Ausgestaltung des Runden Tisches mit Anwohnerinnen und Anwohnern, der Bezirksverwaltung, dem Veranstalter und der Bezirkspolitik anlässlich des diesjährigen Eppendorfer Landstraßenfestes - gemeinsamer Antrag von SPD-, CDU- und FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 15.06.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 5.4
Das Eppendorfer Landstraßenfest ist eine traditionsreiche Veranstaltung im Stadtteil Eppendorf und zieht jährlich am Veranstaltungswochenende rund 150.000 Besucherinnen und Besucher in den Stadtteil. Das Fest findet auf der Eppendorfer Landstraße statt und erstreckt sich über mehrere Tage, inklusive Auf- und Abbauzeiten.
In den zurückliegenden Jahren haben sich – dokumentiert auch durch Bürgereingaben an die Bezirksversammlung Hamburg-Nord – erhebliche Missstände im Umfeld des Festes gehäuft. So schildert eine aktuelle Bürgereingabe (Drucksache 22-2295) anschaulich: wildes Urinieren in Hinterhöfe, Gärten und Hauseingänge, Lärm über vier Nächte (Aufbau, Festbetrieb, Abbau), Glasscherben auf der Eppendorfer Landstraße, dem Marie-Jonas-Platz und der Goernestraße noch Tage nach dem Fest sowie eine zunehmende Kommerzialisierung des Veranstaltungscharakters. Für das Jahr 2026 wurden durch den Veranstalter erhebliche Vorkehrungen getroffen, um Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene beim Fest nochmals zu erhöhen. Dennoch war insbesondere die Durchführung in diesem Jahr wiederholt mit Beeinträchtigungen der Anwohnerinnen und Anwohner verbunden, die eine Aufarbeitung des Verlaufs sowie eine Befassung mit der Zukunft des Landstraßenfests in Eppendorf notwendig machen. Darüber hinaus wurde durch eine aufmerksame Bürgerin eine Rattensichtung im unmittelbaren Umfeld der Eppendorfer Landstraße gemeldet.
Es ist nicht auszuschließen, dass der durch das Fest entstehende Müll auch durchaus Ratten besonders anlockt und damit auch dieser Zusammenhang einmal näher erörtert werden muss.
Das Fest wird durch die Bergmann Gruppe organisiert und verfügt seit jüngster Zeit über ein Nachhaltigkeitskonzept (Zertifizierung über Green Events Hamburg) sowie ein erstmals eingesetztes Awareness-Konzept. Diese Ansätze sind begrüßenswert und wurden für dieses Jahr mit dem Regionalausschuss und dem Veranstalter gemeinsam erarbeitet.Sie reichen nach der derzeitigen Einschätzung jedoch leider nicht aus, um die genannten Problemlagen strukturell zu lösen.
Es besteht daher dringender Handlungsbedarf, alle relevanten Stakeholder an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Zukunft des Eppendorfer Landstraßenfestes zu erarbeiten – im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner, der Besucher und des Stadtteils insgesamt. Vor diesem Hintergrund wird es ausdrücklich begrüßt, dass das Bezirksamt zügig dafür Sorge getragen hat, zusätzlich zu der Aussprache im Regionalausschuss einen Runden Tisch anzubieten, dessen Zielrichtung durch diesen Antrag noch etwas weiter konkretisiert wird und der zum Ziel hat, konstruktiv mit den Anwesenden in einen konstruktiven Austausch zum Eppendorfer Landstraßenfest zu kommen.
Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude der Bezirksversammlung Hamburg-Nord möge beschließen:
und darüber hinaus zu prüfen, ob auch das Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg, Hamburg Wasser und die Stadtreinigung Hamburg in die Gespräche mit einzubinden sind.
Für die SPD-Fraktion: Carsten Gerloff, Tina Winter
Für die CDU-Fraktion: Philipp Kroll, Ralf-Martin Diedrich
Für die FDP-Fraktion: Ron Schumacher, Marvin Häffs
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