22-0975

Kühler Kopf im Bezirk: Ausbau der Trinkwasserbrunnen als elementaren Hitzeschutz vorantreiben

Antrag

Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 11.5

Sachverhalt

Antrag

der BAbg. Graßhoff, Feiler-Siegert, Cantay, Jobs - Fraktion Die Linke

Das Thema „öffentliche Trinkwasserbrunnen“ wurde schon häufig in Bergedorf diskutiert und initiiert. Nun wurden für das Jahr 2027 90.000 Euro für die „Errichtung von zwei öffentlichen Trinkwasserspendern“ im „Gestaltungsfonds 2027 investiv“ beschlossen.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels nehmen die Häufigkeit und Intensität von Hitzeperioden auch in Hamburg spürbar zu. Ein effektiver Hitzeaktionsplan ist daher essenziell, um die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung, insbesondere für vulnerable Gruppen wie Senioren, obdachlosen Menschen, Kinder und Menschen in prekären Lebenslagen, zu minimieren.

Der Zugang zu kostenlosem, sauberem Trinkwasser im öffentlichen Raum ist eine einfache, aber hochwirksame Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge. Trinkbrunnen bzw. Trinkwasserspender bieten nicht nur eine notwendige Erfrischung, sondern tragen auch zur Aufwertung des öffentlichen Raums bei.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

1. Das Bezirksamt wird gebeten, im Rahmen der Umsetzung des Hitzeaktionsplans die Errichtung von öffentlichen Trinkbrunnen/ Trinkwasserspender im Bezirk Bergedorf weiter voranzutreiben.


2. Das Bezirksamt prüft eine Auswahl an geeigneten Standorten im Bezirk, die insbesondere durch hohe Frequentierung, soziale Bedeutung oder eine hohe Aufenthaltsqualität im Sommer gekennzeichnet sind (z. B. öffentliche Plätze, Parks oder stark frequentierte Fußngerzonen).


3. Das Bezirksamt prüft, inwiefern, die Bergedorfer Bevölkerung aktiv in die Standortfindung einzubeziehen ist. Dies kann beispielsweise durch ein Online-Beteiligungsverfahren oder eine gezielte Abfrage bei lokalen Akteur*innen und Stadtteilbeiräten erfolgen, um eine hohe Akzeptanz und bedarfsgerechte Platzierung sicherzustellen.

4. Das Bezirksamt prüft, ob für die Mittel auch mehr als zwei Trinkwasserbrunnen bzw. Trinkwasserspender möglich sind.


4. Das Bezirksamt berichtet im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz über die Ergebnisse der Standortprüfung sowie über den Stand und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung.

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