Antwort zur Anfrage CDU betr. Zukunft Unterstützungsnetzwerk Süderelbe (UNS)
Letzte Beratung: 10.09.2019 Hauptausschuss Ö 3.6
Das Unterstützungsnetzwerk Süderelbe (UNS) ist ein Verbund von mehreren Jugendhilfeträgern und Einrichtungen mit dem Ziel, mittels verschiedener Angebote Familien, Kinder und Jugendliche aus der Region Süderelbe niedrigschwellig zu unterstützen. Neben individuellen Hilfen bestehen Gruppen- und Kursangebote für verschiedene Altersgruppen.
Ein diesbezüglicher Bedarf für die Region wurde bisher von Seiten der Träger sowie von Seiten der Harburger Verwaltung gesehen und ausdrücklich formuliert. Die Verwirklichung und Aufrechterhaltung der entsprechenden Angebote wurde auch von bezirkspolitischer Seite ausdrücklich bestätigt und unterstützt. So hat die damalige Jugendamtsleiterin Fredenhagen schon um die Jahreswende 2015/2016 interveniert, als der geschäftsführende Träger seine Tätigkeit niederlegen wollte.
Aktuell gibt es Informationen, dass der geschäftsführende Träger seine Tätigkeit zum Jahresende aufgibt und das Angebot des UNS zum 31.12.2019 beendet und der Standort im Ohrnsweg/Sandbek aufgegeben werden soll. Dieses würde eine erhebliche Schwächung des regionalen Helfersystems und eine Verringerung des Beratungsangebotes für Familien in Süderelbe bedeuten.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Trifft es zu, dass die Angebote des UNS seitens der Träger beendet werden sollen?
2. Wenn ja; Zu wann werden die Angebote beendet?
3. Wie viele Angebote sind betroffen und welche (bitte genau und einzeln benennen
einschließlich der jeweiligen Zielgruppe)?
4. Wie beurteilt die Verwaltung den möglichen Wegfall der Angebote des UNS aus
inhaltlich-fachlicher Sicht?
5. Besteht aus Sicht der Verwaltung in der wachsenden Region Süderelbe/Neugraben-
Fischbek und insbesondere auch in Sandbek weiterhin ein Bedarf für die aktuell
noch vom UNS getragenen oder für vergleichbare Angebote?
6. Ist der Verwaltung der Grund für die Beendigung der Angebote des UNS bekannt?
7. Wenn ja; Wurden bei dieser Entscheidung der Träger fehlende finanzielle Mittel als
Begründung angegeben?
8. Welche sonstigen Gründe bestehen?
9. Wann ist die Verwaltung über die Schließungsabsicht informiert worden?
10. Hat es im Vorfeld dieser Entscheidung oder nach der Ankündigung Gespräche mit
der Verwaltung gegeben?
11. Wenn ja; Wann wurden diese Gespräche geführt und mit welchem Ergebnis?
12. Wurden die bezirkspolitischen Gremien in den Prozeß einbezogen oder zumindest
informiert?
13. Wenn ja; Wann und in welchem Rahmen?
14. Wenn nein; Warum wurden die zuständigen Gremien bisher nicht informiert und
wann sollte die erforderliche Information erfolgen?
15. Sind für die wegfallenden Angebote Ersatz oder Alternativen in Planung?
Wenn ja; Welche (bitte jeweils einzeln aufführen)?
Hamburg, am 23.07.2019
Ralf-Dieter Fischer Brit-Meike Fischer-Pinz
Fraktionsvorsitzender Michael Schaefer
Dr. Antje Jaeger
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
31. Juli 2019
Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 21-0042) wie folgt Stellung:
Dem Bezirksamt liegt keine Mitteilung der Träger vor, dass das UNS beendet wird. Jedoch gibt es derzeit Gespräche zwischen dem geschäftsführenden Träger und dem Bezirksamt über die finanzielle Ausstattung des Projektes.
Siehe Frage 1.
3. Wie viele Angebote sind betroffen und welche (bitte genau und einzeln benennen
einschließlich der jeweiligen Zielgruppe)?
Das Projekt UNS umfasst die Angebote:
4. Wie beurteilt die Verwaltung den möglichen Wegfall der Angebote des UNS aus
inhaltlich-fachlicher Sicht?
Durch den Wegfall der Angebote würde ein breites Spektrum an Unterstützungsleistungen fehlen, die von den Bewohnern in der Region Süderelbe dringend gebraucht werden.
5. Besteht aus Sicht der Verwaltung in der wachsenden Region Süderelbe/Neugraben-
Fischbek und insbesondere auch in Sandbek weiterhin ein Bedarf für die aktuell
noch vom UNS getragenen oder für vergleichbare Angebote?
Ja, siehe Frage 4.
6. Ist der Verwaltung der Grund für die Beendigung der Angebote des UNS bekannt?
Siehe Frage 1.
7. Wenn ja; Wurden bei dieser Entscheidung der Träger fehlende finanzielle Mittel als
Begründung angegeben?
Siehe Frage 1.
8. Welche sonstigen Gründe bestehen?
Siehe Frage 1.
9. Wann ist die Verwaltung über die Schließungsabsicht informiert worden?
Siehe Frage 1.
10. Hat es im Vorfeld dieser Entscheidung oder nach der Ankündigung Gespräche mit
der Verwaltung gegeben?
Siehe Frage 1.
11. Wenn ja; Wann wurden diese Gespräche geführt und mit welchem Ergebnis?
Siehe Frage 1.
12. Wurden die bezirkspolitischen Gremien in den Prozeß einbezogen oder zumindest
informiert?
Die Bezirkspolitik wird regehaft über aktuelle Entwicklungen im Jugendhilfeausschuss informiert.
13. Wenn ja; Wann und in welchem Rahmen?
Siehe Frage 12.
14. Wenn nein; Warum wurden die zuständigen Gremien bisher nicht informiert und
wann sollte die erforderliche Information erfolgen?
Entfällt.
15. Sind für die wegfallenden Angebote Ersatz oder Alternativen in Planung?
Wenn ja; Welche (bitte jeweils einzeln aufführen)?
Siehe Frage 1.
Fredenhagen
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