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Osterstraßenfest 2027 vorbereiten

Antrag

Letzte Beratung: 15.10.2026 Bezirksversammlung Ö 12.1

Sachverhalt

Das Osterstraßenfest zählt seit vielen Jahren zu den größten und beliebtesten Stadtteilfesten Hamburgs und ist weit über Eimsbüttel hinaus bekannt. Es gehört fest in den jährlichen Veranstaltungskalender und prägt das kulturelle und gesellschaftliche Leben des Bezirks. Für den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie, Vereine und Initiativen bietet es eine wichtige Plattform. Es belebt das Bezirkszentrum und stärkt die Identifikation mit dem Stadtteil.

Nach den Absagen in den Jahren 2025 und 2026 infolge der Fernwärmebaustellen soll das Osterstraßenfest im Mai 2027 erstmals wieder in seiner gewohnten Form stattfinden. Die Veranstalter haben bereits angekündigt, das Fest nach Abschluss der Bauarbeiten mit neu gestalteten Flächen und umfangreichem Programm wiederaufleben zu lassen.

Gleichzeitig haben die Erfahrungen des letzten Osterstraßenfestes im Jahr 2024 gezeigt, dass die Veranstaltung vor neue Herausforderungen gestellt ist. Nach Angaben des Veranstalters wurden deutlich mehr Besucher*innen als erwartet gezählt. Zeitweise kam es zu erheblichen Verdichtungen auf der Festmeile, Verlagerungen von Feieraktivitäten in Nebenstraßen, Lärmbelastungen sowie einzelnen Gewaltdelikten und sexuellen Übergriffen. Auch die Polizei musste mehrfach einschreiten.

Ähnliche Diskussionen werden aktuell nach dem Eppendorfer Landstraßenfest geführt. Trotz umfangreicher zusätzlicher Maßnahmen kam es dort erneut zu umfangreichen Beschwerden. Sowohl Veranstalter als auch das Bezirksamt Hamburg-Nord haben angekündigt, die bisherigen Konzepte grundlegend auszuwerten und weiterzuentwickeln. Dabei ist ein großes Problem bei öffentlichen Veranstaltungen das Mitbringen von großen Mengen an Alkohol aus den umliegenden Supermärkten. Das führt einerseits zu Umsatzeinbußen für die Standbetreibenden, die die Kosten (Infrastruktur, Sicherheit) der Veranstaltung tragen. Gleichzeitig kann der mitgebrachte Alkohol einen übermäßigen Alkoholkonsum begünstigen.

Auch der Verein Osterstraße e.V. als Veranstalter des Osterstraßenfestes ist sich dieser Entwicklung bewusst und bereitet einen „Runden Tisch“ im Vorfeld des Osterstraßenfestes 2027 mit den Bezirksamtsleitungen aus Eimsbüttel und Hamburg-Nord sowie den Genehmigungsbehörden vor. Ziel ist es, bereits das kommende Fest, aber auch Konzepte für ähnliche Veranstaltungen, vorzubereiten und auszuarbeiten. Erste Gespräche wurden bereits geführt.

Es sollte frühzeitig gemeinsam überlegt werden, wie das Fest künftig ausgestaltet werden kann. Ziel muss sein, die besondere Atmosphäre des Osterstraßenfestes zu bewahren und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es auch künftig ein attraktives Fest für Familien, Anwohnende und Besuchende bleibt. So soll u. a. ein niederschwelliges Angebot für Kinder und Familien eingerichtet werden.

Um Teile dieser Probleme zu vermeiden, erwägt der Osterstraße e.V. einen Termin an einem Feiertag an einem Wochenende für das Fest zu wählen. Dabei sollte in jedem Fall weiterhin darauf geachtet werden, dass vor allem die inhabergeführten Geschäfte der Osterstraße auch bei einem möglichen Termin an einem Feiertag einen Stand vor der Tür betreiben können. Hiervon ausgenommen soll unbedingt der Verkauf von Alkohol sein.

Ein Fest in der Größenordnung des Osterstraßenfestes benötigt eine frühzeitige Planung. Daher müssen die wichtigen Entscheidungen für das Osterstraßenfest zeitnah getroffen werden und es ist Eile geboten. Der Stand der Gespräche zum Osterstraßenfest seitens des Veranstalters Osterstraße e.V. ist erst in den letzten Tagen bekannt geworden.

Petitum/Beschluss
  1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, für eine der nächsten Sitzungen des Kerngebietsausschusses
  1. Vertreter*innen des Bezirksamts, der Interessengemeinschaft Osterstraße e.V. sowie Vertreter*innen des zuständigen Polizeikommissariats einzuladen.
  1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,
  1. über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Osterstraßenfest 2024 sowie über aktuelle Entwicklungen und Diskussionen bei vergleichbaren Stadtteilfesten in Hamburg zu berichten;
  2. darzustellen, welche Überlegungen bereits für die Wiederaufnahme des Osterstraßen­festes im Jahr 2027 bestehen und welche Herausforderungen insbesondere hinsichtlich Besucher*innenlenkung, Aufenthaltsqualität, Lärmschutz, Sicherheit, Sauberkeit und An­wohnendeninteressen gesehen werden;
  3. zu erläutern, wie Anwohnende, Gewerbetreibende, Vereine und weitere lokale Akteur*innen in die Weiterentwicklung des Veranstaltungskonzepts eingebunden werden können;
  4. sich gemeinsam mit den Veranstaltern bei den Genehmigungsbehörden für eine Prüfung des Veranstaltungstermins am Wochenende des 1. und 2. Mai einzusetzen.


Luise Rosemeier, Ali Mir Agha, Nina Schübel und GRÜNE-Fraktion

Roland Oehlmann und SPD-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
15.10.2026
Ö 12.1
Lokalisation Beta
Osterstraße
Stadtteile

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Themen Beta

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