22-1016

Verschattung an Standorten ohne Baum-Pflanzmöglichkeit – Einsatz alternativer Verschattung mit flexiblen, mobilen Begrünungslösungen

Antrag

Letzte Beratung: 15.10.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.8

Sachverhalt

Antrag

der BAbg. Zaum, Wegner und Fraktion der CDU

Die sommerliche Hitzebelastung nimmt auch in Hamburg zu. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Gerade in stark versiegelten und hochfrequentierten Flächen, beispielsweise der Bahnhofsvorplatz, fehlt es an ausreichender Verschattung und Aufenthaltsqualität. Entsiegelung und Baumpflanzungen wären hier eigentlich die Lösung erster Wahl, ist aber an vielen Standorten wegen unterirdischer Leitungen, zu geringem Platz für Wurzeln oder anderer Hindernisse nicht umsetzbar. Für solche Orte sollten andere, innovative und nachhaltige Lösungen geprüft werden.

Andere Städte erproben hierfür bereits modulare oder mobile Verschattungselemente, die auch an schwierigen Standorten zusätzlichen Schatten spenden. Solche Maßnahmen können Bäume nicht ersetzen, aber dort sinnvoll ergänzen, wo Pflanzungen tatsächlich nicht möglich sind (s. Bsp: https://ecotrii.de/produkt oder https://www.dieklimakiste.de/ ). Weiterer Vorteil ist der wesentlich schneller zu erzielende Erfolg. Während Bäume 5-10 Jahre benötigen, bis diese wertvollen Schatten spenden, können mobile Beschattungsanlagen dies bereits sofort oder nach wesentlich kürzerer Zeit bieten.

Es sollte geprüft werden, an welchen Standorten im Bezirk solche ergänzenden Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind und aus welchen Programmen oder Fördermitteln ihre Finanzierung unterstützt werden kann.

Petitum/Beschluss

Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:

Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten,

  1. Standorte im Bezirk zu identifizieren, an denen Baumpflanzungen aus baulichen oder unterirdischen Gründen nicht möglich oder besonders erschwert sind, zugleich aber ein besonderer Bedarf an Verschattung und Hitzeschutz (Wärmeinseln) besteht.
  2. zu prüfen, welche ergänzenden Verschattungselemente an diesen Standorten geeignet und umsetzbar wären.
  3. zu prüfen, ob für ein solches Pilotprojekt Mittel aus Programmen des Hitzeschutzes, der Klimaanpassung oder anderer Förderprogramme eingesetzt werden können.
  4. im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz über die Ergebnisse zu berichten.
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