Protokoll
Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 29.06.2026

Ö 1

Begrüßung und öffentliche Fragestunde

Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden und weist darauf hin, dass die Sitzung zu Protokollzwecken aufgezeichnet wird.

Die öffentliche Fragestunde beinhaltet den Sachstand des Timo-Jugendclubs.

Ö 2

Beschlussfassung über die Niederschrift am 01.06.2026 (Die Niederschrift liegt nicht vor.)

Die Niederschrift liegt noch nicht vor.

Ö 3

Arbeitsgruppe Jungfernstieg (Eine Referentin der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung trägt vor.)

Herr Steinhöfel vom Landesbetrieb Erziehung und Beratung und Frau Feldkamp vom Amt für Familie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung stellen sich und ihre Aufgabe anhand einer Präsentation vor, welche dem Ausschuss zur Verfügung gestellt wird. Das Projekt YouCo steht für Young Connection und soll Platz und Gehör für Kinder und Jugendliche, in diesem Referat speziell am Jungfernstieg, signalisieren.

Die Fragen von Frau Natur, Frau Stärz, Herrn Ciftlik, Frau Glischke-Klein, Herrn Schrader, Herrn Knode, Frau Post-Martens, Herrn Tamer und Herrn Dahlgaard werden wie folgt beantwortet:

- Projekt selbst läuft seit Mai 2026

- Einsatzzeiten: täglich 17.00 bis 22.00 Uhr

- Jungfernstieg, Stadtpark, Dom, Planten un Blomen - Einsatzorte flexibel

- YouCo-Website verfügbar in diversen Sprachen

- 40% Mädchen, 60% Jungen am Jungfernstieg

- Mädchen verhalten sich vor Ort unterschiedlich

- festgestellte Kindewohlgefährdung werde nachgegangen

- Team ist breit aufgestellt und kennt verschiedene Anlaufstellen

- Vernetzung mit Polizei, Hochbahn und HVV

- Zuletzt sei die Lage ruhiger, weil Polizei sehr präsent war

- zukünftig weniger Polizei geplant, mehr Präsenz durch YouCo

- Teamstärke: 8 Stellen, 6 davon direkt bei YouCo (Erzieher oder erfahrene „Nicht-Erzieher" und 2 Sozialpädagogen

o aktuell 1 Sozialpädagogenstelle und.1 YouCo-Stelle vakant

- Gespräche finden nicht unbedingt vor Ort statt, sondern auch im Büro, im Café etc.

- Ziel ist das Vernetzen der Menschen mit passenden Einrichtungen

- Jungfernstieg ist ein Platz für alle

- Themen der Jugendlichen primär: Job - Geld - Aufenthalt

- Termin mit Verlauf, auch bereits mit Dolle Deerns e.V. und Pro Familia

- Projekt flexibel, auch im Winter

Der Ausschuss bedankt sich und nimmt Kenntnis.

Ö 4

Bericht des Dezernenten (Herr Rietz berichtet.)

Herr Rietz berichtet, ähnlich wie der vergangenen Sitzung zu aktuell prioritären Einrichtungen.

Timo-Jugendclub:

Es besteht der Kontakt zu den bisherigen Träger, um zu fragen, was die Zielgruppe konkret benötigt. Die Idee der Verwaltung sei ein Beteiligungsverfahren, ggf. auch mit externer Unterstützung durchzuführen, um in Vorbereitung eines IBV für ein neues Angebot eine gute Planungsgrundlage zu haben.

Es gab letzte Woche ein Gespräch mit der Kirchengemeinde. Das Gespräch mit der Kirchgemeinde verlief sehr konstruktiv. Eine Kauf-Übergabe an die Syrisch-Orthodoxe Gemeinde wird erst zum 01.01.2027 umgesetzt. Es wird daher beabsichtigt, die Räumlichkeiten für eine Interimslösung durch den Bezirk anzumieten. Am kommenden Donnerstag wird dazu in der Kirchengemeinderat beraten. Die Anmietung sei ab 13.07.2026 geplant.

Die Träger Haus der Jugend Manshardtstraße 24 und Max und Moritz Jugendhilfe e.V. seien an einer Unterstützung interessiert. Eine angebotsfreie Zeit von 14 Tagen sei zwar ärgerlich, im Gesamtkontext sei die Lösung jedoch erfreulich.

Herr Dassow bittet um eine Beschlussfassung zur Finanzierung der Interimslösung. Die bisherige Zuwendung wurde aufgehoben.

Die freigewordenen Gelder können zur Finanzierung der Interimslösung genutzt werden, um bis zum 31.12.2026 ein Angebot für Kinder und Jugendliche an dieser Stelle sicher zu stellen.

Der Ausschuss stimmt der Finanzierung der Interimslösung einstimmig zu.

Die Fragen von Frau Post-Martens, Herrn Herkenrath und Herrn Dahlgaard werden wie folgt beantwortet:

- SToB-Thema werde größer aufgezogen

o Gesundheitsamt werde involviert

o Suchtthematik voll involviert

o erste Treffen dafür in der kommenden Woche erste Termine dafür angesetzt (

- alternative Anlaufstellen sind weiterhin in der Nähe verfügbar

- Interimslösung wird kommuniziert, auch über die Träger (Max und Moritz Jugendhilfe e.V. und HdJ24)

Herr Dassow schlägt vor, der Verwaltung etwas Zeit zu geben, um die Interimslösung weiterauszuarbeiten. Herr Rietz bittet um einen Austausch mit den Fraktionen im kleineren Rahmen, gern im September, nach der Sommerpause.

Haus im Blohms Park:

Herr Rietz erklärt, dass die Praxis Ärzte ohne Grenzen am bisherigen Übergangs-Standort bleibe und nicht ins Haus im Blohms Park zieht. Dies mache eine Nutzungsänderung erforderlich. Er wünsche sich, dass die Räume an eine Jugendhilfeeinrichtung, primär für Kinder, Jugendlich oder Familien aus Horn vergeben werden könnten. Das Interessenbekundungsverfahren sei abgeschlossen, bzw. die Abgabefrist Es seien 5 Bewerbungen eingegangen, 1 Angebot musste aussortiert werden. Die 4 weitere Bewerbungen werden morgen weiterverfolgt. Am morgigen Tage sei eine Infoveranstaltung mit den 4 Bewerbenden geplant. Am 09.06.2026 müsse eine Entscheidung getroffen werden, zusammen mit den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport, sowie den Fachämtern Gesundheitsamt, Jugendamt und Sozialraummanagement.

Frau Stärz merkt an, dass die Praxis ohne Grenzen nicht mehr gefördert werde und deshalb kein Einzug in das Haus im Blohms Park möglich sei.

Ö 5

Anträge und Vorlagen zur Beschlussfassung

Ö 5.1 - 23-1734

Stellungnahme zur geplanten Neuausschreibung der Ombudsstelle Hamburg (Antrag der freien Träger)

Frau Post-Martens und Herr Pralle verlassen wegen Befangenheit den Raum.

Herr Jans möchte den Antrag nicht nochmal vorstellen. Frau Natur erklärt, dass sie dem Antrag nicht zustimmt.

Der Ausschuss lehnt den Antrag gegen die Stimmen der Fraktion DIE LINKE, der Volt-Fraktion und der freien Träger - bei Enthaltung der CDU-Fraktion - mehrheitlich ab.

Ö 5.2 - 23-1825

Werkstattphase: Jugendangebote HafenCity Quartier (Antrag der SPD-Fraktion und der GRÜNE-Fraktion)

Frau Natur stellt den Antrag vor. Frau Do-Kavka erfragt, weshalb gerade dieser Verein in dieser Summe unterstützt werden solle. Frau Natur erklärt, dass Lukulule e.V. über eine breite Vernetzung im Bereich der HafenCity verfügt. Der Zulauf ist enorm. Frau Blaschka unterstützt die Argumentation von Frau Natur und spricht sich für den Antrag aus. Es wäre sinnvoll, hier zu unterstützen und die Bekanntheit des Vereins zu fördern. Herr Dassow stimmt zu und erklärt, dass die im Antrag benannten Zuwendungsgelder nicht in Verbindung mit dem Quartiersfonds stünden.

Der Ausschuss beschließt den Antrag einstimmig.

Ö 5.3 - 23-1841

Fachgespräch zur Unterbringungssituation im Bridge Inn Hotel in Rothenburgsort (Antrag der Fraktion DIE LINKE)

Frau Stärz stellt den Antrag vor.

Herr Dahlgaard verweist auf die Zuständigkeit des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport und bietet sich in seiner Rolle als dortiger Vorsitzender an, Informationen einzuholen. Frau Do-Kavka unterstützt den Antrag und schlägt eine Begehung mit dem Ausschuss vor. Sie hält eine Behandlung des Antrages in beiden Ausschüssen für wichtig. Frau Brall ergänzt, dass die Verwaltung diese Beschwerden durchaus ernst nehme und es diesbezüglich Austauschrunden gäbe, welche fachamtsübergreifend besetzt seien. Frau Natur schließt sich Herrn Dahlgaard an.

Der Ausschuss beschließt die Abgabe des Antrages in den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion DIE LINKE und der freien Träger.

Der Vorsitzende fordert Frau Stärz auf, der Gremienbetreuung die Drucksachennummer mitzuteilen, welche im Antrag selbst fehle.

Ö 6

Mitteilungen

Ö 6.1

AG § 78 SGB VIII Offene Kinder- und Jugendarbeit

Herr Barth berichtet, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit im Bereich Mümmelmannsberg gut aufgestellt sei. Es gäbe vor allem den Bauspielplatz und Fips. Letztes Jahr gab es noch von den Jugendkeller. Der ehemalige Verantwortliche solle gern nochmal berichten.

Ö 6.2

Berichte aus den Arbeitsgemeinschaften des JHA

Der Vorsitzende berichtet kurz zum letzten Unterausschuss Haushalt und den zusätzlich anberaumten Sitzungen. Am 12.10.2026 wird ein zusätzlicher Jugendhilfeausschuss stattfinden. Am 14.09. und 21.09.2026 werden Unterausschüsse Jugendhilfe-Haushalt anberaumt, damit eine rechtzeitige Beschlussfassung im Jugendhilfeausschuss erfolgen könne.

Ö 6.3

Kinder- und Jugendbeteiligung in Hamburg-Mitte: Bilanz ziehen und Zukunft vorbereiten (Bericht der Verwaltung)

Herr Mentz stellt eine Präsentation vor, welche dem Ausschuss zeitnah zur Verfügung gestellt wird.

Ö 6.4

Bericht zum gemeinsamen Workshop am 06.06.2026

Frau Natur berichtet vom gemeinsamen Workshop und erklärt, dass inhaltlich auf die Bereiche Veddel, Mümmelmannsberg und Rothenburgsort eingegangen wurde. Es gab dementsprechend 3 Arbeitsgruppen, in denen auch der Ist- mit dem Soll-Stand verglichen wurde. Zusätzlich wurden Beteiligungsformate, Kooperationen und Kommunikation thematisiert. Ein Protokoll zu diesem Workshop wurde den Beteiligten bereits vorab per E-Mial durch die Gremienbetreuung zur Verfügung gestellt.

Herr Rietz bietet an, diesen Austausch fortzusetzen. Er regt an, ein Format zu schaffen, in welchem man sich zu 2h-Terminen trifft und sich austauscht. Man könnte eine Prioritätenliste erstellen, gern auch zum Thema Interessenbekundungsverfahren; auch sollten in diesem Austausch Mindeststandards definiert werden, vor dem Hintergrund der vorhandenen Ressourcen. Eine stadtteilbezogene Arbeit wäre wünschenswert. Herr Knode möchte wissen, wie der Teilnehmerkreis aussehen könnte. Herr Ciftlik könnte sich eine Art Arbeitsgruppe vorstellen, die sich in regelmäßigen Intervallen trifft.

Ö 7

Verschiedenes

Aus dem Jugendamt:

Frau Brall informiert den Ausschuss darüber, dass die 2. Steuerungsverfügung zum 01.07.2026 in Kraft tritt und ist ein Jahr gültig. Die beschriebenen Grundsätze und Vorgehensweisen entsprechen den bereits geltenden Fachanweisungen und den fachlichen Standards, nach denen wir unsere Arbeit ausrichten. Gleichzeitig begrüßen wir, dass mit der Steuerungsverfügung die Organisationsaufmerksamkeit noch stärker auf die Sozialraumorientierung gelenkt wird.

Frau Post-Martens ergänzt, dass das Sozialgesetzbuch VIII reformiert werden solle.

Tötungsdelikt in Stade:

Frau Brall berichtet betroffen, dass umgehend recherchiert wurde, ob Hamburger Klienten betroffen seien (auch mit dem Federführer in Wandsbek und der Fachbehörde) - Hamburg ist insgesamt nicht betroffen.

Integrierte Lerngruppe Region 1:

Frau Brall teilt mit, dass Frau Chrissostomidis dazu ein Interessenbekundungsverfahren initiieren möchte, welchen in der Stadtteilschule am Hafen, Standort Neustadt stattfindet. Die Gespräche dazu finden am 26.08.2026 statt - es stehen 2 Plätze für Vertreter*innen des Jugendhilfeausschusses zur Verfügung. Sie erbittet eine Rückmeldung mit Namen vom Teilnehmenden bis zum 05.08.2026.