Das ehemalige Karstadt-Gebäude am Schloßmühlendamm beziehungsweise Herbert-und-Greta-Wehner-Platz ist eine Schlüsselimmobilie für die Entwicklung der Harburger Innenstadt. Eine Machbarkeitsstudie soll derzeit unterschiedliche Entwicklungs- und Nutzungsszenarien untersuchen und eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung und eine mögliche Veräußerung der Immobilie oder Teilen des Gebäudes bilden.
In der Antwort auf die Große Anfrage der Volt-Fraktion, Drs. 22-2010.01, verwies die zuständige Fachbehörde Fragen zur Beauftragung, zum Inhalt und zum Fortgang der Studie an das Bezirksamt Harburg. In seiner Antwort auf die Anfrage Drs. 22-2045.01 teilte das Bezirksamt mit, die Studie gemeinsam mit dem LIG in Auftrag gegeben zu haben. Wie diese Angaben im Hinblick auf den tatsächlichen Auftraggeber, die Zuständigkeiten und die Finanzierung zusammenhängen, bleibt offen. Die Fachbehörde teilte am 2. Oktober 2026 mit, dass die Studie noch nicht abgeschlossen sei und ihr Abschluss bis Ende 2026 erwartet werde.
Die Immobilie gehört der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Senat hatte in der Sommerpause mit Drs. 23/4892 die Bürgerschaft um Zustimmung zu einem Verkauf des Grundstücks oder von Teilen davon gebeten. In der Senatsmitteilung wird ein Teilverkauf an Partner der Wohnungswirtschaft als mögliche Umsetzungsform benannt. Welche Rolle die Sprinkenhof GmbH bei der weiteren Entwicklung übernimmt und ob sie als Erwerberin in Frage steht, geht aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht hervor, wurde aber im Stadtentwicklungsausschuss vom Finanzsenator avisiert. Vor diesem Hintergrund ist von besonderem Interesse, warum das Bezirksamt Harburg diese Studie initiiert hat, wie die Zusammenarbeit mit dem LIG und weiteren städtischen Stellen dabei ausgestaltet ist und wer die Kosten der Studie trägt.
Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
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