Schulwegsicherheit Campusschule Schnelsen: Nachschärfungen zum Mobilitätskonzept
Mit der geplanten Campusschule Schnelsen werden die Anforderungen an sichere Fuß- und Radwege im Umfeld des Schulstandortes „Schnelsen West“ steigen. Sowohl das „Nahmobilitätskonzept Schnelsen“ aus dem Oktober 2023 als auch die “Verkehrstechnische Untersuchung mit Mobilitätskonzept Schulcampus Schnelsen“ (Verkehrsgutachten Schulcampus Schnelsen) aus dem Juni 2025 untersuchen die verkehrliche Erschließung und benennen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit. Dazu gehören insbesondere die Optimierung der Knotenpunkte im Umfeld der Schule, zusätzliche Querungsmöglichkeiten an der Holsteiner Chaussee sowie der Ausbau und die bessere Trennung der Fuß- und Radwegeverbindungen. Ebenfalls vorgesehen ist eine Radwegeverbindung auf der westlichen Seite der Campusschule Schnelsen entlang der Bahntrasse.
Die wesentlichen Themen und mögliche Maßnahmen sind damit fachlich bereits beschrieben. Entscheidend ist es, die vorgeschlagenen Maßnahmen zusammenzuführen und im Einzelnen zu ergänzen sowie ihren jeweiligen Planungsstand zu klären und die notwendigen Schritte rechtzeitig zur Schuleröffnung umzusetzen.
I. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten,
1. sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) für die Umsetzung der im Mobilitätskonzept des Verkehrsgutachtens Schulcampus Schnelsen benannten Maßnahmen (S. 53 bis 64) einzusetzen, soweit diese im Zuständigkeitsbereich der BVM bzw. des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) liegen.
2. sich über die BVM beim LSBG für eine Umsetzung der im Verkehrsgutachten Schulcampus Schnelsen (siehe Präsentationsunterlagen aus dem Regionalausschuss Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, S. 10) angeregte Optimierung der Ampelschaltung Oldesloer Straße / Holsteiner Chaussee / Pinneberger Straße einzusetzen und zudem Kontakt mit der AKN Eisenbahn GmbH aufzunehmen, um zu prüfen, ob die Schrankenzeiten mit den Ampelphasen gekoppelt werden können, um den Abfluss aus dem Kreuzungsbereich zu erleichtern. Nach Umsetzung dieser Maßnahmen soll zu gegebener Zeit über deren Auswirkungen auf den Verkehrsfluss berichtet werden. Dabei ist insbesondere darzustellen, ob dadurch die angestrebte Verbesserung des Kfz-Verkehrs in der Nachmittagsspitze auf die Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) D sowie die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs auf QSV D erreicht werden können (vgl. Präsentationsunterlagen RaLoNiS, S. 9).
3. sich über die BVM beim LSBG dafür einzusetzen, die Realisierbarkeit einer von der Bezirksversammlung Eimsbüttel als notwendig erachteten Kreuzungsampel an der Kreuzung Holsteiner Chaussee/Flagentwiet vor Aufnahme des Schulbetriebs an der Campusschule Schnelsen zu prüfen. Dabei sind die bestehende Ampelsituation auf der Holsteiner Chaussee zwischen Ketteler Weg und Peter-Timm-Straße sowie die verkehrlichen Auswirkungen einer weiteren Lichtsignalanlage zu berücksichtigen.
4. sich über die BVM beim LSBG dafür einzusetzen, dass die Stellen, an denen die entlang der Holsteiner Chaussee auf der Seite der Campusschule verlaufenden Rad- und Gehwege einmündende Straßen überqueren, rechtzeitig zum Schulstart deutlich markiert werden, indem die Radwegquerungen eine rote und die Gehwegquerungen eine weiße Fahrbahnmarkierung erhalten.
5. sich über die BVM beim LSBG dafür einzusetzen, dass geprüft wird, wie Radfahrenden das Linksabbiegen aus dem Kriegerdankweg auf die südliche Nebenfläche entlang der Oldesloer Straße ermöglicht werden kann. In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, ob auf der südlichen Nebenfläche der Oldesloer Straße zwischen Kriegerdankweg und Holsteiner Chaussee ein Zweirichtungsradweg eingerichtet werden kann. Verkehrszählungen zeigen, dass bereits heute viele Radfahrende aus dem Kriegerdankweg kommend die südliche Nebenfläche nutzen, um zur signalisierten Kreuzung an der Holsteiner Chaussee zu gelangen.
6. sich über die BVM beim LSBG dafür einzusetzen, entsprechend dem Verkehrsgutachten Schulcampus Schnelsen (siehe Präsentationsunterlagen RaLoNiS, S. 16) die Umlaufzeiten der Ampeln an der Kreuzung Holsteiner Chaussee / Marek-James-Straße zu verringern, insbesondere zugunsten kürzerer Wartezeiten für den Fuß- und Radverkehr.
7. Vertreter*innen der BVM/des LSBG in eine der nächsten Sitzungen des Regionalausschusses Lokstedt/Niendorf/Schnelsen (RaLoNiS) einzuladen, um über den Planungsstand zu berichten.
II. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten,
1. sich für die Umsetzung der im Mobilitätskonzept des Verkehrsgutachtens Schulcampus Schnelsen benannten Maßnahmen (S. 53 bis 64) einzusetzen, soweit diese im Zuständigkeitsbereich des Bezirksamts Eimsbüttel liegen.
2. das Mobilitätskonzept des Verkehrsgutachtens Schulcampus Schnelsen weiterzuentwickeln und umzusetzen sowie wie folgt zu ergänzen:
a. Burgwedelkamp (zentrale Zuwegung)
b. Kriegerdankweg / Oldesloer Straße
c. Süntelstraße / Pinneberger Straße
3. die Schulleitungen und Elternräte der Campusschule Schnelsen und der Grundschule Anna-Susanna-Stieg in die Entwicklung der Maßnahmen einzubeziehen.
4. den Planungsstand „Schulmobilität Campusschule Schnelsen & Schulwegenetz“ halbjährlich im RaLoNiS als Sachstandsbericht vorzustellen.
Dr. Ann-Kathrin Riegel, Ines Schwarzarius und SPD-Fraktion
Ali Mir Agha, Annika Pfeifer und GRÜNE-Fraktion
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