit Jahrzehnten von vielen als Naherholungsgebiet genutzt und stark frequentiert. Für viele ältere und vor allem für Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, ist es notwendig, eine Sitzgelegenheit vorzufinden. Die noch vorhandenen Bänke stehen aber in Abständen, die es gerade diesen Personenkreisen unmöglich machen, in dem Gebiet Ausflüge zu unternehmen. Hier sollte baldmöglichst Abhilfe durch den Ersatz der kaum oder gar nicht mehr nutzbaren sowie der Aufstellung weiterer Ruhebänke geschaffen werden.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die nicht mehr nutzbaren Ruhebänke im Naturschutzgebiet der Fischbeker und Neugrabener Heide schnellstmöglich ersetzt werden.
Er möge sich ferner dafür einsetzen, dass durch das Aufstellen weiterer Ruhebänke die Abstände zwischen den vorhandenen Ruhebänken derart verkürzt werden, dass auch Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, weiterhin dieses wertvolle Naherholungsgebiet nutzen können.
Über die Maßnahme ist vor Ersatz und Aufstellung weiterer Ruhebänke im Regionalausschuss Süderelbe zu berichten.
Jürgen Heimath
SPD-Fraktionsvorsitzender
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
DER VORSITZENDE
6. Juli 2016
Die Behörde für Umwelt und Energie nimmt zu dem Antrag der SPD-Fraktion (Drs. 20-1543) wie folgt Stellung:
Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide ist aufgrund seiner herausragenden landschaftlichen Schönheit ein wichtiges Naherholungsgebiet im Südwesten Hamburgs und weit darüber hinaus. Durch den Heidschnuckenweg ist es mit der Lüneburger Heide verbunden und bildet im Regionalpark Rosengarten einen naturnahen Schwerpunkt. Die Fischbeker und die Neugrabener Heide sind darüber hinaus jedoch auch Heimat für eine Vielzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil sehr empfindlich gegenüber Störungen sind. Insofern können die Erhaltung und ein möglicher Ausbau der Naherholungsinfrastruktur nur unter besonderer Rücksichtnahme auf die Belange des Naturschutzes erfolgen.
In der Vergangenheit gab es zudem regelmäßige Vorfälle an Ruhebänken, wie illegale Feuer, Abfallablagerungen, Feiern etc., die mit den Schutzzwecken der Verordnung nicht vereinbar sind, die die Eignung der Heideflächen für die Naherholung in Frage stellen und die personellen Ressourcen der Naturschutzgebietsverwaltung deutlich überfordern. Die Konflikte zwischen Naherholung und Naturschutzzielen werden voraussichtlich mit der Bebauung der ehemaligen Röttigerkaserne und anderer Flächen in der Nähe des Naturschutzgebietes zunehmen, so dass ein Ausbau der Naherholungsinfrastruktur auch aus diesen Gründen vorsichtig erfolgen muss.
Vor diesem Hintergrund wird sich die BUE ab dem kommenden Winter um den Ersatz unbrauchbar gewordener Bänke bemühen und prüfen, ob auch weitere Standorte für Bänke geschaffen werden sollen. Dabei können neue Standorte angesichts der naturschutzfachlichen Bedeutung der Fischbeker und der Neugrabener Heide sowie angesichts der problematischen Erfahrungen in der Vergangenheit und in Anbetracht der gegebenen Ressourcenausstattung nur in besonderen Einzelfällen und unter strenger Beachtung der Naturschutzziele eingerichtet werden.
Die BUE wird zu gegebener Zeit über das Ergebnis der Prüfung berichten. Der reine Ersatz vorhandener Bänke erfolgt je nach Arbeitskapazität und Zustand der Bänke gegebenenfalls auch schon vorab.
gez. Timmann
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