Antwort auf Anfrage betr.: AfD fragt nach! Drogendelikte im Bezirk Harburg seit 2009, insbesondere seit der Eröffnung des Drogenzentrums Abrigado in der Schwarzenbergstraße
Letzte Beratung: 16.06.2026 Hauptausschuss Ö 4.7
Die AfD-Fraktion Hamburg-Harburg bittet die Bezirksverwaltung bzw. die zuständigen Stellen (insbesondere Polizei Hamburg und Bezirksamt Harburg) um schriftliche Beantwortung der folgenden Fragen.
Die Beantwortung soll nach Möglichkeit jährlich aufgeschlüsselt erfolgen (ab 2009 bzw. ab dem frühestmöglichen verfügbaren Zeitpunkt) und eine besondere Betrachtung der Entwicklung seit der Eröffnung des Drogenzentrums Abrigado in der Schwarzenbergstraße vornehmen.
Soweit möglich, wird um räumliche Differenzierung (gesamter Bezirk Harburg vs. unmittelbares Umfeld des Abrigado, z. B. Umkreis von 500 m bzw. 1 km) sowie um Angaben zu Tatverdächtigen, Wiederholungstätern und einem möglichen Zusammenhang mit Nutzern der Einrichtung gebeten.
I. Fragen zu Missbrauchsdelikten
(Missbrauchsdelikte im Sinne von Verstößen gegen das BtMG, insbesondere Besitz und Erwerb zum Eigenkonsum, Konsum in der Öffentlichkeit etc.)
1. Wie viele Missbrauchsdelikte (BtMG-Verstöße im Bereich Eigenkonsum/Besitz) wurden im Bezirk Harburg seit 2009 polizeilich bekannt? Bitte jährliche Aufschlüsselung und gesonderte Darstellung der Entwicklung seit der Eröffnung des Abrigado.
2. Wie hat sich die Zahl der Tatverdächtigen bei Missbrauchsdelikten entwickelt (gesamt und im Umfeld des Abrigado)? Gibt es Erkenntnisse, ob ein signifikanter Anteil der Tatverdächtigen Nutzer des Drogenzentrums Abrigado ist oder war?
3. In welchem Umfang wurden Missbrauchsdelikte im öffentlichen Raum (z. B. in Parks, Straßen oder in direkter Nähe des Abrigado) registriert? Bitte Vergleich der Zahlen vor und nach relevanten Veränderungen am Standort des Abrigado.
4. Liegen Daten zu Mehrfachtätern oder zur Alters- und Herkunftsstruktur der Tatverdächtigen bei Missbrauchsdelikten vor?
Gibt es eine erkennbare Zunahme seit 2009 bzw. seit der Eröffnung des Abrigado?
II. Fragen zu Beschaffungsdelikten
(Beschaffungskriminalität wie Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Ladendiebstahl, Raub oder Betrug, die erkennbar zur Finanzierung von Drogenkonsum begangen wurden)
1. Wie viele Beschaffungsdelikte wurden im Bezirk Harburg seit 2009 polizeilich erfasst und als drogenfinanziert eingestuft?
Bitte jährliche Aufschlüsselung und gesonderte Darstellung der Entwicklung seit der Eröffnung des Abrigado.
2. Wie hat sich die Zahl der Beschaffungsdelikte (insbesondere Ladendiebstahl, Einbruch und Raub) im unmittelbaren Umfeld des Abrigado entwickelt?
Gibt es eine räumliche Häufung in der Schwarzenbergstraße oder angrenzenden Bereichen?
3. Wie viele Tatverdächtige bei Beschaffungsdelikten konnten ermittelt werden und wie hoch ist der Anteil von Wiederholungstätern? Besteht ein erkennbarer Zusammenhang mit dem Drogenkonsumraum Abrigado (z. B. durch polizeiliche Ermittlungen oder Aussagen)?
4. Welche wirtschaftlichen Schäden (geschätzt) sind durch Beschaffungskriminalität im Bezirk Harburg seit 2009 entstanden, insbesondere seit der Eröffnung des Abrigado?
III. Fragen zu Gewaltdelikten
(Gewaltdelikte im Drogenkontext wie Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung oder Raub mit Drogenbezug)
1. Wie viele Gewaltdelikte im Zusammenhang mit der Drogenszene (z. B. Streitigkeiten um Drogen, Auseinandersetzungen zwischen Dealern oder Konsumenten) wurden im Bezirk Harburg seit 2009 bekannt?
Bitte jährliche Aufschlüsselung und gesonderte Darstellung der Entwicklung seit der Eröffnung des Abrigado.
2. Wie hat sich die Zahl der Gewaltdelikte im unmittelbaren Umfeld des Abrigado (Schwarzenbergstraße und Umgebung) entwickelt?
Gibt es eine erkennbare Zunahme von gewalttätigen Vorfällen seit der Eröffnung des Zentrums?
3. Wie viele Tatverdächtige und Opfer von Gewaltdelikten im Drogenkontext wurden registriert?
Besteht ein Zusammenhang mit Nutzern des Abrigado (z. B. durch polizeiliche Lageberichte)?
4. Liegen Erkenntnisse zu Art und Schwere der Gewaltdelikte vor (z. B. Zunahme von Messerattacken oder Gruppengewalt)?
Wie hat sich die Aufklärungsquote bei diesen Delikten seit 2009 entwickelt?
Die AfD-Fraktion bittet um eine möglichst detaillierte, tabellarische und grafisch aufbereitete Beantwortung (z. B. in Form von Zeitreihen und Karten) sowie um Angabe der Datenquellen (Polizeiliche Kriminalstatistik PKS, Lageberichte etc.).
Sollten einzelne Daten nicht verfügbar sein, bitten wir um eine entsprechende Begründung.
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende
1. Juni 2026
Die Behörde für Inneres und Sport (BIS) beantwortet die o.g. Anfrage der AfD-Fraktion, Drs. 22-1707, wie folgt:
Die Drogenhilfeeinrichtung „Abrigado“ („Freiraum Hamburg e.V. Abrigado“, Schwarzenbergstraße 74, 21073 Hamburg) ist eine niedrigschwellige Drogenhilfeeinrichtung. Sie richtet sich an suchtmittelabhängige Personen und stellt Angebote der Beratung, medizinischen Basisversorgung sowie einen überwachten Konsumraum bereit. Ziel der Einrichtung ist die Reduzierung drogenbedingter Gesundheitsrisiken (Harm Reduction) sowie die Heranführung der Zielgruppe an weiterführende Hilfesysteme. Aufgrund erhöhter Inanspruchnahme ist die Einrichtung gegenwärtig stark ausgelastet, gleichzeitig stellt sie einen festen Bestandteil der regionalen Suchthilfestruktur dar.
Die Polizei erfasst Straftaten gemäß dem Straftatenkatalog der bundeseinheitlichen Richtlinien für die Erfassung und Verarbeitung der Daten in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Die statistische Erfassung eines Falles erfolgt nicht bei Eingang einer Strafanzeige, sondern erst mit Abschluss aller polizeilichen Ermittlungen durch die für die Endbearbeitung zuständige Dienststelle bei endgültiger Abgabe der entstandenen Ermittlungsvorgänge bzw. des Schlussberichts an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht. In der PKS wird ein Fall in dem Monat gezählt, in dem er erfasst wurde. Die Tatzeit bleibt dabei unberücksichtigt und wird nicht in der PKS ausgewertet. Somit sind in der PKS eines Kalenderjahres regelmäßig Straftaten enthalten, die ein oder mehrere Jahre zuvor begangen wurden, während Straftaten mit Tatzeit aus dem aktuellen Kalenderjahr aufgrund der laufenden Ermittlungen noch nicht erfasst wurden. Die PKS kann Anhaltspunkte zum Beispiel für die kriminalpolitische Ausrichtung oder die Planung/Anpassung präventiver Maßnahmen liefern. Für die Erkennung aktueller Brennpunkte oder Problemlagen sowie die Planung kurzfristiger lageangepasster Maßnahmen der Polizei ist sie hingegen ungeeignet.
Die räumliche Erfassung in der PKS erfolgt in ihrer kleinsten Einheit nach Ortsteilen (OT). Die Auswertung einer einzelnen Straße oder Adresse ist in der PKS nicht vorgesehen. Somit ist weder die Drogenhilfeeinrichtung „Abrigado“ in der Schwarzenbergstraße 74 noch deren nähere Umgebung mit der PKS auswertbar.
Bei der Berechnung der Tatverdächtigen (TV) wird in der PKS eine echte Tatverdächtigenzählung vorgenommen. Dabei wird ein TV nur einmal gezählt, auch wenn er mehrfach registriert wurde. Dieses Prinzip wird sowohl für die Anzahl der TV insgesamt als auch für die Anzahl der TV für jedes Delikt angewendet. Wird ein TV mit zwei verschiedenen Delikten registriert, wird er für das jeweilige Delikt als TV gezählt. Für TV insgesamt wird er dagegen nur einmal gezählt. Die Abbildung von Mehrfachtätern ist in den standardisierten PKS-Ausgabetabellen nicht vorgesehen. Hierfür wäre eine spezielle Programmierung der PKS-Datenbank erforderlich. Dies ist in der für die Beantwortung dies Bezirklichen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich.
Im Gegensatz zur „Echttäterzählung“ der TV in der PKS handelt es sich bei der Opfererfassung um sogenannte „Opferwerdungen“, d. h., wenn eine Person im Laufe eines Jahres mehrfach Opfer von Straftaten geworden ist, wird sie auch mehrfach in der PKS erfasst. Daten zum Opfer werden nicht auf Basis der Fälle, sondern auf Basis der Erfassungen der Opferwerdungen ausgewertet. Eine Verknüpfung mit Fallzahlen ist nicht möglich.
Die Tatörtlichkeit „öffentlicher Raum“ setzt sich nur aus den Tatörtlichkeiten „öffentlicher Park/Grünanlagen“ und „sonstige Straßen, Wege oder Plätze (ohne Park, Grünanlage, Verkehrseinrichtung, -bereich)“ zusammen. Tatörtlichkeiten wie Verkehrseinrichtungen/Verkehrsbereich (z. B. Bahnhof) werden nicht berücksichtigt. Wesentliches Merkmal für den öffentlichen Raum ist, dass dort kein Hausrecht ausgeübt werden kann.
Im Bereich der PKS wurden die Erfassungsschlüssel für Verstöße im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Ziel dieser Änderungen war es, die statistische Erfassung an die Entwicklungen in der Betäubungsmittelkriminalität sowie an die polizeilichen Erfordernisse anzupassen.
Bis einschließlich 2013 wurden Verstöße mit Amphetamin und Methamphetamin unter den PKS Schlüsseln 731400 (in Pulver oder flüssiger Form) und 731500 (in Tabletten- bzw. Kapselform) zusammengefasst. Diese Erfassung ließ keine differenzierte Auswertung nach Substanz und Darreichungsform zu. Im Jahr 2014 wurden für eine Differenzierbarkeit die PKS Schlüssel 731600 für Amphetamin und 731700 für Methamphetamin eingeführt. Diese Anpassung ermöglicht, die zunehmende Bedeutung insbesondere von Methamphetamin („Crystal Meth“) sowie die Entwicklungen im Bereich der Amphetamin-Delikte gesondert statistisch zu erfassen und auszuwerten. Die PKS Schlüssel 731400 und 731500 wurden geschlossen.
Darüber hinaus wurde im Jahr 2018 der PKS Schlüssel 731400 neu definiert und für Verstöße mit neuen psychoaktiven Stoffen (NPS) verwendet, um auch diese Stoffgruppe adäquat abbilden zu können. Zuvor wurden NPS unter „sonstige Betäubungsmittel“ erfasst, was der tatsächlichen Bedeutung und dem Gefährdungspotenzial dieser Substanzen nicht gerecht wurde.
Insgesamt dienen die Anpassungen der PKS-Schlüsselzahlen der Erhöhung der Transparenz und der Vergleichbarkeit der polizeilichen Kriminalstatistik im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität.
Die „direkte Beschaffungskriminalität“ - Straftaten zur unmittelbaren Erlangung von Betäubungsmitteln (BtM) - umfasst in der PKS unter dem Summenschlüssel 891100 folgende Straftatenschlüssel/Deliktsbereiche:
Dagegen können Fälle der „indirekten Beschaffungskriminalität“ (Straftaten zur Beschaffung von Zahlungsmitteln und Sachwerten für den BtM-Erwerb) der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht entnommen werden. Für die Zuordnung ist dabei die Motivation des Täters entscheidend, die vom Zwang zur Finanzierung seiner Sucht geprägt sein muss. Die Tatmotivation ist kein Erfassungskriterium in der PKS. Zudem werden Gewaltdelikte im Drogenkontext statistisch nicht erfasst.
Die Aussagekraft der PKS auf Jahresauswertungen ausgelegt. Innerhalb eines Berichtsjahres unterliegt der PKS Datenbestand einer ständigen Pflege, zum Beispiel durch Hinzufügen von nachträglich ermittelten TV oder Herausnahme von Taten, die sich im Nachhinein nicht als Straftat erwiesen haben. Zur Gewährleistung eines Mindestmaßes an Validität wird das Jahr 2026 als Vierteljahreszahl (Januar bis März) abgebildet.
Das „Abrigado“ befindet sich seit 1994 zentral im Hamburger Stadtteil Harburg und gleichzeitig im OT 701. Die Lage ist innerstädtisch geprägt, mit gemischter Nutzung aus Wohnen, Gewerbe und sozialen Einrichtungen. Durch die Nähe zum Verkehrsknotenpunkt Harburg Rathaus ist diese gut erreichbar und bewusst in einem gut zugänglichen, urbanen Umfeld angesiedelt.
Die Gesamtkriminalität weist für den OT 701 in der PKS für den Zeitraum Januar bis März 2026 einen Rückgang um 17,8 % (-60 Fälle) gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. In der PKS wurde in nahezu allen Bereichen ein leichter Rückgang bzw. das Niveau des Vorjahres registriert.
Insbesondere im Bereich der Rauschgiftdelikte ist ein Rückgang um 73,3 % (-11 Fälle) festzustellen. Hier ist zu berücksichtigen, dass am 1. April 2024 das Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften (Cannabisgesetz - CanG: KCanG und MedCanG) in Kraft trat. Dadurch änderten sich die Voraussetzungen für die Strafbarkeit.
Rückläufig ist auch der Anteil von Konsumenten harter Drogen an allen im OT 701 ermittelten TV. Dieser lag im Zeitraum Januar bis März 2026 bei 8,9 %, im Vergleichszeitraum waren es noch 16,3 %.
Die Zahl der erfassten Delikte in der PKS hängt neben der Anzeigenbereitschaft der Bürger wesentlich von der polizeilichen Kontrollintensität ab. Etwa fünf Prozent der Ermittlungsverfahren werden von der Polizei eigenständig eingeleitet. Eine besondere Rolle spielen in diesem Kontext sogenannte Kontrolldelikte. Dies sind Delikte, deren Entdeckung fast ausschließlich auf polizeiliche Kontrollen zurückzuführen sind und die im Gegenzug fast nie zur Anzeige gebracht werden.
Im Jahr 2016 wurde die Taskforce BtM in der Hamburger Polizei etabliert. Die polizeilichen Einsätze und Maßnahmen der Taskforce erfolgen anlass- und lagebezogen auf Grundlage konkreter Hinweise, Verdachtsmomente sowie polizeilicher Erkenntnisse. Seit Oktober 2020 wird die Taskforce BtM gezielt im Bereich Hamburg Harburg eingesetzt. Durch den erhöhten Personaleinsatz wird die Kontrolldichte deutlich gesteigert und die Straftaten im Zusammenhang mit dem BtMG in Hellfeld gezogen.
Die Daten der PKS liegen elektronisch auswertbar ab dem Jahr 1999 vor. Eine Erhebung und Auswertung von Daten, die den Zeitraum seit Eröffnung des „Abrigado“ umfassen, steht außer Verhältnis zu der Aussagekraft der Daten sowie zu der zur Verfügung stehenden Zeit zur Beantwortung einer Bezirksversammlungsanfrage.
Darüber hinaus wird bei der Polizei keine Statistik im Sinne der Fragestellungen geführt. Zur Beantwortung wäre eine Durchsicht aller aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungs- und Löschfristen maximal noch für die letzten fünf Jahre bei der Polizei vorliegenden Hand- und Ermittlungsakten bei der zuständigen Dienststelle des Landeskriminalamts (LKA 6) erforderlich. Die Auswertung von mehreren zehntausend Akten ist in der für die Beantwortung dieser Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich.
Dies vorausgeschickt, beantwortet die Behörde für Inneres und Spor die Fragen wie folgt:
I. Fragen zu Missbrauchsdelikten
(Missbrauchsdelikte im Sinne von Verstößen gegen das BtMG, insbesondere Besitz und Erwerb zum Eigenkonsum, Konsum in der Öffentlichkeit etc.)
1. Wie viele Missbrauchsdelikte (BtMG-Verstöße im Bereich Eigenkonsum/Besitz) wurden im Bezirk Harburg seit 2009 polizeilich bekannt? Bitte jährliche Aufschlüsselung und gesonderte Darstellung der Entwicklung seit der Eröffnung des Abrigado.
Zu den mit der PKS auswertbaren Zahlen der allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) im Bezirk Harburg seit 2009 siehe Anlage 1.
Im Übrigen siehe Vormerkung.
2. Wie hat sich die Zahl der Tatverdächtigen bei Missbrauchsdelikten entwickelt (gesamt und im Umfeld des Abrigado)? Gibt es Erkenntnisse, ob ein signifikanter Anteil der Tatverdächtigen Nutzer des Drogenzentrums Abrigado ist oder war?
Zu den mit der PKS auswertbaren Zahlen der TV nach Altersstruktur der allgemeinen Verstöße gegen das BtMG seit 2009 für den Bezirk Hamburg Harburg sowie den OT 701 siehe Anlage 2.
Im Übrigen siehe Vorbemerkung.
3. In welchem Umfang wurden Missbrauchsdelikte im öffentlichen Raum (z. B. in Parks, Straßen oder in direkter Nähe des Abrigado) registriert? Bitte Vergleich der Zahlen vor und nach relevanten Veränderungen am Standort des Abrigado.
Eine standardisierte Auswertung der Tatörtlichkeiten erfolgt in der PKS nur für Hamburg insgesamt. Auf Bezirks- und Ortsteilebene ist eine PKS-Sonderauswertung erforderlich, die aus technischen Gründen jeweils nur für das laufende und das vergangene Jahr erfolgen kann. Zu den auswertbaren Zahlen siehe Anlage 3.
Im Übrigen siehe Vorbemerkung.
4. Liegen Daten zu Mehrfachtätern oder zur Alters- und Herkunftsstruktur der Tatverdächtigen bei Missbrauchsdelikten vor?
Eine standardisierte Auswertung der TV nach Staatsangehörigkeit und Delikt erfolgt in der PKS nur für Hamburg insgesamt. Auf Bezirks- und Ortsteilebene ist eine PKS-Sonderauswertung erforderlich, die aus technischen Gründen jeweils nur für das laufende und das vergangene Jahr erfol-gen kann. Zu den auswertbaren Zahlen siehe Anlage 4.
Im Übrigen siehe Vorbemerkung und Antwort zu 2.
Gibt es eine erkennbare Zunahme seit 2009 bzw. seit der Eröffnung des Abrigado?
II. Fragen zu Beschaffungsdelikten
(Beschaffungskriminalität wie Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Ladendiebstahl, Raub oder Betrug, die erkennbar zur Finanzierung von Drogenkonsum begangen wurden)
1. Wie viele Beschaffungsdelikte wurden im Bezirk Harburg seit 2009 polizeilich erfasst und als drogenfinanziert eingestuft?
Bitte jährliche Aufschlüsselung und gesonderte Darstellung der Entwicklung seit der Eröffnung des Abrigado.
2. Wie hat sich die Zahl der Beschaffungsdelikte (insbesondere Ladendiebstahl, Einbruch und Raub) im unmittelbaren Umfeld des Abrigado entwickelt?
Gibt es eine räumliche Häufung in der Schwarzenbergstraße oder angrenzenden Bereichen?
3. Wie viele Tatverdächtige bei Beschaffungsdelikten konnten ermittelt werden und wie hoch ist der Anteil von Wiederholungstätern? Besteht ein erkennbarer Zusammenhang mit dem Drogenkonsumraum Abrigado (z. B. durch polizeiliche Ermittlungen oder Aussagen)?
4. Welche wirtschaftlichen Schäden (geschätzt) sind durch Beschaffungskriminalität im Bezirk Harburg seit 2009 entstanden, insbesondere seit der Eröffnung des Abrigado?
Nachfolgende Tabelle enthält die Daten der direkten Beschaffungskriminalität im Bezirk Harburg:
gez. Böhm
f.d.R. Leptien
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