22-2173

Grünpflege der Zukunft – Berichterstattung über Kriterien und Qualitätssicherung

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Eimsbüttel ist ein Bezirk, der neben größeren Parks viele oft recht kleinteilige Grünanlagen und Beete hat, die von Seiten des Bezirksamts zu pflegen sind. Zugleich engagieren sich viele Bürger*innen, indem sie Baumscheiben und Beete bepflanzen und teils mit erheblichem Aufwand schützen und pflegen.

Grünflächen, Bäume, Gebüsche und Beete haben viele Funktionen: sie bieten Bürger*innen Erholungsraum und Platz für Bewegung und Entspannung, sie sind Naturerlebnisraum für Kinder, sie tragen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Kühlung an heißen Tagen bei. Sie sind aber auch Lebensräume für viele verschiedene Tierarten wie z.B. Insekten, Vögel, Fleder­use und Igel und verbessern die Biodiversität der Stadt.

Um all diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, bedarf es eines modernen zukunfts­orien­tierten Pflegekonzepts und entsprechend informierter Mitarbeiter*innen bzw. Dienstleister*innen, die es umsetzen. Da es leider immer wieder zu Beschwerden von Bürger*innen über unnötig gemähte Flächen und zerstörte Bürgerbeete kommt, bittet der Ausschuss für Grün, Nachhaltig­keit und Umwelt (GNU) um eine entsprechende Berichterstattung.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, in eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt (GNU) eine*n Mitarbeiter*in der zuständigen Fachabteilung zu ent­senden, um über das Konzept der Grünpflege in Eimsbüttel zu berichten. Dabei interessiert besonders,

  1. ob es im Zuge des Klimaschutzes und der Klimaanpassung eine Neuausrichtung des Grünpflegekonzepts gegeben hat;
  2. wie die oben genannten und ggf. weitere Funktionen der Grünflächen (Erholungsraum/Platz für Bewegung und Entspannung, Naturerlebnisraum für Kinder, Verbesserung der Luftqualität, Kühlung, Lebensraum für verschiedene Tierarten) sichergestellt werden;
  3. welche Initiativen ergriffen werden, die städtischen oder städtisch beauftragten Grünpflegebetriebe zu sensibilisieren und fortzubilden, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die öffentlichen Grünflächen artenvielfaltsfördernd aufzuwerten und Lebensräume für wildlebenden Tiere wie z.B. Vögel, Igel, Fledermäuse- und Insekten zu schützen;
  4. welche Rahmenbedingungen für die Pflege von öffentlichen Flächen durch Bürger*innen gelten, und inwieweit und wodurch diese Flächen (insbesondere Baumscheiben) durch Einfriedungen geschützt werden können. Zudem soll dargestellt werden, wie in diesen Fällen die Kommunikation mit den Bürger*innen erfolgt.
  5. welchen Anteil der Grünpflege Mitarbeiter*innen des Bezirksamts selbst leisten und welcher Anteil an externe Dienstleister vergeben wird, und wie die Qualität der Grünpflege, die externe Firmen durchführen, sichergestellt wird.

Juliane Papendorf, Dietmar Kuhlmann, Katrin Meyer und GRÜNE-Fraktion
Ann-Kathrin Riegel und SPD-Fraktion

Anhänge

keine

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