22-1951.01

Antwort aiuf Anfrage nach §27 BezVG Fraktion Die Linke betr.: Sustainability Week 2026

Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG

Letzte Beratung: 08.09.2026 Hauptausschuss Ö 6.29

Sachverhalt

Vom 26. Juni bis 3. Juli 2026 fand die Hamburg Sustainability Week 2026 statt.

„Die Hamburg Sustainability Week lud Bürger*innen, Initiativen, Vereine, Unternehmen, Wissenschaft, Kultur und weitere zivilgesellschaftliche Akteur*innen der Stadt dazu ein, eine Woche lang gemeinsam Zukunft zu gestalten. Mit zahlreichen Veranstaltungen in ganz Hamburg machte die Week Nachhaltigkeit sichtbar und erfahrbar – von Workshops und Vorträgen über Mitmachaktionen bis hin zu kulturellen Formaten und Begegnungsräumen.

Im Mittelpunkt standen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) und die Frage, wie nachhaltige Entwicklung vor Ort gelingen kann. Die Hamburg Sustainability Week schuf Raum für Austausch, neue Perspektiven und konkrete Ideen, die Hamburg lebenswerter, gerechter und zukunftsfähiger machen.

Ziel der Aktionswoche ist es, die lokale Transformation voranzubringen, Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Gleichzeitig bot die Week allen Bürger*innen die Möglichkeit, sich über Nachhaltigkeitsthemen zu informieren, eigene Impulse einzubringen und Teil eines wachsenden Netzwerks von Menschen zu werden, die Zukunft aktiv mitgestalten möchten.“ (https://www.sustainability-conference.org/en/sustainability-week)

Die Hamburg Sustainability Week 2026 wurde von der HSC gGmbH umgesetzt, die auch die internationale Hamburg Sustainability Conference ausrichtet. Die Stabsstelle Nachhaltigkeit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft unterstützte die Hamburg Sustainability Week finanziell und begleitete die Organisation inhaltlich und konzeptionell. Sie sorgte dafür, dass die in Hamburg aktuell am meisten diskutierten Nachhaltigkeitsthemen auf der Sustainability Week Platz fanden.

In dem Veranstaltungszeitraum fanden weit über 200 Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet statt. Neben zahlreichen Vereinen und Initiativen beteiligten sich ebenfalls verschiedene Bezirksämter, mehrere Hochschulen und mehrere Behörden mit vielfältigen Veranstaltungen.

Im Bezirk Harburg gab es genau eine Veranstaltung, ‚Speed-Dating der Nachhaltigkeit’ der BUKEA. Diese Veranstaltung wurden von ca. zwanzig Personen besucht, von denen nach eigener Auskunft lediglich etwa fünf Personen im Bezirk Harburg wohnten.

Aufgrund der sehr schwachen Beteiligung im Bezirk und des Bezirks Harburg fragen wir die Behörde für Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft:

- Welche Initiativen der BUKEA wurden unternommen, um ein Veranstaltungsangebot in Harburg zu ermöglichen?

- Wurden gezielt Vereine, Verbände, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Bildungseinrichtungen angesprochen, um sich hier vor Ort in Harburg zu beteiligen?

- Wenn ja, welche?

- Wie wurde das Bezirksamt Harburg und dessen Dezernate bei der Hamburg Sustainability Week beteiligt?

- Wie wurden die Veranstaltungen der Sustainability Week, insbesondere in Harburg beworben?

BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG

Der Vorsitzende



21. August 2026

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) beantwortet die o.g. Anfrage der Fraktion Die Linke Harburg, Drs. 22-1591, wie folgt:

Welche Initiativen der BUKEA wurden unternommen, um ein Veranstaltungsangebot in
Harburg zu ermöglichen?

Im Rahmen der Hamburg Sustainability Week gibt es zwei Hauptformate: die Nachhaltigkeits-Werkstatt und die Public Events.


Die sogenannten Public Events werden dezentral und eigenständig von den jeweiligen Veranstaltenden organisiert. Über die Webseite der Hamburg Sustainability Week bestand die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Public Event anzumelden. Für gemeinnützige Organisationen aus ganz Hamburg, die über keine ausreichenden Mittel für die Durchführung verfügen, gab es zudem die Möglichkeit einer finanziellen Förderung über die HSC gGmbH.

Für die Nachhaltigkeits-Werkstatt konnten sich unterschiedliche Institutionen mit eigenen Sessions in einem ko-kreativen Verfahren bewerben. Auch hier war es möglich, sich unabhängig vom jeweiligen Bezirk oder Stadtteil zu beteiligen.

Die Stabsstelle Nachhaltigkeit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ist als Mitorganisatorin der Hamburg Sustainability Week aktiv und hat in diesem Zusammenhang ein eigenes Public Event („Speed-Dating der Nachhaltigkeit“) durchgeführt. Die Auswahl des Veranstaltungsortes fiel in diesem Jahr gezielt auf den Bezirk Harburg, um dort ein Veranstaltungsangebot zu schaffen und die Sichtbarkeit nachhaltiger Themen im Bezirk zu stärken.


Wurden gezielt Vereine, Verbände, Unternehmen, soziale Einrichtungen,
Bildungseinrichtungen angesprochen, um sich hier vor Ort in Harburg zu beteiligen?


- Wenn ja, welche?


In Harburg ist insbesondere die Technische Universität Hamburg (TUHH) als Partnerin der Hamburg Sustainability Week zu nennen, mit der auch unterjährig zusammengearbeitet wird. Darüber hinaus wurde Mitte Juni ein gebündeltes Mailing zur Bewerbung der Public Events in Harburg, Wilhelmsburg, der HafenCity und der Veddel an dortige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren versendet. Über eine mögliche Weiterleitung dieser Information an Vereine, Verbände, Unternehmen, soziale oder Bildungseinrichtungen vor Ort kann keine Aussage getroffen werden.

Wie wurde das Bezirksamt Harburg und dessen Dezernate bei der Hamburg
Sustainability Week beteiligt?


In den Monaten Januar, Februar, März und Juni 2026 hat die Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA die Leitungen aller Bezirksämter, einschließlich des Bezirksamts Harburg, per E-Mail kontaktiert. Ziel war es, die Bezirksämter zur Teilnahme an der Hamburg Sustainability Week einzuladen, entweder als Mitorganisator:in oder als Gast. Darüber hinaus wurde das Bezirksamt Harburg, Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt, im April 2026 von der Stabsstelle Nachhaltigkeit gezielt angesprochen. Es erfolgte eine Anfrage zur Beteiligung an der Veranstaltung „Speed-Dating der Nachhaltigkeit“ im Rahmen der Sustainability Week, die allerdings nicht wahrgenommen werden konnte.

Wie wurden die Veranstaltungen der Sustainability Week, insbesondere in Harburg

beworben?


Die Hamburg Sustainability Week wurde über den offiziellen Veranstaltungskalender auf der Webseite sowie die begleitenden Kommunikationsmaßnahmen der HSC gGmbH beworben. Zu den genutzten Werbemedien zählten: SIA-Plakate, das Gastfernsehen bei der Hochbahn, und der Kulturkalender und die Infoscreens der Ströer CORE GmbH & Co. KG.


Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltungsbewerbung lag auf den Social Media Plattformen der Week, insbesondere Instagram und LinkedIn. Diese Kanäle sind dezentral, auch über Hamburg hinaus, einsehbar und verzeichnen eine wachsende Follower und Followerinnenschaft. Das „Speed-Dating der Nachhaltigkeit“ im Cluster „SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden“ wurde auf beiden Plattformen gezielt hervorgehoben und beworben.


Zusätzlich hat die Stabsstelle Nachhaltigkeit einzelne Plakate in Harburg verteilt, unter anderem im Bezirksamt Harburg, am Elbcampus und an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Die dortigen Akteure wurden um Unterstützung bei der Kommunikation, insbesondere für die Veranstaltung „Speed-Dating der Nachhaltigkeit“ in Harburg, gebeten. Auch auf der Webseite der Stabsstelle Nachhaltigkeit wurde für die Veranstaltung „Speed-Dating der Nachhaltigkeit“ in Harburg geworben.

gez. Böhm



f.d.R. Leptien

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