Förderung der urbanen Biodiversität durch die Einführung eines „Mähfreien Mai“ und anderer extensiver Mahdtechniken auf bezirklichen Grünflächen
Die fortschreitende Versiegelung und die intensive Pflege städtischer Grünflächen führen zu einem massiven Rückgang von Insektenpopulationen und einer Verarmung der lokalen Flora. Um dem Artensterben entgegenzuwirken, die Biodiversität zu fördern und den Bezirk Eimsbüttel klimaresilienter zu gestalten, ist auch eine Anpassung des Pflegemanagements notwendig. Ein „Mähfreier Mai“, bei dem bezirkliche Grünflächen bis Ende Mai jeden Jahres nicht gemäht werden, ermöglicht Frühblühern, ihren Lebenszyklus zu vollenden und schafft lebensnotwendige Nahrungsquellen für Bestäuber wie Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Ein mähfreier Mai ist dabei nur eine von mehreren Möglichkeiten, die Pflege öffentlicher Grünflächen biodiversitätsfreundlicher zu gestalten. Auch extensive Mahdverfahren wie die Mosaik- oder Staffelmahd können dazu beitragen, Lebensräume für Insekten und andere Wildtiere zu erhalten. Hierbei werden Teilflächen zeitversetzt gemäht, wodurch dauerhaft Rückzugsräume für Insekten und andere Wildtiere erhalten bleiben. Ebenso können angepasste Mahdzeitpunkte und der Einsatz schonender Mähtechnik dazu beitragen, Tiere und Pflanzen besser zu schützen. Aus diesem Grund sollte sich informiert werden, welche Maßnahmen sich für die unterschiedlichen Grünflächen im Bezirk Eimsbüttel sinnvoll umsetzen lassen.
Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, eine:n Expert:in in eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt (GNU) zu entsenden, um über folgende Fragen zu berichten:
Juliane Papendorf, Katrin Meyer und GRÜNE-Fraktion
Ann-Kathrin Riegel und SPD-Fraktion
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